THIS BLOG FOCUSES, FIRST, ON THE QUESTION WHY THE SERBIANS AND MILOSEVIC WERE MADE EXCLUSIVELY RESPONSIBLE FOR THE DISINTEGRATION AND THE CRIMES COMMITTED DURING THE DISINTEGTRATION. I.E. IT IS QUESTION OF HOW AND WHY SUCH A HUGE MAJORITY OF WESTERN NEWS CONSUMERS ARRIVED AT THAT CONCLUSION AND THEN ACTED UPON IT IN A VARIETY OF WAYS, ONE OF THEM BEING ATTACKS ON THE ANYTHING BUT A PERSONAL SAINT, PETER HANDKE'S WORK, REALLY GANGED UP ON THE WORK.

Tuesday, April 27, 2010

INTERVIEWS WITH HANDKE ABOUT HIS INTERVENTION, GERMAN, ENGLISH, ITALIAN, ETC

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I WILL COMMENT/ ANNOTATE THESE INTERVIEWS DURING  THE NEXT FEW WEEKS... I.E MAY/ JUNE 2010 M,R




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KOSOVO Antikriegsseite





Peter Handke Interview
aus der SUEddeutschen Zeitung: 15.05.99 Feuilleton

 Moral ist ein anderes Wort fUEr WillkUEr 
Der Schriftsteller Peter Handke UEber die Nato-Bomben auf Serbien und die Frage, warum Amerika umerzogen werden muss...
„Der ewige Frieden ist moeglich , verkUEndet die Nova am Ende Ihres dramatischen Gedichts „UEber die Doerfer . Das war 1981. Jetzt ist nicht Frieden, sondern Krieg.
(H) Ich bin immer noch im Zustand des Schocks vom 24. Maerz. Als die Bomber und die Raketen losgingen, dachte ich zuerst, die Welt wUErde aufwachen, aber dann fing die Propaganda der Nato an.
Sie haben dann einen Aufruf veroeffentlicht, in dem es heisst, der Mars greife die Erde an.
(H) Ich habe in meinem Entsetzensruf nicht den Kriegsgott Mars gemeint, sondern den Film „Mars Attacks!  von Tim Burton. In Le monde hat der albanische Schriftsteller Ismael Kadaré auf der ersten Seite verkUEndet: „Kosovo ist albanisch, denn wir waren die ersten.  Schmutzige Propaganda (es gibt ja auch reine Propaganda im Sinn von Propaganda Fidei, Verbreitung des Glaubens, der Schoenheit, Propaganda zum Beispiel durch Melodie). Auch wenn ein Serbe sagte, wir Serben waren die ersten, wUErde ich mich dagegen wenden. Die Marsmenschen exekutieren bekanntlich eine humanitaere Aktion. Die Nato sagt, es geht uns nicht um Geld oder Macht, es geht uns um die Sache. Wir wollen ein neues Auschwitz verhindern. Gut, jetzt hat die Nato ein neues Auschwitz erreicht.
Auschwitz ist aber doch etwas anderes?
(H) Der Horror der Geschichte wiederholt sich nicht seitengleich oder spiegelbildlich. Dieser Krieg zeigt auf fUErchterlich unvermutete Weise die ewige Barbarei: Nur bricht die im Jugoslawien-Krieg in grundanderer Gestalt aus als in der planen Wiederholung. Damals waren es Gashaehne und Genickschusskammern; heute sind es Computer-Killer aus 5000 Meter Hoehe.
JUErgen Habermas rechtfertigt den Krieg als Ausnahme.
(H) Habermas will ein WeltbUErgerrecht, aber bevor es formuliert ist, fingiert er es mit einem Krieg. Rundherum schreibt er einen entsetzlich rechtfertigenden Schrieb zum Krieg gegen Jugoslawien. Das kommt schon in seinen Adverbien zum Ausdruck: Wenn er zum Beispiel sagt, Serbien pocht „neurotisch  auf seine Souveraenitaet. Wieso neurotisch? Wie kann ein Philosoph sowas schreiben? Das ist stilistisch-gedanklich auf dem Hund. Oder wenn er schreibt, dieser Krieg werde von 19 demokratischen Staaten gefUEhrt. Haette man ja sagen koennen. Aber was sagt er vor dem „demokratisch ? Von 19 „zweifellos  demokratischen Staaten. Der ganze Aufsatz ist eine Apologie der blindwUEtigen Gewalt. Ein Philosoph, der im gegebenen Moment die Empoerung verfehlt oder versaeumt, hat seinen Beruf verfehlt. Man sagt immer, das erste Opfer des Krieges sei die Wahrheit. FUEr mich ist immer eins der ersten Opfer die Sprache.
Die Nato und selbst Habermas haben die Moral auf ihrer Seite.
(H) Was soll ich darauf antworten?
Ich frage Sie nach der Legitimation. Sie haben doch Jura studiert.
(H) Moral ist fUEr mich in diesem Krieg ein anderes Wort fUEr WillkUEr geworden. Dagegen sage ich: Recht muss Recht bleiben. Recht ist das Gegenteil von WillkUEr. Recht regelt das Minimum der Beziehung unter den Menschen, damit einem nicht Unrecht geschieht.
Der naechste Satz lautet unweigerlich: „Summum ius, summa iniuria .
(H) Was soll ich dazu sagen? Da mUEssen wir anfangen zu politisieren, und das ist nicht meine Rolle. In Rambouillet waren beide Seiten mit der groesstmoeglichen Autonomie fUEr das Kosovo einverstanden. Nur: Den Zusatz, wie naemlich die Autonomie exekutiert haette werden sollen, konnte kein serbischer Verhandler oder Machthaber unterschreiben. In dem Sinn war Rambouillet kein Vertrag, sondern ein brutales Diktat. Als ich in Rambouillet war, kam der oesterreichische Unterhaendler Wolfgang Petritsch auf mich zu und sagte: „Das wird unheimlich schwer sein fUEr die Serben.  Ich dachte, die Serben sind doch einverstanden mit einer Erweiterung und fast staatengleichen Autonomie fUEr das Kosovo. Erst im nachhinein kam das Zusatzprotokoll heraus. Es war ein grausamer Schwindel. Ich habe mich UEbertoelpelt gefUEhlt, weil ich dachte, es geht um Frieden und nicht um ein Diktat.
Warum waren Sie in Rambouillet?
(H) Warum nicht? Rambouillet ist nah, da nehme ich den Zug. Ich wollte sehen, was man im Fernsehen nicht sieht: die Diplomaten, die Journalisten, die Geheimdienstleute. Ich wollte es spUEren, so wie ich in den letzten Jahren immer wieder auch nach Jugoslawien gefahren bin. Ich habe mich verpflichtet gefUEhlt.
Wem?
(H) Dem Problem, dem Schmerz, der Loesung.
Darum sind Sie auch waehrend der Bombenangriffe nach Serbien gefahren?
(H) Ich war Ende Maerz/Anfang April vier Tage dort und Ende April nochmal eine Woche.
Wie kommt man nach Serbien hinein? Es herrscht doch Kriegsrecht.
(H) Wir waren fUEr eine bestimmte Stunde angekUEndigt, sonst haette man uns nicht hineingelassen. Ich hatte ein Geleitschreiben dabei, aber doch Angst, mich vor den herumschweifenden Banden ausweisen zu mUEssen. Alles Offizielle, auch wenn es die eigene Seite ist, stachelt sie nur an.
Sonst hatten Sie keine Angst?
(H) Es war eher Nervositaet oder Gereiztheit. Ich kann Ihnen keine Ernst-JUEnger-Erlebnisse berichten. Unten im Tal schlagen die Nachtigallen, hoch oben sind die Flugzeuge. Aber die Flugzeuge sind jetzt Bomber. Und der blaue Himmel heisst Bombenwetter. Auf dem RUEckweg habe ich in Belgrad eine zUEnftige Bombennacht erlebt. Es ist, als kaeme der Himmel herunter, eine Faust haut auf die Zwei-Millionen-Stadt. Die militaerischen Ziele sind laengst verlassen, die Soldaten nicht mehr in den Garnisonen. Aber die Kriegshelden wissen das ja; der Sinn der Bombardierung besteht in den sogenannten Kollateralschaeden. Das heisst, in den Krankenhaeusern mUEssen Krebskranke die scheusslichsten Leiden ertragen, weil sie vielleicht Milosevic gewaehlt haben. Aber vielleicht haben die Bomben die Sterbenden zum Leben erweckt. Die Todkranken werden wie in der Bibel geheilt, wenigstens ein Erfolg der Nato-Gewalt: Steh auf, nimm dein Bett und wandle.
In Ihrem Roman „Der kurze Brief zum langen Abschied  (1972) heisst es am Anfang: „So weit ich mich zurUEckerinnern kann, bin ich wie geboren fUEr Entsetzen und Erschrecken gewesen. Holzscheite lagen weit verstreut, still von der Sonne beschienen, draussen im Hof, nachdem ich vor den amerikanischen Bombern ins Haus getragen worden war.  
(H) Hier erklaert sich gar nichts mit meiner Herkunft und meiner Geschichte. Ich bin schlicht fassungslos. Das gibt s doch nicht, dass die ganze Welt gegen jedes Recht dieses Land angreift. Diese Menschen in Serbien, im Kosovo, in Montenegro, denke ich bei der Erinnerung an die Kinder auf dem Chor waehrend der orthodoxen Sonntagsmesse von Srebrenica, sind unschuldig, fast alle. Sie sind so unschuldig, wie man nur sein kann, sie sind die verkoerperte Unschuld. Sie sind so unschuldig, wie hier auf dem Kriegs- und Feindesplaneten fast alle schuldig sind, finster-ahnungslos schuldig. Vielleicht weiss ich zu Jugoslawien nichts, oder zu wenig. Aber ich weiss: Ich bin kompetent.
Warum?
(H) Weil mich die Macht nie fasziniert hat. Weder die Macht eines Slobodan Milosevic noch die des Papstes und nicht die eines Indianerhaeuptlings ? hoechstens vielleicht die Macht eines Kindes, eines Heiligen, eines Ohnmaechtigen oder Sterbenden.
Sie sind immerhin bei Bruno Kreisky gewesen.
(H) Ich war heilfroh, als ich wieder draussen war. Ich kann mich noch erinnern, wie hoch die TUErgriffe in der Hofburg waren. Ich zaehle mich allerdings noch immer zur sozialistischen Tradition in OEsterreich. Und wenn es in diesem Jahrhundert in Europa fUEr mich Helden gegeben hat, dann waren das die jugoslawischen Partisanen. Was Jugoslawien betrifft, bin ich gern ewiggestrig oder meinetwegen nostalgisch. In Jugoslawien ist der Reformkommunismus, die Arbeiterselbstverwaltung, tragisch gescheitert, und hier ist das Wort „tragisch  angemessen. Auf den Nato-Pressekonferenzen hingegen wird ein Wort wie „tragischer Irrtum  jedesmal faellig, wenn die Bevoelkerung abgeknallt wird. Selten sind die beiden Woerter so missbraucht worden. Tragik ist etwas anders, Tragik ist die Situation Jugoslawiens in der Geschichte, die Geschichte Serbiens, im Kosovo.
Worin besteht diese Tragik?
(H) Die Serben haben durch den Zerfall Jugoslawiens als einziges Volk dort nur verlieren koennen und dann verloren. Deshalb Milosevic zu daemonisieren, hilft doch nichts. Was haette ein anderer Praesident Serbiens im Interesse Jugoslawiens anders machen koennen als Milosevic? Ich moechte sehen, was passiert, wenn ein junger franzoesischer Soldat aus dem Hinterhalt von einem korsischen Nationalisten getoetet wird. Aber im Kosovo wurde wieder nur ein dicker, wahrscheinlich slibowitzsaufender serbischer Polizist weggehauen. Aber ich will nicht als Politiker reden. Hans Magnus Enzensberger redet wie ein Politiker und moechte die UÇK bewaffnen. Der weiss immer, wo s lang geht, ein grinsender hoehnischer Zuschauer, der menschgewordene Hohn. Der islamische Sufi Djalâl-ud-Dîn Rûmî sagt: „Sie tragen bedruckte Seiden nicht als Ornament, sondern um ihre Schoenheit zu bewahren.  Enzensbergers Sachen sind das Gegenteil, Ornament zur Verhoehnung der Schoenheit.
Mit ihrer pro-serbischen Haltung stehen Sie ziemlich allein da in der deutschen Literatur.
(H) Ich bin mit dem serbischen Volk, nicht mit Milosevic. Wer nicht prononciert antiserbisch ist, der hat als „Pro-Serbe  verschmaeht zu werden. Wer bei „Milosevic  nicht unverzUEglich hinzufUEgt: „Schlaechter , „Hitler des Balkan , „Gottseibeiuns , der ergreift Partei fUEr „Milosevic  ? Pro-Serbe ist fUEr mich heute ein Ehrentitel. Die sprachliche Kumpanei zwischen der Macht und den Journalisten hat Karl Kraus schon vor achtzig Jarhen in den „Letzten Tagen der Menschheit  beschrieben. Die meisten Journalisten und Politiker sind ohne Sprachgewissen, und eine aergere Gewissenlosigkeit gibt es nicht. Es braeuchte einen neuen, einen noch besseren Karl Kraus, um zu beschreiben, was geschieht. Ihr erbombt und erkillt eure Minister- und Journalistenpenisonen, und ich zahle die Steuern fUEr eure Bomben und eure Pensionen. Der deutsche Minister wird von der Frankfurter Zeitung dafUEr gelobt, „weil er im Kriege bereit ist, auf eine Auseinandersetzung mit Schriftstellern zu reagieren . Das ist fUEr mich schmutzigste Pornographie, weil sie auch noch vornehm tut. Es war wohl eher toericht, was die serbischen Schriftsteller gegen GUEnter Grass angezettelt haben, als sie ihm seine BUEcher zurUEckschicken wollten, weil er den Nato-Krieg befUErwortet hat. Etwas Analoges wUErde ich bei den Leuten begrUEssen, die einmal meine Sachen gelesen haben und jetzt als Kriegsgesellen auftreten. Der deutsche Toetungsminister zum Beispiel, der mir einst mit einem Telegramm zum Geburtstag gratuliert hat, moege mir meine BUEcher zurUEckschicken. RUEhrt nicht alles KriegsunglUEck daher, dass in der ganzen westlichen Welt die 68er an der Macht sind? Viele der Killer, die sich durch den Staat beglaubigen, erfUEllten sich einen Kindheitstraum. Sie wollten immer gegen irgendwas kaempfen. FUEr die Nazis war s zu spaet. FUErs Zerschlagen des Sowjetkommunismus war s auch zu spaet. Da hat der froemmlerische protestantische Kapitalismus gesiegt und siegt weiter. Jetzt bekommen sie endlich die Gelegenheit, den Helden zu spielen. Und was machen diese Turnlehrer des Grauens? Mit der einen Hand taetscheln sie, mit der anderen toeten sie, und das ist das neue Auschwitz, das sie doch verlogen verhindern wollten. Gegen diese Leute, die jetzt Macht ausUEben, ist der beste Strang der Vor-68er aufgetreten, Herbert Marcuse zum Beispiel, der gegen den „Eindimensionalen Menschen  schrieb. Der Eindimensionale Mensch ist UEberall an der Macht und Gewalt.
Daniel Goldhagen moechte die Serben „umerziehen .
(H) Seit Vietnam werden die Amerikaner nur noch zum Beten, Boomen und Bomben erzogen. Seitdem sind die Marsmenschen da, und sie tragen eine Clinton-Maske. Serbien umerziehen? Nein, Amerika umerziehen, samt seinem Vorsteher und dem Pimpf Goldhagen.
In Ihrem neuen StUEck „Die Fahrt im Einbaum  tritt der amerikanische Filmregisseur John O Hara auf und sagt: „Wir Menschen sind, und das ist endgUEltig, untereinander an die Falschen geraten.  Gibt es noch ein richtiges Leben fUEr die falschen Menschen?
(H) „Wer aus einer weissen Kuh eine schwarze Kuh ziehen kann, der kann auch aus einer schwarzen Kuh eine weisse ziehen , sagt Rûmî. Photos vom Allkrieg gegen Jugoslawien geben das Weltgrauen nicht einmal andeutungsweise wieder. Die Bombenschaeden lassen sich so wenig photographieren wie die serbischen und albanischen Toten, die FlUEchtlinge aber schon. FUEr diese Bilder gibt es nur Grossaufnahme und Totale; die Wahrheit finge dazwischen an. Die Bilder zeigen eine schmerzhaft verlogene Dreiecksgeschichte: die FlUEchtlinge, die leiden, wie nur ein Mensch und ein Tier leiden kann; die Leute, die eine Inszenierung draus machen samt abgeschnittenen Ohren und Massenvergewaltigungen; und die Bildreporter. Es ist eine heillos-schmerzlich-schmutzige Dreiecksgeschichte. Bitte, und einmal ohne drei Ecken, die Geschichte der Serben in den letzten zehn Kosovo-Jahren erzaehlen. Nicht der fUEhrenden Politiker oder der Banden, sondern die Geschichten des bedraengten Volkes dort in Stadt und Land. Die Bedraengung „gipfelnd  mit den sechs ermordeten SchUElern in Pec im Dezember 1998 und den fUEnf ermordeten Polizisten in Pristina im Maerz 1999. Denn damit, mit dem Einbruch des Terrors in die Staedte, begann erst der deutliche, sichtbare, nachweisbare Krieg im Kosovo. NatUErlich kann man sagen, es sei sinnlos, in den Koflikt in Jugoslawien einzugreifen, genauso sinnlos, wie wenn man in Kafkas „Prozess  eingreifen wUErde. Vielleicht aber ist es das so offenbar Sinnlose, das einen auf den Weg bringt. Credo, quia absurdum.
Die Fragen stellte Willi Winkler.
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INTERVISTA A PETER HANDKE

effettuata dal giornalista televisivo tedesco Martin Lettmayer nel gennaio 1997 e trascritta in inglese sul sito del Congresso dell Unita Serba. Le note tra parentesi quadre sono del traduttore J. Peter Maher, a meno di altra indicazione.
Potete trovare una breve introduzione sulla figura di Peter
Handke e sulle polemiche degli ultimi anni alla pagina
http://marx2001.org/crj/INTELL/intell.html#handke

Oggi, molte settimane dopo l apparizione del suo libro, come si sente?
Come mi sento? Bene, sono contento di averlo scritto. Naturalmente sono grato al mio editore che lo ha pubblicato, dopo che ha riscosso tanta attenzione sui quotidiani.
E stato pubblicato per questo o nonostante questo?
No, si era gia deciso che questa storia sulla Serbia sarebbe uscita un paio di settimane dopo il pezzo sulla Suddeutsche Zeitung.
L idea di scrivere un libro e nata insieme alla sua decisione di intraprendere il viaggio?
Il viaggio volevo farlo comunque. Durante il viaggio, come ho sottolineato altrove, non ho preso appunti su quanto vedevo in Serbia. E stato durante il viaggio di ritorno, lasciata la Serbia, mentre guidavo attraverso l Ungheria verso Ovest, attraverso l Austria e la Germania, che gradualmente mi sono reso conto del contrasto tra i vari paesi, ed ho sentito che bisognava scrivere qualcosa sulla Serbia. In questi anni non mi era mai accaduto. Cosi , l idea del libro mi e venuta durante il viaggio di ritorno.
Qual e stato il fattore decisivo?
Come ho detto, tutte le storie che ho letto riguardanti la guerra sono state scritte come di fronte ad uno specchio. Io volevo arrivare al di la dello specchio. Non si e mai scritto niente sulla Serbia in quanto paese [durante la guerra]. Un unica volta ho trovato qualche cosa su Belgrado, ma sempre frammista ad una marea di cliche: e tutto grigio, nessuno vuole parlare, l opposizione e debole, i feriti di guerra non hanno modo di ritornare a casa, ecc. ecc. Ogni reportage era lo stesso, e sempre Belgrado...Pensai che mi sarebbe piaciuto andare in Serbia, ma fuori, in campagna. Volevo farlo, dovevo andare nella Bosnia martoriata dalla guerra, ma non come la gran parte dei giornalisti. Loro arrivavano sempre da Ovest. Io volevo arrivare in Bosnia dalla parte opposta, dall Est, attraverso la Serbia e passando la Drina, il fiume che segna il confine con la Bosnia. Ecco il mio piano di viaggio. Nessuno lo aveva fatto in tutti e cinque Gli anni di guerra.
Si sentiva adirato... per questi reportage dei media?
Si. All inizio credevo ai reportage, ma sentivo che non c era equilibrio. Continuavo a sentire lo stesso giro di frasi, la stessa contorsione grammaticale e nella scelta dei vocaboli... Sentivo che o non poteva essere, oppure, se e , allora ognuno - che sia giornalista o scrittore - almeno ha il dovere di considerare l altra parte senza fare un processo.
Una volta un giornalista ha scritto: se osservi dalla torre d avorio, allora e tutto uguale.
Beh, per me non e tutto uguale, perche io da sempre mi sento vicino alla Jugoslavia, e stato cosi per tutta la mia vita, a cominciare dai miei avi, che erano slavi, della Slovenia, o meglio della minoranza slovena che si trova in Carinzia, da parte di mia madre. In secondo luogo, per me la Jugoslavia era l Europa. Io ci andavo, anche a piedi, non solo in autobus o in macchina o in aereoplano. La Jugoslavia, per quanto frammentata sia potuta essere, era il modello per l Europa del futuro. Non l Europa come e adesso, la nostra Europa in un certo senso artificiale, con le sue zone di libero scambio, ma un posto in cui nazionalita diverse vivono mischiate l una con l altra, specialmente come facevano i giovani in Jugoslavia, anche dopo la morte di Tito. Ecco, penso che quella sia l Europa, per come io la vorrei. Percio , in me l immagine dell Europa e stata distrutta con la distruzione della Jugoslavia.
Questa immagine dell Europa... multiculturale, multietnica... [confuso]?
Si, certo, cosi . Ma non sopporto piu la parola multi-culturale. E stata una scusa disonesta per far nascere dal nulla uno stato musulmano in Bosnia. Non posso accettarla, se la parola e applicata a Sarajevo. Se invece ci si riferisce alla vecchia Jugoslavia, dove le nazionalita vivevano insieme, l una con l altra, eppur autonomamente, allora posso accettare le parole multi-etnica e multi-culturale - non, tuttavia, se ci si riferisce alla Bosnia. Per me creare uno Stato da quella che era una regione, una pura unita amministrativa - e questa era la Bosnia nella vecchia Jugoslavia - e stata una infamia. La Bosnia non aveva mai costituito uno Stato sovrano. Per me, creare Stati autonomi in Slovenia, Croazia e Bosnia-Erzegovina e stato proprio come fabbricare delle menzogne storiche. All inizio credevo anch io a tutto il discorso sulla liberta ed i suoi paladini, in lotta contro il panzer-comunismo per la multietnicita ... All inizio ci credevo. Ma adesso non credo piu ad una sola parola di tutto cio .
Come spiega che gli sloveni ed i croati abbiano improvvisamente voluto i loro Stati nazionali?
Era un momento opportuno. Io non sono un commentatore politico e non lo saro mai. Era un momento favorevole, dopo la morte di Tito, un momento in cui ognuno ha potuto scapicollarsi ad afferrare quanto piu poteva per se stesso.
E stato scritto troppo poco su quello che ha fatto Hitler, insieme con la Chiesa Cattolica, nei Balcani. Anche la Chiesa Cattolica e stata terribilmente dannosa in Croazia, a tutti gli effetti fondamentalista e distruttiva - forse in misura solo un po minore in Slovenia. E sui crimini commessi in Croazia durante la Seconda Guerra Mondiale dalla Chiesa Cattolica e dal nazismo, dal nazionalismo... C era il campo di concentramento di Jasenovac, dove sono stati eliminati tra i seicentomila e gli ottocentomila serbi, ebrei, ed anche musulmani. Questo ha portato alla rivalsa degli uomini di Tito per i crimini del regime degli ustascia in Croazia e dei domobranci in Slovenia. Ci sono state deportazioni, spesso ingiustificate, dalla Croazia e dalla Slovenia verso tutta l Europa, in Argentina, ed anche in America.
Il terreno di coltura in cui si sono poste le basi per la distruzione della Jugoslavia e la Croazia, con la sua ignota storia nazi-cattolica della Seconda Guerra Mondiale, ed anche prima. Noi europei, e tutto il mondo attorno, sappiamo troppo poco di tutto questo. E proprio mentre la storia degli ebrei prima e durante la Seconda Guerra Mondiale viene esaminata e chiarita, come ho detto nel mio libro, adesso e necessario portare alla luce tutto quello che ha fatto il fascismo durante la Seconda Guerra mondiale in Jugoslavia, ed il suo Olocausto degli ebrei.
A piu riprese sentiamo pronunciare la parola Jasenovac. Questo per i serbi e un trauma. La guerra attuale, nonostante il lungo intervallo di tempo intercorso, e in fondo una continuazione di quella di 40 anni fa?
Si, e una metamorfosi, anzi: una metastasi, come si dice per il cancro. E una continuazione della Seconda Guerra Mondiale. E significativo che, mentre i Croati conquistavano l area di Jasenovac [di nuovo il primo maggio 1995, dopo le distruzioni del 1991; n.d.crj], abbiano distrutto ogni monumento a chi li fu ucciso. Il campo di Jasenovac - in quanto monumento - e stato distrutto di nuovo quest anno [1996]. E significativo. Ecco che cosa mi ha portato a scrivere.
Il suo libro non e proprio politico, oppure si?
Che vuol dire politico? Il mio libro tratta dei problemi. Racconta dei problemi, i problemi che ha un lettore di quotidiani a capire. Parla dei problemi di un lettore di storia. Parla dei problemi di visuale di uno che osserva una foto, i problemi di uno spettatore televisivo. Parla inoltre dei problemi di come un lettore distante, come me, come quasi tutti noi, come veda, come legga i reportage di guerra. La critica e rivolta alle strutture. Uno critica le forme estetiche della tecnica di ripresa, della grammatica, dell arte dell inviato di guerra. Al mio libro vengono rivolte critiche di cecita estetica. La politica e la poetica si fondono nel mio libro.
E perche lei afferma che tanto il politico quanto il poetico sono presenti nella sua storia sulla Serbia.
Non c e contraddizione.
C e una frase nel suo libro: Wilhelm, non farti instupidire dal tuo afflato poetico verso il mondo.
Io ci ho messo tanto prima che il mio sentimento per il mondo divenisse sentimento poetico, un sentimento delle piccole cose, un sentire i pars pro toto. Io credo che nei piccoli fenomeni si possa intravedere un grande affresco. E un metodo induttivo (...). Mi piace partire dal fenomeno piccolo e vedere dove riesco ad arrivare. Naturalmente voglio andare il piu lontano possibile. Questo e il processo induttivo, o poetico.
Anche Peter Handke puo essere tratto in inganno talvolta dal suo senso poetico per il mondo? A questo ha pensato qualche volta, o no?
No, non posso esserlo. Se e inganno allora e , come si dice, un metodo del tipo prova e sbaglia : uno impara dai propri errori. Ecco il mio atteggiamento di base quando scrivo delle cose del mondo. Sbagliando mi rendo conto di cosa non andava. Non posso affermare in anticipo che quello che scrivo e la verita , ma facendo un errore capisco come puo essere la verita . E tutto qui il mio lavoro di narratore.
C e un altra frase: Se solo la dimensione poetica e quella politica potessero essere una ed una sola... In questo libro lo sono solo parzialmente?
Io penso che non siamo molto lontani da una sintesi ideale tra la dimensione storica, quella politica e quella poetica, proprio come tre percorsi separati che si riuniscono formando una specie di radura dentro ad un bosco, il bosco della storia. Non sono molto lontano da questo.
Cito ancora: Quella sarebbe la fine della nostalgia, e la fine del mondo. E lei ha detto da qualche parte di non sapere, dopo la pubblicazione del libro, se non tornera mai a scrivere qualcosa.
E assurdo. Questo e quello che hanno scritto di me solo come per reagire al mio libro sulla Serbia. In primo luogo, vogliono reagire proprio contro la mia impudenza per aver scritto questa storia. (...) [Qui inizia un lungo scambio di battute di argomento letterario che poco hanno a che vedere con il problema della Serbia]
Lei ha affermato che l osservazione vale di piu dell immaginazione quando si scrive.
Per quanto riguarda i libri, in altre parole la letteratura - in una parola, la scrittura - io non sono un amante del fantastico. A questo riguardo uno scrittore svizzero, Ludwig Hohl, ha detto che la fantasia e una evocazione degli oggetti che ti sono di fronte, come un tavolo, una pietra, l occhio di un altra persona. Tutto questo acquista significato e senso improvvisamente. (...)
Immagino che il suo libro ha provocato una tale opposizione in Germania ed in Austria soprattutto perche mette in discussione due dogmi assolutamente essenziali della politica occidentale. Il primo e la questione dell aggressore: esiste un aggressore?
Non per come e stato rappresentato. Ecco ripresentarsi il problema dell autorita . La Repubblica di Croazia [come ex-unita amministrativa della SFRJ] diventa uno Stato. Di essa e stato arbitrariamente fatto uno Stato sovrano con poteri costituzionali, ma questo su di un territorio abitato da 600mila persone di un altra nazionalita . Prima della Seconda Guerra Mondiale, prima del regime ustasha di Pavelic , li abitavano un milione di serbi. Persino adesso [all inizio della guerra] in Croazia vivevano circa 400mila serbi. Almeno un quinto della popolazione apparteneva ad un altra nazione. Sotto la costituzione croata questi sono diventati cittadini di seconda classe, una minoranza. Si era ritenuto che questi fossero d accordo ad essere trattati come cittadini di seconda classe. Ecco la questione che ho sollevato nel mio libro: come si puo creare uno Stato laddove esiste una minoranza cosi forte, considerevole, appartenente ad un altra nazionalita ? Non si puo considerare un aggressione questa? Non puo uno difendere la sua nazione di fronte a cio ? Non c e modo di confutare il fatto che questa e un aggressione contro l altra nazionalita [da parte del nuovo Stato].
Ma tutto questo non e un po troppo in bianco-e-nero, come i bambini che strillano hai cominciato tu, hai cominciato tu!?
Questo e proprio quanto affermo nel mio libro. Posso difendere me stesso in base a quanto ho scritto. Naturalmente io ho le mie opinioni e le mie convinzioni, ma quello che ho scritto non ha niente a che fare con esse: ha a che fare esclusivamente con questioni basilari. La mia espressione migliore per questo e la seguente: si tratta di raccontare una storia, per come essa e , come ho fatto sempre nella mia letteratura sin da quando cominciai a scrivere. Non ho mai lasciato trapelare le mie opinioni. Ecco perche trovo incredibile questa esplosione di odio ed astio contro il mio libricino, soprattutto in Germania.
Lei sarebbe disposto ad allungare il collo tanto da affermare che gli aggressori non si sa chi siano, ma certamente non sono i serbi?
Non sono loro gli aggressori. E precisamente cosi . Le cose possono e devono essere viste diversamente. E quello che chiedo nel mio libro.
Il secondo dogma: lei riflette su Srebrenica e si pone degli interrogativi su questo [seconda cassetta] (...)
Come per Srebrenica, dove il massacro e stato commesso subito prima della fine, nel giugno-luglio 1995, io mi chiedo: perche [sarebbe successo]?. Per fini argomentativi, diciamo ch io non mettero in dubbio i fatti nemmeno per un attimo. Non sono competente per dare giudizi... Ma gli altri dovrebbero avere dei dubbi sui fatti, visto che la storia del massacro e stata rivenduta per cinque volte su tutta la stampa mondiale. Finora nessuno ha provato che siano state ammazzate tra le tre e le ottomila persone. Non e stato provato. - Pero , chiedo io, se dopo tre anni di spargimento di sangue e potuta accadere una cosa del genere, perche . Come si e potuto verificare li un massacro di 3-8mila uomini musulmani. Perche questo? E perche si leggono di nuovo e di nuovo interventi su quel fatto? Dal giugno 1995 la storia del massacro e stata riciclata quattro o cinque o sei volte nella stampa mondiale. Nell autunno ci sono state delle copertine sul Time, sul Nouvel Observateur, sullo Spiegel e cosi via. Di nuovo e di nuovo, in primavera, in autunno... Vengono mostrate fotografie aeree di zone dove, si dice, sarebbero situate delle fosse comuni. Da una fotografia satellitare ricavano che un bulldozer avrebbe dilaniato i cadaveri. Ma anche assumendo, a soli fini argomentativi, che tutto questo sia accaduto, perche , chiedo io, dopo tre anni, mentre tutti erano cosi stanchi di ammazzare, sarebbe dovuta o potuta accadere una cosa del genere? Io mi chiedo perche il generale Mladic avrebbe potuto far saltare in aria tutta quella gente. Ecco cosa mi chiedo. Sarebbe bene che uno storico, od un giornalista, sollevasse questa questione - perche ?
Qui ho ascoltato due cose, il perche ? e ...
Quel perche sta nel mio libro. Io chiedo perche ?.
Ha una risposta?...
Alcuni serbi della regione mi hanno detto - ed io non so se questo corrisponde a verita , mi limito a riferire quanto mi hanno detto - mi hanno detto che i villaggi attorno a Srebrenica furono attaccati dai musulmani. Srebrenica e una cittadina piccola, di modeste dimensioni, abitata da musulmani. I villaggi rurali che la circondano sono serbi. Laggiu , da tempo immemorabile, le citta sono musulmane ed i villaggi di campagna sono serbi. All inizio della guerra, contadini serbi furono fatti a pezzi da musulmani. La guerra e stata una guerra delle citta contro la campagna. Il comandante musulmano di Srebrenica era particolarmente portato a distruggere. Prima della caduta dell enclave questo comandante di Srebrenica, uno dei pochi musulmani sospettati di crimini di guerra, [Nasir] Oric, fu trasferito a Tuzla dal Comando Generale bosniaco-musulmano una settimana prima della caduta della citta . Nel frattempo costui ha aperto una discoteca a Tuzla. Bisogna chiedersi se questo tizio non sia uno dei profittatori di guerra.
Personalmente non ho informazioni dirette di prima mano, ma i miei amici serbi mi dicono che il massacro, se ha avuto luogo, e stato per rivalsa per tutti i villaggi serbi attorno a Srebrenica, distrutti [dai musulmani] in tre anni di guerra. E stata una rivalsa per le distruzioni e gli annientamenti, e sicuramente per i massacri attuati a danno dei serbi attorno a Sarajevo. Questo e cio che mi e stato raccontato.
E non la preoccupa il fatto ... [incomprensibile]
Per lo meno quella e una spiegazione, una spiegazione che non ho mai visto dare sulla stampa occidentale. Ho anche sentito che molti soldati musulmani che scappavano da Srebrenica non cercavano rifugio ad ovest, nella loro Bosnia musulmana, ma nel paese del nemico, al di la della Drina, all est... Cercavano la loro salvezza nella madrepatria dei serbi. Hanno attraversato la Drina su zattere e simili. Hanno attraversato la Drina verso est e tanti di loro li sono stati internati in campi di concentramento, dove certamente non venivano trattati bene, eppure sono sopravvissuti. Ora, bisogna che si chiarisca a quanti dei soldati musulmani in ritirata e stata garantita la liberta di transito. Pare chiaro che qualcuno ha attraversato la Drina per andare in Serbia e qualcun altro ha cercato di muoversi a nord-est di Srebrenica, per raggiungere il cuore della Bosnia musulmana. Io vorrei sapere quanti sono stati e che cosa e realmente successo loro.
E la disturbano le speculazioni su questa sofferenza?
Mi preoccupano molto.
E la preoccupa la manipolazione...
Inizialmente non la vedevo in questa maniera. Come molti altri ritenevo che l esercito dei serbi di Bosnia fosse un manipolo di meri assassini. Questo pensavo. Stazionando sulle alture strategiche attorno a Sarajevo, pensavo, questi potevano proprio giocare con la citta di Sarajevo. Era tremendo. Di nuovo e di nuovo un bambino colpito a morte sulla strada. Vedevi le foto, e sembrava giustificato il paragone con i peggiori crimini di questo secolo. Nel frattempo ho cambiato opinione.
Hans Koschnick, amministratore della citta di Mostar, ha detto bene quando ha affermato che la creazione di una Bosnia-Erzegovina dominata dai musulmani e dalla quale i serbi erano esclusi comportava un terribile vuoto di potere. Perche la Bosnia e un paese montagnoso, fatto di villaggi isolati che si susseguono. Qualcuno come Karadzic, o persino uno come il generale Mladic, non potrebbe assolutamente esercitare il potere dappertutto. Percio abbiamo creato a tutti gli effetti un sistema di bande, proprio secondo il vecchio stereotipo balcanico, che non e completamente errato. Ma questa idea del vuoto di potere, laddove la forza bruta riempie il vuoto, e solo una spiegazione. Tutti noi cerchiamo spiegazioni - e questa non mi sembra del tutto errata.

Trogir (Croazia), 1997: Jugonostalgicare U jamu (gli jugo-nostalgici nella fossa, con la U maiuscola secondo la grafia ustascia); Oj, Hrvati, Srbe cemo klati (oh, croati, massacreremo i serbi) - da Feral Tribune, settembre 1997

Nel suo libro si legge: Quasi tutti ritengono che la Jugoslavia non risorgera per i prossimi cento anni. Risorgera o no?
Credo che non possa essere altrimenti. Risorgera . E l unica cosa sensata. Guardiamo l economia, la geografia - i fiumi, le catene montuose. La storia comune dopo il 1918 non e stata poi cosi malvagia. C e stato il Regno di Jugoslavia, c e stata la Jugoslavia comunista dei partigiani di Tito.
Con il 1980 il comunismo finisce. Per me quello e stato un fatto dal sapore quasi religioso. A differenza di molti Stati europei, la Jugoslavia era un modello per tutta l Europa. Essa non puo restare spezzettata, a dispetto di questi poteri occulti, come la Chiesa Cattolica. La Chiesa Cattolica ha un potere incredibile - io stesso sono cattolico e tale voglio restare per tutta la vita. - Ma nei Balcani la Chiesa Cattolica pratica le conversioni. Questa e l essenza della Chiesa Cattolica, il proselitismo: qualcosa che la Chiesa serbo-ortodossa non ha mai fatto. A parte le uccisioni a danno dei serbi, durante la seconda Guerra mondiale ci sono state ripetutamente conversioni forzate, violente di Serbi da parte dei cattolici. In molte epoche della storia la Chiesa e stata accusata di questo. Cosi , finche ci sara il nazionalismo ed una chiesa militante, non si potra far rinascere la Jugoslavia.
Quali sono le cose che l hanno colpita in particolare?
Ho chiesto qualcosa sulla leggenda del Memorandum dell Accademia Serba delle Scienze del 1986, come racconto nel mio libro. Si dice che nel libro si sostiene che ovunque nel mondo abiti un serbo, li c e uno Stato serbo. Questo diventa poco a poco un mito del back stab [pugnalata alla schiena] [come la teoria della pugnalata relativa alla sconfitta tedesca nella seconda Guerra Mondiale, ndt]. Ma personalmente ritengo che questo Memorandum non sia nulla in confronto con le molteplici attivita dei desperados e degli agit-prop croati, e forse anche rispetto a quelli della diaspora - in Germania, America, Argentina, Italia, qualcuno di meno in Francia, eppure anche li -, forse anche in buona fede. E un fenomeno molto piu massiccio e con caratteri di militanza. C e stato un vero movimento per la Grande Croazia. Il Memorandum dell Accademia Serba delle Scienze del 1986, consistente di pochi paragrafi neanche ben articolati, e stato usato come un coltello affilato contro la gente serba. Contemporaneamente io ho smesso di credere alle storielle sulla Grande Serbia. Eppure c e molta piu evidenza dell esistenza di una ideologia della Grande Croazia che di quella della Grande Serbia. L ideologia della Grande Croazia era e rimane un fatto.

Belgrado (Serbia/RFJ), 1997: allo svincolo autostradale di Novi Beograd, sul vecchio cartello (ancora non rimosso) che indica la direzione per Zagabria qualcuno ha imbrattato il nome della citta affiancandolo ad una svastica, ed ha scritto la parola Izdaja (tradimento) - foto CRJ, agosto 1997

Le persone generalmente hanno percezione del mondo attraverso i media - televisione, giornali...
Anche io.
E cosi tutti quelli che non vanno in loco
Ma anche se uno va in loco, ci va con gli interpreti, per cui io non credo necessariamente nell evidenza che uno trae solo dall essere stato in un posto. Molti giornalisti possono rimediare a questo quando usano gli interpreti, ma e molto raro che ci riescano. La maggior parte dei giornalisti occidentali prendono un interprete che parli inglese o tedesco. Dove lo prendono? Cosa gli racconta poi quell interprete? Dove li porta? Prima di tutto, i giornalisti di solito non capiscono l idioma locale. Non sanno leggere l alfabeto cirillico e non hanno la minima idea, per tacere poi di conoscenze reali, su cosa fosse la Jugoslavia prima dello scoppio della guerra. Vengono sempre portati dove sono le vittime o in base ad accordi, o in base a notizie giornalistiche. Tutti sono stati a Sarajevo. Questo ha sempre destato dei sospetti in me, a parte tutto.
Sente che sarebbe stato strumentalizzato, depistato, ingannato?
Molti giornalisti, della cui bravura non ho dubbi, sono stati nuetzliche Idioten [useful idiots, nelle parole di Lenin] nelle mani dei due regimi che si sono dichiarati prime vittime, cioe quello croato e quello dei musulmani di Bosnia.
Lei personalmente che esperienza ha avuto dei serbi? Sono un popolo intollerante, privo di interesse per le altre culture?
Questa e una delle bugie peggiori e piu mostruose. Quasi degna di Goebbels. Cio che si dice sul conto dei serbi e falso. Io credo che non si tratti solo della mia esperienza personale, ma di chiunque abbia avuto a che fare con la cultura serba e con la gente serba. Se c e un popolo nei Balcani aperto sia all Est che all Ovest, al Sud o semplicemente che ha una qualche sensibilita nei confronti del resto del mondo, questo e in Serbia, non certo in Croazia ne in Slovenia. Dov e che si possono trovare libri provenienti dal mondo intero, oggi come ieri, pubblicati e tradotti? In Serbia. Molto di meno in Croazia, ed ancor meno in Slovenia. La Serbia posso raccomandarla entusiasticamente a chiunque si interroghi su come puo essere un paese. Un paese di fiumi, che altro puo essere un paese situato lontano dal mare? Naturalmente, la Serbia e svantaggiata nella visuale dei media se la confrontiamo con la Croazia - Dubrovnik, Spalato, Zara... Ma a parte queste citta incantevoli sull Adriatico, la Croazia e un paese che si estende interamente all interno, quasi sconosciuto al viaggiatore o al turista... Ma la Serbia, direi, e un paese caldo... Nella sua storia la Serbia e stata sempre tollerante. Nella seconda Guerra Mondiale se c era un paese che accettava gli ebrei, che li proteggeva, che li ospitava nelle sue case, questo non era la Croazia, ne la Slovenia, ma la Serbia. La Serbia fu l unico paese filosemita nei Balcani, insieme alla Grecia - benche la Grecia, a voler essere precisi, non e Balcani... Quello che e stato fatto al popolo serbo ed alle sue terre negli ultimi cinque anni e una enorme ingiustizia. E una ingiustizia da urlare fino al cielo il fatto che si sia paragonata la Serbia alla Germania nazista. Ma qual era lo slogan durante la guerra civile spagnola? - no pasaran!, non passeranno. Ecco, non potranno continuare cosi per sempre.
Cosa pensa delle illazioni sugli interventi militari occidentali contro i serbi?
Le trovo oscene. Disgraziatamente, il governo francese e quello britannico, che inizialmente mostravano scetticismo sulla propaganda anti-serba, sono sprofondati in tutto questo agitar di braccia e questa violenta propaganda anti-serba. La Francia e la Gran Bretagna hanno preso parte a questo terribile affare della NATO contro Pale, con giustificazioni da santarellini. Percio non mi sarei sorpreso se alla fine, per costringere alla pace, avessero bombardato Belgrado per la terza volta in questo secolo. Prima furono i nazisti, poi gli inglesi e gli americani, a distruggere Belgrado di nuovo nel gennaio del 1944. Ed anche stavolta probabilmente a Belgrado ci sono andati vicino.
...Kinkel affermo che gli aggressori serbi dovevano essere messi in ginocchio. Questa per lei e arroganza ed infamia. Cosa si sente di dire?
Se uno come Klaus Kinkel dice una cosa del genere, beh secondo me si tratta di una persona che e priva di ginocchia, che non sa cosa siano le ginocchia, che ha soltanto trampoli o forse una baionetta al posto della gamba. Nessuno dovrebbe parlare in quella maniera, eppure stanno succedendo un sacco di cose nella politica e nella pubblica opinione tedesca... Io credo che il mio libro abbia portato un soffio d aria fresca.
Lei e austriaco, e anche l Austria ha giocato un ruolo significativo con gli interventi del Ministro degli Esteri Alois Mock. Egli e stato uno dei primi a riconoscere Slovenia e Croazia, e quindi a demolire il paese. Ma almeno egli si e mosso dalla sua scrivania.
Io conosco appena l ex Ministro degli Esteri austriaco. Ma credo di poter dire che egli e un convinto antifascista, poiche egli proviene, come una volta mi disse, dalla regione del campo di concentramento di Mathausen. Egli ha passato li un infanzia e un adolescenza scioccante. Non credo che abbia fatto cio cercando qualche rivincita. Il regime austriaco e piu meritevole di biasimo. Piu o meno consapevolmente noi rimproveriamo ai serbi, collettivamente, di aver fatto crollare l impero asburgico. Il popolo austriaco, ovviamente non tutto, ancora mantiene un grande odio per l assassino di Sarajevo, Gavrilo Princip. Gli austriaci sono convinti che egli fu mandato li dal governo serbo e dallo stato serbo. Essi incolpano i serbi di aver ridotto l Austria a un paese cosi piccolo. Per me questo e un evidente atavismo (...). Per quanto mi concerne, Alois Mock non e personalmente responsabile per il riconoscimento di Slovenia e Croazia.
Questo diritto all autodeterminazione veniva sbandierato da tutti, ma non l ho mai sentito applicato ai serbi.
Questo e il massimo dell assurdo. La nazione serba in Croazia e il 35% dei serbi in Bosnia Erzegovina: nessuno ha riconosciuto per loro il diritto all autodeterminazione. Dove sta la giustizia? Ci sono un mucchio di chiacchiere ipocrite sul diritto alla autodeterminazione nazionale. Ma queste nazioni, i croati e gli sloveni, credo, se ne era gia andate via dallo stato Jugoslavo. Specialmente nei dieci anni dopo la morte di Tito, esse non si sono mai lamentate di maltrattamenti o di essere svantaggiate sotto il governo federale di Belgrado. I loro (recenti) reclami per questi motivi, sono delle bugie provate storicamente. I croati e gli sloveni, al contrario, hanno ricevuto trattamenti privilegiati, economicamente, per quanto riguarda il commercio con il Mediterraneo, e per il turismo, e altro. Il loro cattolicesimo li ha collegati di piu all Europa di quanto non sia stato per gli ortodossi.
Ha notato che i serbi, per anni, hanno lasciato in pace il ponte, ma che i croati lo hanno fatto saltare in aria?
Certo, a Mostar, e stata una evidente pazzia.
Ha qualche spiegazione per questo fatto? se i serbi avessero ridotto il ponte di Mostar a pezzi, allora avremmo letto articoli su questo sui giornali, un giorno e si e un giorno no? ... Si puo dire che i serbi hanno piu rispetto per la cultura e i suoi tesori, come Dubrovnik, dei croati?
Questo puo avere a che fare con il vuoto di potere. Io non mi considero competente e autorizzato a dire che l esercito croato porta delle responsabilita per la distruzione del ponte, ma apparentemente non c erano vuoti di potere, la . Ancora: non mi piace speculare.
La Germania ha un grande interesse per il diritto all autodeterminazione, specialmente di Slovenia e Croazia. Sospetta che ci sia sotto un altro motivo?
Sospetto? Che cosa potrebbe essere piu chiaro di cosi! Temo che sia la solita lezione amara della storia per cui accade sempre quando la Germania si espande. Non c e sempre bisogno di un piano dietro a cio . Io credo che questo avviene attraverso il magnetismo economico. I negoziati politici vengono fatti sempre attraverso il potere economico. Non credo che avvenga nell altro modo, cioe che la politica venga prima.
Quale puo essere l interesse della Germania nella dissoluzione della Jugoslavia?
Mi chiede troppo. Non mi piace parlare di politica. Ci sono libri che lei conosce, in cui si dice che i servizi segreti tedeschi hanno collaborato con il governo croato (jugoslavo) e hanno sistematicamente preparato il collasso della Jugoslavia. Anche prima della guerra, negli anni 80, ci sono documenti che azzardano tali sospetti. Ma come autore, io devo tenere la bocca chiusa.
Una volta, lei disse che la Germania aveva interesse ad avere dei piccoli stati lacche attorno ai suoi confini...
E vero. Dopo il crollo della Jugoslavia, sono stato spesso in Slovenia, che una volta era una delle regioni mie favorite, in parte per via dei miei antenati, mia madre e i fratelli di mia madre, che erano sloveni. Ci sono andato spesso, e ogni volta ho constatato... che lo stato [indipendente] di Slovenia veniva ridisegnato o come una provincia dell Austria o come una fonte di manodopera per la Germania. Anche le persone che si trovavano a capo della Repubblica di Slovenia, quando faceva parte della Jugoslavia, avevano piu presenza, piu potere, piu carisma come uomini di Stato di quanto ne abbiano adesso. La leadership della Slovenia e diventata un tirapiedi, come degli inservienti di teatro, e neanche cosi capaci, per servire Germania, Austria, e in qualche modo, anche l Italia. E questo e qualcosa che chiunque va li puo notare subito.
Con Tudjman hanno fatto male i calcoli...
Ora e prima della guerra, ho apprezzato molto alcuni articoli apparsi sul supplemento della domenica della Frankfurter Allgemeine Zeitung [FAZ - Gazzetta Generale di Francoforte, il principale quotidiano tedesco; n.d.crj]. Essi hanno sempre presentato la Slovenia in un modo che a me piaceva molto; per esempio c era una fotografia di una chiesa barocca in un campo di grano e cosi via. Mi piacevano questi articoli; non c era irredentismo, ma soltanto un soffermarsi sul paesaggio, sulle regioni, sulla vita di villaggio. Non si stava scrivendo la storia, la . Ma appena la guerra e iniziata, tutto questo ha avuto fine. Non lo notai sul momento, ma non sono da biasimare (...)
... Il sig. Reissmueller [editorialista della FAZ per le questioni internazionali, n.d.crj] e molto aggressivo...
Per me quell uomo e un criminale di guerra. Qualcuno dovrebbe raccogliere con precisione tutto quello che ha scritto, esaminarlo alla lettera. Lo farei molto rispettosamente. E trasparente incitamento alla guerra, come dicevano loro, un chiaro caso di odio etnico. Non c e niente di piu da dire.
Ho sentito delle storie di stupro. Su queste storie sono state fatte pochissime ricerche. Ma poi il parlamento tedesco ha tenuto una sessione speciale. Mi chiedo se non sia venuta prima l iniziativa politica e poi gli articoli e i commenti.
No, seppure strano, non penso sia stato cosi . Non e venuta prima la politica tedesca e poi la stampa. E stata la stampa tedesca, specialmente la stampa di destra, la Frankfurter Allgemeine Zeitung e i suoi giornalisti, che hanno fortemente influenzato la politica tedesca. E chiaro! E un fenomeno strano, questo immenso potere che oggi hanno i media e la stampa. Avevo ragione a dire, forse con durezza, che per quanto riguarda la Germania, la stampa, e in particolare il Frankfurter Allgemeine, costituisce il Quarto Reich. Esattamente come Viktor Klemperer, ebreo, ha di recente studiato il linguaggio del Terzo Reich, cosi oggi noi possiamo caratterizzare, in base al linguaggio, il Frankfurter Allgemeine come il linguaggio del Quarto Reich.
... e Reissmueller e il Goebbels del Quarto Reich.
Quello di Reissmueller e un misto di visionario piu Goebbels. Ma Reissmueller non ha il gergo sportivo di Goebbels. Egli parlava sempre come un pugile o un maratoneta. No e piu un misto tra un utopista e un boia. Questa gente dovrebbe essere portata davanti a un giudice e incriminata. [Essi richiedono] questo e quello; sarebbe meglio fare questo, oppure... Questo e il modo in uso nei Tribunali del popolo nazisti [Volksgericht]. Ricordiamoci di Mr. Roland Fleicher [avvocato nazista]. Anche se il confronto puo sembrare un po forzato, ogni epoca ha i suoi demonizzatori e nuove forme di maliziosita e disprezzo per l umanita e sempre nuove tecniche di travestimento. Al momento, le cose sono state camuffate per bene. La cosa peggiore e che gli affari del Quarto Reich non si fermano mai. Andra avanti fino alla fine del tempo. La stampa, un certo tipo di stampa, avra potere fino al Giudizio Universale. E a sua disposizione ha apparenze civilizzate. Un racconto di un testimone oculare funziona sempre. Notevole. Ho fatto una ricerca sulla grammatica e sulla struttura di questi racconti apparentemente obiettivi. Dallo stile grammaticale della prima frase, gia si capisce quale sara la conclusione. Pochi mesi fa sul New Yorker Magazine ho letto una storia ambientata a Tuzla. La guida dell autore vive la e naturalmente parla inglese. E andata ad una scuola americana. Si trovavano a Tripoli, in Libia... Questo giovane uomo che parla inglese, diventa cosi l eroe della storia. La prima frase dice: Harun - oppure Haris - subi la pulizia etnica giocando a carte con gli amici a Sarajevo. Questa e la prima frase, e, io penso, prima di tutto, che questa e pessima letteratura. In secondo luogo il taglio della storia diventa immediatamente trasparente. Terzo: e politicamente miope scrivere certe cose. E la cosa va avanti cosi per tutto l articolo.
Per me il modo come sono stati trattati i serbi, come popolo intero, e chiaramente il primo grande passo dei media verso il Quarto Reich.
... un breve chiarimento: In Austria, attualmente, circola l idea del Quarto Reich come una nuova edizione, se non una continuazione, del Terzo Reich. E questo quello che intende? oppure lei ha in mente in Quarto Reich come un quarto potere nello stato?
E una metastasi del Terzo Reich. Il Quarto Reich e proprio altrettanto pessimo come lo fu il Terzo. La sola differenza e che si nasconde sotto una superficie umana. Esso scatta per aiutare le vittime. Ma e altrettanto pessimo. E un altro cancro, che temo non sia curabile. Si diffonde soltanto.
Il sig. Levy e il sig. Finkielkraut, naturalmente l hanno attaccata...
Esatto. Ma loro non sono scrittori. Loro sono I nuovi filosofi. Non so perche siano stati chiamati nuovi o filosofi. C e stata un epoca all inizio della guerra in cui loro hanno avuto bisogno di me. Avevano bisogno di qualcuno che non fosse un filosofo, ma un autore, un autore riconosciuto che, al contrario di loro, avesse una qualche conoscenza della Jugoslavia. Dopo alcuni incontri con Finkielkraut e Bernard Henri Levy, mi fu chiaro che loro volessero soltanto usarmi. Ma appena presi le difese della Serbia, non mi vollero più vedere. Questo e un gruppo veramente poco comunicativo. E appartiene al Quarto Reich. Ci sono un sacco di soldi in ballo. E potere. In Francia i libri e i mezzi elettronici sono completamente controllati da una catena di gente come questa. Non si riesce più a far arrivare nessuna notizia. La stampa francese e la TV sono pressoche totalmente sotto il controllo di Bernard Henri Levy, così come di Finkielkraut. Alcune persone lo ridicolizzano, ma in virtù di tutti quegli indecenti, decorati, pessimi diari che lui [Levy] pubblica sulla guerra in Bosnia, nessuno lo attacca più. Non un singolo attacco. Prendono tutto come una buona letteratura. Tutto quello che basta fare e prendere un paio di frasi nel dizionario Robert s dei luoghi comuni. Il suo lavoro e sbagliato nei suoi punti di vista, e pieno di errori di grammatica. Da non credere. Ma nessuno fa niente. C e in giro un sacco di denaro, e di potere. Tutto questo mi fu chiaro dopo che mi incontrai un paio di volte con i nuovi filosofi. Decisi di non firmare nulla. E non sarei più andato ai loro incontri. Hanno usato questo fatto contro di me, ma e meglio così.
Questi signori Finkielkraut e Levy pero mi interessano. Potrebbero guadagnare soldi scrivendo altro, invece il primo elogia la democrazia di Tudjman, l altro dice che l Europa inizia a Sarajevo. Chi li ha ingaggiati?
Gli intellettuali (non intendendo niente di negativo) non sono a corto di denaro, oggigiorno. Percio non e il denaro che li spinge. E il potere, il potere più del denaro. Certamente denaro e potere sono strettamente connessi. Bernard Henri Levy, credo, non ha una spiegazione per la sua demonologia. E taciturno, ma ingannevole. Taciturno e ingannevole, malizioso. E una meraviglia speculare come il suo diario di Bosnia ci mostri una quadro in cui esiste un secondo potere, oltre a quello del governo, di Chirac, etc., un potere etico e morale. Questo e quello che lui immagina. Ma questa e la difficolta, poiche moralmente ed eticamente, lui e una papera morta. (Come noi diciamo in un proverbio austriaco, sotto il cane).
Una volta vidi una scena girata, penso, dalla TV tedesca, in cui Levy va al Centro Culturale Jugoslavo a Parigi, con un gruppo di suoi seguaci. A questo punto la donna che dirige il centro desidera chiudere l edificio. Lei rifiuta di passare la chiave agli intrusi. Levy e il suo assistente, prendono la chiave alla donna con la forza. Per due o tre minuti questa donna, abbastanza anziana, urla, grida: No, non voglio darvi la chiave, non vi appartiene. Non potete entrare qui.
Levy rimane li, proprio come il commissario comunista dei film di seconda categoria con il suo soprabito di pelle nero, e, sorridendo, osserva il suo amico mentre rigira e strappa la chiave dalle mani della donna. Questa immagine dovrebbe essere trasmessa dai notiziari della sera, per tutti i tre minuti, su ogni emittente TV del mondo per far vedere come questo autoproclamato difensore di Sarajevo e della Bosnia, si comporta con la gente di tutti i giorni. Mi piacerebbe che tutto il mondo lo guardasse.
E convinto che tutte queste persone che oggi fanno queste cose, potranno correggersi?
No, sarebbe troppo facile. E tragica, la storia della Jugoslavia, la storia dell Europa in questo secolo. Come la storia avviene e come la storia viene scritta, sono due cose unite insieme. Questa storia va insieme con la storia del popolo ebreo. Queste sono le due storie tragiche. E probabilmente non saranno corrette. Pensare in questo modo, che un giorno le cose potranno essere viste differentemente, penso, sarebbe un falso ottimismo. Questa gente non cambia. Con il loro linguaggio e le loro immagini hanno commesso così tanti crimini, crimini veri, contro la Jugoslavia. Ci sono crimini che possono solo essere perpetuati. Non c e via di ritorno.
Quale e stata la sua peggiore esperienza dopo la pubblicazione del libro? Ha ricevuto incoraggiamenti da qualcuno al di fuori della sua famiglia?
Non ho avuto nessuna brutta esperienza. Ci sono stati insulti e manifestazioni di odio verso di me nei media, specialmente nei tedeschi, austriaci e svizzeri, e anche francesi e spagnoli. Mi hanno colpito, ma come un personaggio di Kafka, li accetto, come se appartenessero alla storia.
...Posso incassare tutto quello che dicono di me, senza che mi colpiscano realmente...
La Frankfurter Allgemeine Zeitung (di destra) scrive del mio respirare l odore di sangue, di terra, di corpi e di guerra etc. E la Frankfurter Rundschau (di sinistra) dice che io passeggio sui corpi, con quello che scrivo. Questo mi colpisce. Ma quando vado indietro e passo al setaccio ogni frase che ho scritto, trovo, dopo tutto quello che viene detto e fatto, che io non ho scritto una sola frase che sottovaluti le vittime. Ognuna delle mie frasi, credo, e estetica, morale e giusta.
In Francia il mio libro uscira tra due mesi. E sono pressoche certo che la critica dira, come in Germania, che io ho macchiato il mio lavoro precedente con quello che ho scritto qui. Il mio unico traduttore in Francia, mi disse: Non osare pubblicare quella cosa, oppure farai kaputt da te stesso, o sarai la rovina di te stesso. Ma sono grato alla Gallimard che mi ha pubblicato il libro.
Reissmueller la bolla come profittatore di guerra.
Non credo di esserlo. Per la prima volta in 24 anni, ho dato una lettura pubblica del libro, in Austria e in Germania. E il piccolo guadagno che ho fatto l ho donato per aiutare le vittime. Il viaggio nella Serbia l ho pagato con i miei soldi, di tasca mia - biglietto aereo, albergo, cibo, tutto - Mi piacerebbe sapere se i giornalisti fanno la stessa cosa, se esiste un solo giornalista in tutto il mondo che abbia viaggiato nelle zone di guerra a proprie spese.
I media sono i più grandi profittatori di guerra. Chi li appoggia?
Molta, molta gente che io non conosco mi scrive, molti lettori. Essi dicono: almeno prendiamo una boccata di aria fresca. Almeno leggo qualcosa di diverso sulla guerra.
Nessun personaggio pubblico ha avuto la ventura di appoggiarla?
Nessuno, ma non ne ho bisogno.
Sarebbe potuto succedere che qualcuno dicesse: Bene, ci uniremo al movimento. Hai ragione. E impossibile avere questa opinione in Europa Occidentale?
E impossibile. E anche peggio del politically s-correct. E come un tabù. E come rompere un tabù o commettere un crimine contro la storia. E qualcosa che non deve essere fatto, non ora, almeno. Nel frattempo, prima del mio, sono apparsi altri libri, ma parzialmente nascosti alla visione pubblica. Altri ancora appariranno. Il giornalista Mira Becher, che probabilmente lei conosce, ha pubblicato una storia dei media in tutte le guerre degli ultimi 150 anni, cominciando con la guerra di Crimea e terminando con la guerra in Bosnia. L editore e la DTV. E un buon segno che questo libra esca con la DTV, poiche e un grande editore. Ma rimane da vedere se questo problema verra discusso sul serio. Finora ci sono stati uno o due casi di pensiero alternativo sulla guerra in Jugoslavia, ma nessuno ha raggiunto il pubblico. Anche l articolo di Bittermann, che avete pubblicato. Io non credo neanche che abbia attratto un gran numero di lettori. Il mio e stato il primo e potrebbe essere l ultimo libro sulla guerra in Jugoslavia. Potrebbe anche non essere mai letto, ma la parola e uscita, rivolta al popolo tedesco, al popolo austriaco - semmai esiste un popolo tedesco.
Cio che sento per strada e: Hai ragione. La gente dice: I serbi non dovrebbero essere trattati così. Una cosa, allora, e venuta fuori: i serbi non possono essere così. E anche se il libro non venisse letto, sara utile quando la gente in questo paese pensera: No, non possiamo più accettare questa roba. [L articolo viene presentato per provocare commenti, critiche e ricerche, sotto il fair use delle leggi sul copyright.]

Traduzione in italiano a cura del Coordinamento Romano per la Jugoslavia: http://www.altern.org/crj/
SAM10/04/1996 - Intervju: Peter
Handke - Zasto volim Srbe

SAM (stev001@pn.itnet.it) Wed, 10 Apr 1996 19:31:29 +0200
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INTERVJU br.377
ZASTO VOLIM SRBE: SIN SLOVENKE I NEMCA PETER HANDKE
SRAMOTA JE RASPIRIVATI MRZNJU

Esej najslavnijeg austrijskog pisca Petera
Handkea Pravda za Srbiju izazvao je lavinu
napada u nemackoj stampi koja se vec dokazala
u krajnje pristrasnom i neobjektivnom
prikazivanju dogadjaja iz najnovijeg balkanskog
rata. Zato se novinar Cajta VILI VINKLER
obratio samom Handkeu da objasni zasto je
postao advokat jedne odavno izgubljene stvari
Hamburg, 2. februara
Na pocetku svoje karijere 1966. godine kategoricno ste
izjavili: Kada pisem, ne interesuje me takozvana stvarnost.
Sta motivise coveka da ustane od pisaceg stola i otputuje u
Srbiju?
- Mislio sam da ne moze biti onako kako se stalno prica. Kao
sto se u vesternima covek otisne u zemlju o kojoj je cuo samo
lose glasine, pa ga bas zbog toga privlaci. On cuje da tamo
jedino ima korupcije, kurvi ili da se ubijaju.
On, dakle, ide u Tumbstoun...
- Zasto da ne. Toliko je svakodnevno ocrnjen da smo o njemu
stekli cudnu, mracnu sliku. Ne ja, vec deo moje svesti. Sve ove
godine uvek sam hteo da idem u Srbiju. Sada moram da idem
tamo, rekao sam svojoj zeni, to moram da vidim. Niko ne pise
o zemlji, kako ljudi zive tamo. Moja zena je rekla, ako ides
poci cu sa tobom. Vencali smo se u oktobru, a putovanje u
Srbiju je, iako zvuci apsurdno, nase svadbeno putovanje.
Andre Gliksman reagovao je na Vas putopis prilicno
ljutito:
Handke ima opsesiju i zato je prema drugima
zajedljiv.
- Ne znam sta ga je obuzelo. Izgledalo mi je debilno kako je
reagovao, kojom je brzinom reagovao. Neka prvo procita delo.
Vec prvog jutra posto je Zidojce cajtung
objavio prvi deo, list Korijere dela sera preneo je njegov
groznicavi odgovor.
Ta unapred smisljena dobronamernost - gospode, zasto da se
upustam u to? Ovi ljudi ne mogu biti ljudi mira. Svaka rec u
mom tekstu govori da je to tekst mira. Onaj ko to ne vidi, ne
ume da cita. Razumljivo je, kaze ovaj covek nedeljniku
Frajtag, kome bih za to zeleo da stisnem ruku, sto se ljudi u
Bosni medjusobno mrze. Ali, apsolutno je nepotrebno da nasi
intelektualci odlaze dole i ucestvuju u mrznji. Ja sigurno nisam
otisao tamo da bih ucestvovao u mrznji.
Strasno i od srca me je privlacilo da tu zemlju ne samo
posmatram i posebno osmotrim - vec da pustim da na mene
deluje ono sto tako prezreno stoji pred svetskom javnoscu. To
je bila polazisna tacka.
Ne postavljam pitanje sta se dogodilo na pijaci u Sarajevu.
Moje pitanje glasi: Sta se tu zaista dogodilo? Zeleo bih da
znam kao citalac novina, kao televizijski ucesnik: sta se
dogodilo sa Dubrovnikom? Da li je grad zaista unisten? Da li je
grad bombardovan ili je samo ispaljena pokoja granata? Zaista
bih zeleo da znam sta se zapravo dogadjalo kada je dva puta
pucano na pijacu u Sarajevu, kada se dogodila ta strasna
svinjarija. A, ko ce odgovoriti na pitanje o mitu velike Srbije?
Zeleo bih da znam, jer ja ne znam.
Nekada ste studirali pravo. Da li ste svojim putopisom
Pravda za Srbiju istupali kao advokat jedne izgubljene
stvari?
- Jedne gotovo izgubljene. Da, to je pledoaje. U svakom
slucaju nije bilo zamisljeno kao pamflet, vec kao pledoaje sa
mnogim pripovedackim elementima.
Govorite o nepristrasnom citaocu, ali on zapravo ne postoji.
On je nekoliko godina bombardovan vestima.
- To je tacno. Ako me je nesto nagonilo, onda je to bilo da
opstu pristrasnost, pa i svoju licnu, pretvorim u nesto manju
pristrasnost. Autor teksta u casopisu Frajtag napisao je da je
njegov sustinski stav prilikom citanja bila simpatija, olaksanje i
zabrinutost. Tako sam se i ja osecao kad sam se suocio sa
problemom Srbije. Osecao sam veliki jad i prilikom pisanja
postarao sam se za sopstveno osecanje olaksanja, a mozda i da
citaoci odahnu. Godinama sam sa sve vecim gnusanjem pratio
kako je postupao Frankfurter algemajne, pa i Spigl i
Mond. Istorija to nikada nece oprostiti ovim glasilima, pre
svega zbog nacina na koji su to cinili. Zeleo bih da to dopre u
svest. Cak i sada, posle zakljucivanja mira iz Dejtona, u
Frankfurter algamajne cajtungu bilo je izvestaja doticnog
novinara, koji je pisao izvestaj iz Zagreba ili kod Slovenaca, u
kojima se glasine jednostavno prenose u indikativu. To sto su
ova tri glasila ucinila jeste i ostaje zlocin. I to je neka vrsta
ratnog zlocina.
U svom putopisu pripovedate o jednom vozacu kamiona iz
Skoplja, sa kojim ste u Sloveniji razmenili poglede: Samo je
jedan fantomski bol sevnuo kroz vazduh, jedan ogroman, sa
sigurnoscu ne samo licni. Sta je prouzrokovalo ovaj
fantomski bol?
- Jugoslavija, ne Slovenija.
Vi pricate o fantomskom bolu, ali on od toga ne prolazi.
- Fantomski bol i dalje postoji, ali nisam sasvim siguran da li ce
i dalje imati taj intenzitet kao pre. Zan Pol Sartr je posle rata
posetio Kragujevac. To je industrijski grad sa oko 200.000
stanovnika. Tamo su Nemci za vreme rata uzeli gimnazijalce i
njihove profesore kao taoce i ubili ih. Sartr je osetio da je
citavu zemlju prekrio bol, da je cela Srbija bolna. Bol dolazi od
Nemaca i to se Nemcima mora urezati. Jos uvek je citava
Srbija prozeta bolom, to nije paranoja.
Vas tekst nije bas blag ili prijateljski.
- On svakako sadrzi i elemente pamfleta, to mi tako odgovara,
to spada u onu vrstu davanja podsticaja za razmisljanje tome
da gnev, u ovom slucaju moj, ne pocinje bas da se izliva, ali
raste. Bio sam potpuno priseban kada mi je poslo za rukom da
formulisem gnev. Iz besa, koji cesto osecam, uspeo sam da
uteknem u oblik gneva. Bes nema formu. Bes i gnev prilice
meni kao piscu, ali ne i mrznja. Cesto je u mom clanku o Srbiji
govor o mrznji, koju sam navodno osecao. Naravno da u tome
ima besa i gneva, ali to je pretoceno u igru recima.
Odakle ova neobicna ljubav prema Jugoslaviji?
- Ona potice iz sezdesetih godina. Na ostrvu Krk na Jadranu
napisao sam svoju prvu knjigu Strsljenovi. Jedan skolski
prijatelj i ja bili smo smesteni kod jednog ribara i ponekad smo
odlazili u bioskop u gradu, koji se takodje zvao Krk. Tu je bilo
jugoslovenske kokte, jednog slatkastog pica nalik koka-koli. U
bioskopu su imena americkih glumaca bila napisana onako
kako se izgovaraju. To nije bila Hrvatska, za mene je to bila
Jugoslavija.
Zaista je steta sto Jugoslavija onako kako sam je opisao u
Ponavljanju vise ne postoji. U Ponavljanju (objavljeno
1986) ispricano je kako je jedan
mladic, koji je dosao sa
severa, iz Austrije, i kome je druga zemlja tudja, pocetkom
sezdesetih godina doziveo Jugoslaviju: kao veliku zemlju. U
tome ima gotovo neceg dokumentarnog: vozovi, cekaonice sa
Titovim slikama, robne kuce. Od kada vise ne postoji
Jugoslavija, vec samo Slovenija, nemam vise tu siroku sliku.
Dakle, siroka zemlja pocinje juzno od Karavanki...
- ... koja se prostire od Jesenica dole do Ohridskog jezera i
zatim do Bitolja i Skoplja. Uopste nisam za velicinu, samo
jednostavno za divno prostranstvo.
Nikada se od Jugoslavije ne moze stvoriti zemlja pastira, ali se
ipak moze pripovedati sta je za jednog mladog coveka
subjektivno znacilo da pobegne iz Austrije, iz sarenila, u
cudnovato sivilo Jugoslavije: to nikada necu zaboraviti.
Ali, to je proslo.
- Pre cetiri i po godine bilo je neobicno doci u Austriju u
kontekstu onog kratkog rata u Sloveniji. Gotovo svi moji
prijatelji u Stajerskoj i Koruskoj bili su odusevljeni Slovencima
i time kako su se branili. Meni je sve to bilo sumnjivo. Obilazio
sam granice i gledao tragove tenkova.
Vi se zaista nadate da ce Vas putopis doprineti poboljsanju.
- Ja se tome ne nadam, ja sam u to siguran.
Zar u tome nema neceg misionarskog?
- Kada su u Spiglu, Frankfurter algemajne cajtungu i
Tagescajtungu objavljene te tri price protiv mene, mislio sam:
kako se to samo moze tako procitati? A, onda sam razmisljao:
moram ga javno citati. Prvi put posle
20 godina ponovo sam javno hteo da citam. Moja ideja je
takodje bila da posle Nemacke posetim jedan, dva austrijska
grada i nastavim put ka Ljubljani, Zagrebu, Beogradu, a mozda
i Sarajevu.
Pravo misionarsko putovanje kao Sveti Pavle.
- Ne znam bas. Prvo sam mislio da se mozda nece radovati, ali
ce reakcija generalno biti pozitivna. Kad su se onda pojavile
prve tri, cetiri reakcije, pozeleo sam da se tako nastavi. Cak i
Cajt isto tako treba da pise protiv mog teksta.
Kao novinski tekst Vas putopis je imitacija faktickog, sto se
svakodnevno odigrava u novinama. Vi ste prihvatili izazove,
otisli u Tumbstoun i izazvali negativca na njegovoj teritoriji,
u novinama.
- Nisam po svaku cenu hteo da krocim na neprijateljsku
teritoriju, veoma neizvesnu, gde lete zalutala zrna.
Na prvoj strani Kratkog pisma za dugo rastajanje (1972)
pise: Koliko mogu da se setim, kao da sam rodjen za
uzasavanje i plasenje. Cepanice su bile razbacane u sirokom
luku, jos uvek obasjane suncem, napolju u dvoristu, posto su
me pred americkim bombama odneli u kucu. Vi ste jos pod
utiskom Drugog svetskog rata?
- Ranije sam cesto mislio da je moje rano detinjstvo bilo pod
utiskom mnogih bekstava i putovanja tamo-amo iz jednog
ratnog podrucja u drugo, iz Koruske, gde je bilo relativno
mirno, nazad u Berlin, u Berlin s kraja rata. Ali, sta zna jedan
stranac?
Vi ste uvek istrazivali svest vezanu za svoja dva oca, koji su
obojica bili Nemci, obojica bili vojnici. Nije li logican
zakljucak da ste jos uvek zaokupljeni svojim ocem.
- Rado bih vam rekao da sam jos uvek zaokupljen svojim
ocem. To na zalost vise nije tako. Nedostaje mi traganje za
ocem.
Da li je rat sada ostao za Vama?
- On za mene nije proslost, naprotiv, veoma me zaokuplja.
Kad u Austriji srecem ljude, vrsnjake moja dva oca, veoma me
zaokuplja sto zapravo zivimo u zemlji
gubitnika i sto oni uopste ne mogu da imaju samopouzdanje,
kao mozda partizani u Titovoj Jugoslaviji. U Francuskoj se
pokazalo da mit o pokretu otpora stoji na staklenim nogama.
Austrijanci nemaju nista. Vecina uopste nije po svaku cenu
htela da ide u rat i njima je ukradena mladost. Oni nemaju sa
cim bi mogli da se identifikuju, niti sa sopstvenom niti sa
istorijom svoje zemlje. A, kad covek to ne moze, onda ocajava
ili postaje prilicno zao. Tako se austrijska zlovolja moze
razumeti, ali naravno ne i oprostiti. Ona potice iz gubitnistva i
prerasta u histeriju, koju lako moze da iskoristi neko poput
Hajdera.
Ali, Vi ste jos uvek Austrijanac.
- Naravno, ja sam Austrijanac.
Marsel Ophils Vas gotovo predstavlja kao Francuza. On
Vam u listu Tagescajtung prebacuje zbog isuvise velike
bliskosti sa francuskom vladom.
- To sam sa cudjenjem procitao. Nikada se nisam sreo sa
=46ransoa Miteranom. U Francuskoj je obicaj da se nova knjiga
salje mnogim ljudima. Ja to naravno nikada nisam cinio. Ali,
moj prevodilac Zorz Artur Goldsmit je svaki prevod moje
knjige slao Miteranu. Dva, tri puta sam onda dobijao pismo od
Miterana: Hvala na Vasoj posveti! Pri tom to uopste nije bila
moja posveta. Uvek sam bio malo besan. Utoliko mi je gotovo
laskalo sto gospodin Ophils, ciji film veoma cenim,
pretpostavlja da sam bio gost Jelisejske palate.
On kritikuje Handkea i njegove prijatelje u Jelisejskoj
palati.
- Ophils me ne plasi, ali me je gotovo strah za njega. On je
odlepio, mozda je to staracka senilnost. Napisao je Zani Moro
neku vrstu otvorenog faksa, koji je istovremeno poslao
filmskom casopisu Pozitiv, a verujem i listu Frankfurter
algemajne cajtung. Kada je pisao clanak za Tagescajtung
jos nije video film Podzemlje Emira Kusturice, ali je to u
medjuvremenu nadoknadio: Film je, kako pise, glup,
brutalan, strasno pretenciozan i umetnicki nula. Sto se tice
clanka vaseg drugara (to sam ja), draga Zana, on zasluzuje
prezrenje.
Kao Lik Rozencvajg i Peter Snajder, Ophils Vam prebacuje
da nemate postovanje za novinare koji rade u Sarajevu.
- Drug Peter Snajder. Sreli smo se samo jedanput i to je pre bi
se moglo reci bio prijateljski razgovor. On mi je tada pricao o
svom nacinu pisanja: uvek obuce strasno tesne farmerke da bi
se osecao lose, a po mogucnosti skida i kosulju i tako njegovo
pisanje postaje vitalno. Kada god citam njegove stvari vidim ga
pred sobom u tim tesnim farmerakama i sa nagim misicavim
torzom kako sedi pisuci svoja velika dela. Ja najradije nosim
siroke pantalone dok pisem.
Ali, zar nisu opravdane kritike da ne razmisljate o
novinarima koji su poginuli obavljajuci svoj poziv?
- Sta to znaci kada se nabroje svi ljudi koji su izgubili zivot u
ovom ratu u Jugoslaviji? Ili ako se pomene novinarka koja je
otkrila logor u Omarskoj? Tema mog clanka uopste nije bila
osporavanje hrabrosti novinarima, vec ukazivanje na ovo ili
ono iskrivljavanje i raskrinkavanje neopravdanog podsmeha i
neargumentovanih optuzbi.
Nisam a priori napao medije. Pohvala novinarima na popristu
isuvise se retko pominje: Nemam nista protiv novinara koji na
licu mesta obelodanjuje ili otkriva (ili jos bolje koji je umesan u
zbivanja na licu mesta i sa tamosnjim ljudima), zivela ova
druga vrsta novinara! Ali, vise ne zelim da citam da varvarski
Srbi piju sljivovicu, dok novinari uvece u hotelskom baru
takodje piju istu, samo mnogo bolju.
To sto jedan francuski novinar, koji je ranije izvestavao o =E0Tur
de frans=E0, bez poznavanja Jugoslavije odlazi tamo kada je izbio
rat i u jednom ratnom okrsaju biva tesko ranjen, nema nikakve
veze sa tim sto kritikujem nacin na koji sada opisuje Srbe iz
Sarajeva. Zato sto mirovnim sporazumom iz Dejtona sada
potpadaju pod vlast muslimanske drzave, oni na
transparentima postavljaju Da li nam je potreban novi Gavrilo
Princip? i novinar se podsmeva tome kao apsurdnosti. Samo
je o tome bilo reci.
Kada mi neko sada govori da je taj covek u ratu izgubio nogu -
verujem da ni samom Zanu Hacfeldu nije pravo kada se to sto
mu se dogodilo iskoriscava za placljivo sentimentalno naricanje
o hrabrim novinarima. Jedno nema nikakve veze sa drugim.
Ovaj tekst, kako kazete na kraju teksta, trebalo bi zapravo
zabraniti.
- Da, u tom smislu objavljujes taj tekst - sa skrbavim zubima
Srba, sa hladnocom, malim boljkama, a tamo u Tuzli, u
Srebrenici i Gorazdu vlada velika nevolja. A, onda ja kao pisac
gotovo klasicno navodim da nije u tome stvar. Najveci deo
kritika upucenih na racun moje price postala je bespredmetna
zbog mucnih razmisljanja, sa svescu o realnosti i slikama koje
se nizu, u koje sam sam sebe gurnuo.
Ko u opisu jednog obroka u zemlji pogodjenoj ratom vidi
pastoralu ili idilu, taj je budala, budala nesposobna da razume
procitano. Svaki pojedinacni opis odredjen je strahom, jadom i
saosecanjem.
Dakle, ipak plasenje i uzasavanje.
- Nikada me nije privlacilo da idem u Bosnu. Nije mi stalo da
vidim razorena mesta. U meni postoji sustinski strah da ponovo
vidim ono sto su ionako prenele televizijske slike. Kao sto me
nikada nije vuklo da posle pada zida odem u Berlin. To nije
moj nacin razmisljanja.
Medjutim, kritikuju da ste otisli u zaledje, dok specijalni
americki emisari otkrivaju masovne grobnice u Srebrenici.
- Sve manihejsko produzava veciti rat. To je jedna od
karakteristicnih novinarskih stvari sa kojom sam se suocio
posle mog clanka. Evo trece strane lista El pais od 24.
januara. Gore je fotografija koja prikazuje Srbe koji iskopavaju
sanduke iz grobova. Sve je vise dokaza o masakrima. Pre tri
meseca imali su cvrste dokaze, a i pre sest meseci su takodje
vec imali sasvim konkretne dokaze. A, sada su konacno pred
definitivnim razjasnjenjem. To je cudan nacin da se tretira ova
strasna prica. Ja sam hteo da ispricam to i nista drugo.
=46otografija sa iskopanim sandukom nema nikakve veze sa
izvestajem o komisiji. Sada govorim ovde kao jezicki
kriticar. Ovo ovde je stvarno nesto za Karla Krausa. Naime,
na istoj strani objavljen je treci tekst, komentar bivseg ratnog
dopisnika El paisa u Jugoslaviji uperen protiv mene:
Austrijski knjizevnik Peter
Handke napao je medjunarodne
medije. On je krenuo iz svog idilicnog prebivalista u Salzburgu
da bi otputovao u Srbiju. Dosao je do zakljucka da tako dobri i
gostoljubivi ljudi nikada ne mogu biti odgovorni za ove
masovne grobove. On onda pronalazi model militaristickih
intelektualaca kao sto sam ja u uzorima kao sto je Mefisto
Hajnrih (!) Mana. Po njegovom misljenju spadam medju ljude
koji su u ovom veku odobravali masovna ubistva.
Coveku se tada javljaju nedoumice: ako se o mom clanku, o
malim stvarima, izvestava tako iskrivljeno, sta li je onda taj
bivsi ratni dopisnik, koga sam uvek pazljivo citao, zaista video
u Bosni, kako je preneo cinjenice koje je tamo video?
List Frankfurter algemajne cajtung napao je Handkea,
navodno odusevljenog gradjanskim ratom, kao propagatora
krvi, zemlje i rata kao naslednika jednog Hermana Grima.
Vec sedam, osam godina posmatram kako u ovom
takozvanom tradicionalnom listu Frankfurter algemajne
cajtung vise ne postoji svest o tradiciji u pogledu na umetnike
kojima se bavi. Oni sede uz knjigu, a inace ne znaju nista osim
neodredjenih glasina, koje se, medjutim, stalno ponavljaju. Iz
glasina se onda pravi tvorevina, ali tradicija i savest vise ne
postoji. Kako bi se inace tamo o meni moglo govoriti kao o
nepolitickom autoru.
Novinar naprosto ne zna. Nije red da novinar koji se bavi
kulturom poseduje tako kaznjivo neznanje. Uopste ne
insistiram na tome da me neko oznaci kao politickog (autora).
On bi morao da zna da sam svojevremeno pisao o studentskim
procesima, o Valdhajmu ili o ulasku Rusa u Prag. Sada je ovaj
nemacki list uspeo da u onom navodno glavnom glasilu za
kulturu izazove potpuni raskol sa onih nekoliko autora sa
nemackog govornog podrucja, koji bi - u pozitivnom smislu! -
zasluzivali da budu progonjeni.

Antrfile:
Ne postavljam pitanje sta se dogodilo na pijaci u
Sarajevu. Moje pitanje glasi: Sta se tu zaista dogodilo?
Zeleo bih da znam kao citalac novina, kao televizijski
ucesnik: sta se dogodilo sa Dubrovnikom? Da li je grad
zaista unisten? Da li je grad bombardovan ili je samo
ispaljena pokoja granata? Zaista bih zeleo da znam sta se
zapravo dogadjalo kada je dva puta pucano na pijacu u
Sarajevu, kada se dogodila ta strasna svinjarija.

Nikada se od Jugoslavije ne moze stvoriti zemlja pastira,
ali se ipak moze pripovedati sta je za jednog mladog
coveka subjektivno znacilo da pobegne iz Austrije, iz
sarenila, u cudnovato sivilo Jugoslavije: to nikada necu
zaboraviti.









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Interview
Es muss weh tun
Peter Handke erklärt André Müller das Schöne, Slobodan Milosevic, die beharrliche Flüchtigkeit der Schwermut, das Shoppen und das Wahre.

Peter Handke
+ Peter Handke (ap)
Ein Interview mit Peter Handke ist eine Gratwanderung. Man würde sich ja gern mit dem Dichter über die erquickend abseitigen Feinheiten seiner Poesie, über die tiefen Empfindungen beim Aufspüren der treffenden Wörter oder auch über das Pilzesammeln, dem er mit Leidenschaft frönt, unterhalten. Doch seit er sich auf die Seite Slobodan Milosevics schlug, der seiner Verurteilung als Kriegsverbrecher nur durch vorzeitigen Tod entging, liegt über dem imposanten Werk dieses Sprachkünstlers ein es verdunkelnder Schatten.

"Setzen wir uns in den Garten", sagt er sanft, den Interviewer durch das blau gestrichene Tor einlassend, etwas zittrig schon, mit durchfurchtem Gesicht, ein gealterter Jüngling in Bluejeans, barfuß, sonnengebräunt. Seit sechzehn Jahren lebt er in dem Pariser Vorort Chaville, umgeben von lärmenden Nachbarn, unspektakulär, fast bescheiden. Die täglichen Wanderungen durch den angrenzenden Wald, der sich bis nach VersailIes erstreckt, beruhigen ihn.

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Er sei, erzählt er beim Rundgang durch das einstöckige Haus, zur serbisch-orthodoxen Kirche übergetreten. Manchmal besuche er den Gottesdienst in Paris. Stolz zeigt er dem Interviewer einen selbst gepflanzten Haselnußbaum, der das Dach überragt. In den Zimmern hat schon lang niemand mehr aufgeräumt. Seine zweite Ehefrau, die französische Schauspielerin Sophie Semin, wohnt mit der gemeinsamen Tochter Léocadie in der Innenstadt. "Wir telefonieren täglich", sagt Handke, "oder wir treffen uns zum Essen in einem Restaurant."

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Liebschaften? Schon lang nicht mehr. Der letzte Seitensprung (Katja Flint) liegt Jahre zurück. "Die Triebe lassen mit dem Alter nach, zum Glück." Handke stellt eine Karaffe mit Wasser, in das er eine Zitrone ausgepresst hat, auf den Tisch. Später wird Weißwein getrunken. Gelassen, fast heiter, lässt er sich, nachdem das Jugoslawien-Thema abgehakt ist, auf eine Plauderei über seinen alten "Feind" Marcel Reich-Ranicki ein, den Kritikerpapst, der ihn seit Jahrzehnten verreißt.

In der 1984 publizierten Erzählung "Die Lehre der Sainte-Victoire" hat ihn Handke mit einem Hund verglichen, dem der "Geifer" von den "Fangzähnen" tropft. Reich-Ranicki hat sich dadurch nicht nur verletzt, sondern an Leib und Leben bedroht gefühlt. Man kann das nachlesen (andremuller.com-puter.com). Die Sympathie des Dichters für den serbischen Diktator wird eine historische Fußnote bleiben. Sein mit den Waffen der Kunst geführter Krieg gegen den Kritiker geht in die Literaturgeschichte ein.

Peter Handke, 1942 in Griffen in Kärnten geboren, ist, seit 1966 in Frankfurt am Main sein Stück "Publikumsbeschimpfung" aufgeführt wurde, einer der beachtetsten Autoren im deutschen Sprachraum. Seine Theaterstücke, Erzählungen, Romane und Essays werden überall auf der Welt übersetzt und gelesen. Er hat Drehbücher geschrieben, Filme gedreht und übersetzt.

André Müller, geboren 1946 im brandenburgischen Michendorf, ist seit mehr als 30 Jahren berühmt für seine Interviews. Dieses ist sein zweites mit Peter Handke.

Vor zwanzig Jahren*) hatten Sie vor, Ihren Lebensabend in einem selbst erbauten Altersheim zu verbringen, mit Freunden Karten zu spielen und aus dem Fenster auf die jungen Mädchen zu schauen, die draußen vorbeigehen.

Dafür ist es vielleicht noch zu früh.

Sie werden im Dezember fünfundsechzig.
Ja, man fühlt sich... Wie heißt das? Befristet. Das Alter macht doch zunehmend Bedenken. Ich weiß nicht, ob das so heiter wird, wie ich es mir vorgestellt habe.

Für viele sind Sie, seit Sie sich für den als Kriegsverbrecher angeklagten jugoslawischen Präsidenten Milosevic eingesetzt haben, ein Hassobjekt.

Ich habe gefürchtet, daß Sie damit anfangen werden.

Die Leute weichen Ihnen auf der Straße aus.

Das war eine Zeitlang so, ja. Ich habe auch Schmähbriefe bekommen und Briefe von Buchhändlern, die mir schrieben, daß sie meine Bücher nun nie mehr verkaufen werden. Aber ich beklage mich nicht. Ich finde es seltsam. Aber ich habe mich nicht als Ausgestoßener gefühlt. Ich habe gedacht, so gehört es sich.

Wurden Sie auch körperlich attackiert?

Auf meiner letzten Lesereise wartete vor dem Frankfurter Schauspielhaus eine Truppe Bosnier, die man zum Protestieren da hingekarrt hatte, mit Särgen auf mich. Mein Lektor sagte: Geh da nicht hin! Ich bin trotzdem hingegangen und habe denen gesagt, sie sollen mir ihre Adressen geben, ich würde sie gern mal besuchen. Da waren die ganz verdattert.

In einem Interview mit der kroatischen Wochenzeitung "Globus" haben Sie angekündigt, Sie wollten einen Roman über Milosevic schreiben.

Unsinn!

Zur seiner Beerdigung in Pozarevac seien Sie gefahren, um sich von der Atmosphäre des Ortes, in dem er geboren wurde, inspirieren zu lassen.

Totaler Blödsinn! Das ganze Interview war erfunden. Es war eine Reporterin hier, eine ganz hübsche, die fragte gleich zu Beginn, wie ich damit einverstanden sein könnte, daß Dubrovnik zerstört worden sei. Aber Dubrovnik wurde nicht zerstört. Nur die Außenbezirke wurden beschossen. In der Altstadt sind vielleicht, schlimm genug, ein paar Dachziegel heruntergefallen.

Was war der wahre Grund Ihres Besuches am Grab von Milosevic?

Das kann man nachlesen.

Sie wollten sich von dem Land, dessen letzter Präsident er war, verabschieden.

So ist es.

In Ihrer Trauerrede sagten Sie: "Ich schaue. Ich höre. Ich fühle. Ich erinnere mich. Deshalb bin ich heute anwesend, nah an Jugoslawien, nah an Serbien, nah an Slobodan Milosevic."

Mich hat auch empört, wie über seinen Tod in den Medien berichtet wurde. Ich muss aufpassen, dass kein Ingrimm in mir aufsteigt, wenn ich mich erinnere, was zum Beispiel Eric Fottorino, der inzwischen Herausgeber von "Le Monde" geworden ist, geschrieben hat. Der hat den portugiesischen Dichter Fernando Pessoa zitiert, der in seinem "Buch der Unruhe" sagt, dass das Herz, wenn es denken könnte, stillstehen würde. Also müsse Slobodan Milosevic zu denken angefangen haben, als sein Herz in der Gefängniszelle aufhörte zu schlagen. Da habe ich gedacht, einen großen Dichter zu benutzen, um auf einen Tod zu urinieren, das ist das schlimmste, was man machen kann. Diese Leute, die sich poesiefreundlich geben, sind gerade die ärgsten Feinde der Poesie.

Ja, aber ...

Kein "aber"!

Sie bezeichnen sich als Freund Serbiens. Ihr Bericht über eine Reise durch das Land trägt den Untertitel "Gerechtigkeit für Serbien". Aber das serbische Volk hat doch selbst Milosevic abgesetzt und ihn freiwillig an das Kriegsverbrecher-Tribunal in Den Haag ausgeliefert.

Man hat ihn abgewählt. Dass man ihn ausgeliefert hat, bleibt eine ewige Schande für Serbien.

Die serbische Schriftstellerin Biljana Srbljanovic sagt, Sie hätten keine Ahnung. Milosevic habe Oppositionelle auf offener Straße ermorden lassen.

Das stimmt überhaupt nicht. Es gab eine total freie Presse in Jugoslawien. Aber es gab das Wirtschaftsembargo des Westens, wodurch ganz von selbst mafiose Strukturen entstanden. Diese kleinen Mafia-Gruppen haben sich gegenseitig bekriegt. Wie kann man das mit Milosevic in Verbindung bringen?

Ich frage nur.

So etwas zu behaupten, ist eine Unverschämtheit. Dieses Mädchen wurde während des Nato-Krieges gegen Jugoslawien vom "Spiegel", der ja für diesen Krieg war, beauftragt, ein Tagebuch zu führen. Die schrieb dann, während die Bomben fielen, es sei ganz ungefährlich, es splittere nur da und dort etwas Glas. In Wahrheit sind über tausend Serben in diesem Krieg umgekommen. Diese Frau ist eine Westhure. So nenne ich das.

Sie hat es bedauert, dass Sie sich nicht, statt auf Milosevics Begräbnis zu sprechen, mit einer Trillerpfeife an der zum Zeichen, dass Serbien nicht trauere, in Belgrad abgehaltenen Gegenkundgebung beteiligt hätten.

Ach, die soll sich ihre Pfeife ...

Wie bitte?

Nichts.

Warum sagen Sie den Satz nicht zu Ende?

Sie können ja drei Punkte machen.

Ein Großteil der Serben distanziert sich inzwischen von Ihnen.

Ja, aber das ist doch normal. In jedem Land gibt es solche und solche.

Woher haben Sie Ihre Informationen?

Worüber?

Dass Milosevic diese Morde nicht zu verantworten hatte.

Na, ich gehöre doch selbst zur Mafia. Mich hat der serbischen Geheimdienst bezahlt.

Sie machen Witze.

Nein, gar nicht. Ich habe mir von dem Geld neue Schuhe gekauft. Aber hören wir auf damit! Slobodan Milosevic war nicht der große Schurke, als den man ihn hinstellt. Schauen Sie sich doch einmal an, was der ehemalige Präsident von Bosnien-Herzegowina Izetbegovic in seinem Buch "Die islamische Deklaration" geschrieben hat! Da entwirft er einen islamischen Gottesstaat. Vom früheren kroatischen Präsidenten Tudjman, diesem Faschisten, gibt es noch Schlimmeres. Das sind die wahren Schurken. Aber die hat der Westen unterstützt.

Die westlichen Politiker, die durch Ihre Anerkennung Sloweniens und Kroatiens die Auflösung Jugoslawiens gefördert haben, vor allem Hans-Dietrich Genscher, seien, so sagen Sie, die eigentlichen Verbrecher.

Ja, mich packt noch immer der Zorn, wenn ich darüber spreche. Ich bin in dieser Sache bis heute brennend beteiligt. Das ist halt so. Es ist vielleicht eine Krankheit. Aber es gibt schlimmere Krankheiten als meine Jugoslawien-Krankheit.

Das sozialistische Jugoslawien, das die verschiedensten Völker und Religionen vereinte, war Ihr politisches Ideal.

Fast, kann man sagen. Ich habe das Wort "fast" ganz gern. Es war fast ein Ideal, wie ein Staat sein könnte. Denn ich bin doch relativ sozialistisch gestimmt, vielleicht durch meine Herkunft, die ärmlich war, und weil ich es den österreichischen Sozialisten verdanke, dass ich als Student ein Stipendium bekam. Ich habe das damals fast als Geschenk empfunden, ich Trottel.

Ach!

Man weiß doch heute oft gar nicht mehr, dass der jugoslawische Sozialismus ein ganz anderer als der sowjetische war. Es war ein utopischer Sozialismus. Obwohl unter Tito auch viel Unrecht begangen wurde, hätte daraus etwas werden können, hätte nicht immer die Wirtschaft das letzte Wort. Der Kapitalismus hat halt gesiegt. Man hat aus einer kulturellen Landschaft, die ich durchaus liebe, aus dem sogenannten Mitteleuropa, eine politische Idee gemacht. Das war der Fehler. Heute wollen ja sogar viele Serben, indem sie andauernd Walzer spielen, zu diesem Mitteleuropa gehören. Es ist entsetzlich. Entsetzlich!

Aber Sie sagen doch selbst: "Ich liebe die Wirtschaft."

Das habe ich in der "Neuen Züricher Zeitung" gesagt.

Sind Sie Kapitalist geworden?

Wenn Sie mögen ... Aber es stimmt nicht. Alle Hauptwörter, die mit "ist" enden, treffen nicht auf mich zu. Ich bin ein Freund der Zeitwörter. Sowie Sie auf mich ein Hauptwort anwenden, ist es schon falsch. Sogar das Wort "Autor" oder "Schriftsteller" können Sie streichen. Ich bin kein Schriftsteller, sondern ich schreibe, ich habe geschrieben, ich werde geschrieben haben.

In Ihrem Roman "Der Bildverlust" beschreiben Sie Geld als das Lebendige.

Ja, das Kaufen und Verkaufen, den Geldaustausch. Wenn ich keine Luft mehr spüre am Ende des Tages, am Abend oder am späten Nachmittag, zwinge ich mich manchmal, etwas einzukaufen, einen Radiergummi, eine Nivea-Creme, einen Zwirn, einen roten Faden ...

Sie kaufen dann etwas, obwohl Sie es gar nicht brauchen?

Das kommt vor. Das ist ein Vorgang, der mich belebt, wenn mich die Schwermut bedroht.

Leiden Sie an Depressionen?

Nein, Schwermut ist Schwermut. Das ist ein Wort, das man durch kein anderes ersetzen kann, so wie eine Rose eine Rose ist.

Die Schwermut hat Sie Ihr ganzes Leben begleitet.

Ja. So ist meine Natur. Als Kind wollte ich immer Melancholiker sein. Ich wollte auf einem Stein sitzen und nie mehr aufstehen. Aber das ist mir bis jetzt nicht gelungen. Die Schwermut ist etwas anderes. Die ist temporär, eine zeitweise Lähmung fast.

Haben Sie je versucht, mit Tabletten dagegen anzukämpfen?

Ich habe eine Zeitlang so ein Mittel genommen, das hieß TranxiIium, das hat mir ein Salzburger Arzt verschrieben, als ich an meinem Buch "Langsame Heimkehr" schrieb. Ich hatte damals oft Todesangst, weil ich einen Herzfehler habe. Ich hörte mein Herz dauernd schlagen. Das hat zwar durch dieses Mittel nicht aufgehört, aber mein Bewusstsein ist davon abgerückt. Ich spürte mein Herz, aber ich dachte, es ist das Herz eines anderen.

Sie haben nicht nur einen Herzfehler ...

Was habe ich noch?

Sie sind farbenblind.

Ich bin rot-grün-blind. Die anderen Farben sehe ich dadurch vielleicht sogar intensiver.

Die "andersgelben Nudelnester" auf dem Markt von Belgrad zum Beispiel, die sie in Ihrem Reise-Buch 1996 beschrieben haben.

Ja, gelb sehe ich gut.

Wie aber konnten Sie die Erdbeeren an den Hängen von Srebrenica erkennen, dem Ort des nach dem Zweiten Weltkrieg grausamsten Kriegsverbrechens?

Das waren Balkan-Erdbeeren, die sind besonders rot. Dagegen muss ich mich zu den wilden Erdbeeren in meinem Garten richtig hinunterbücken, um sie zu sehen.

Die Beschreibung der Nudeln und Erdbeeren in einem vom Krieg heimgesuchten Land hat man Ihnen später zum Vorwurf gemacht.

Ja, das hat mich verwundert. Darauf war ich nicht gefasst. Es gab doch damals nur diese totalitäre Journalisten-Sprache, die mir nicht entspricht. Man sagt immer, die poetische Sprache sei künstlich. Aber in Wahrheit ist das die einzige nicht arrangierte Sprache, wenn ein Gefühl da ist. Ich hatte halt ein paar tiefe Gefühle auf dieser Reise, ausnahmsweise.

Man warf Ihnen nicht das Poetische vor ...

Doch, doch, die andersgelben Eier oder Nudeln, die blühenden Bäume, den walddunklen Honig ...

Man regte sich auch über den Inhalt auf.

Das kam erst später.

Sie hätten vielleicht ...

Wollen Sie mir jetzt einen Ratschlag geben?

... über das Grauen berichten sollen.

Ich nehme keine ungebetenen Ratschläge an.

Schon 1979 sagten Sie in Ihrer Dankesrede zur Verleihung des Kafka-Preises: "Ich bin, mich bemühend um die Formen für meine Wahrheit, auf Schönheit aus, auf die erschütternde Schönheit, auf die Erschütterung durch Schönheit."

Schaun Sie, ich habe manchmal in Reden programmatisch etwas von mir gegeben, was ich jetzt nicht mehr so sagen würde. Andere haben sich viel mehr widersprochen, Brecht zum Beispiel. Im Vergleich zu Brecht bin ich, wie man in Österreich sagt, ein "Waserl".

Die Beschreibung des Schönen ist nach wie vor Ihr Programm.

Des problematisch Schönen, ja. Es muss weh tun, verstehen Sie? Wenn das Schöne nicht weh tut, kann man es kaufen. Man soll in dem, was ich schreibe, das Dasein spüren, das Leben und den Tod, die Vergänglichkeit und die Unvergänglichkeit. Je schöner und tiefer und wahrer etwas ist, desto schmerzhafter ist es. Es tut weh, zu wissen, dass wir sterben müssen, dass wir eines Tages nicht mehr lesen können oder lieben oder Pilze suchen.

Vielleicht gibt es im Jenseits auch Pilze.

So ein Blödsinn! Jenseitspilze!

In unserem letzten Interview haben Sie mich einen "Deppen" genannt.

Sie verdienen es nicht anders.

Heute machen mir Ihre Beleidigungen nichts mehr aus, weil ich weiß, Sie meinen es nicht so, wie Sie es sagen.

Nicht ganz, Sie haben recht. Es gibt etwas in mir, eine gewisse Brüderlichkeit, die ich, da ich schreibe, nicht wirklich ausleben kann. Früher, als ich so dreißig, vierzig war, da habe ich schon manchmal bösartig losgelegt. Da wollte ich jemanden zwar nicht vernichten, aber weghaben von mir. Aber dann hat der andere, zu Recht, mich vernichten wollen.

Von wem sprechen Sie?

Ach, lassen wir das!

Meinen Sie Marcel Reich-Ranicki, Ihren "Feind in Deutschland"?

Ich habe keine Feinde.

In Ihrem Buch "Mein Jahr in der Niemandsbucht" nennen Sie ihn so.

Aber das ist doch so uninteressant. Lassen Sie mich doch mit diesem Knickerbocker in Frieden! Ich bin froh, daß ich an diesen armen Menschen schon lang nicht mehr denken muss.

Er meint, dass Sie ihn ermorden wollen.

"Ermorden" habe ich nie gesagt. Das hat der Schriftsteller Rolf Dieter Brinkmann in den Sechzigerjahren mal losgelassen. Der hat während einer Diskussion mit diesem Menschen gesagt, er würde ihn am liebsten mit einem Maschinengewehr erschießen.


Sie haben nur gesagt, Sie würden, wenn Reich-Ranicki stirbt, es nicht bedauern.

Das würde ich immer noch nicht.

Am Ende überlebt er Sie noch.

Ja, warum nicht? Ich wünsche ihm alles Gute.

Kennen Sie ihn persönlich?

Ich bin ihm einmal auf der Frankfurter Buchmesse, als ich zum letztenmal dort war, begegnet. Da ging er an mir vorbei und sagte: "Herr Handke, wie gehen die Geschäfte?" Seither frage ich das auch alle, die mir begegnen.

Nun frage ich Sie.

Wollen Sie mir zehn Euro schenken?

Als Ihnen voriges Jahr der mit fünfzigtausend Euro dotierte Heine-Preis von der Preisjury zugesprochen, dann aber vom Düsseldorfer Stadtparlament verweigert wurde, haben Sie sich zunächst gewehrt.

Ja, ich wollte diesen Preis.

Brauchten Sie das Geld?

Lassen Sie mich überlegen ...

Matthias Matussek fragte im "Spiegel", ob Sie vielleicht "finanziell bedürftig" seien.

Das schmeichelt mir.

Wieso?

Weil es doch schön ist, wenn jemand am Hungertuch nagt. Aber, im Ernst, ich habe als Kind und Jugendlicher erfahren, was Armut bedeutet, und die Angst, wieder arm zu werden, spielte in meinem Leben schon eine gewisse Rolle, weil ich nicht ausgehalten werden will, weder von einer Frau noch von einem Verleger wie zum Beispiel Wolfgang Koeppen, der, als er nichts mehr schrieb, darauf angewiesen war, daß Siegfried UnseId ihn finanzierte. Jedesmal, wenn mich UnseId besuchte, hat er sich auf eine leicht humorvolle, aber doch auch bekümmerte Weise beschwert, daß er Koeppen bezahlen muss. Da dachte ich, so will ich nicht enden, und habe eine Lebensversicherung abgeschlossen, so dass ich, seit ich sechzig bin, eine Rente bekomme. Das sind tausend Euro im Monat. Damit kann ich das Schlimmste verhindern.

Warum haben Sie die fünfzigtausend Euro des vom "Berliner Ensemble" initiierten alternativen Heine-Preises dann nicht für sich behalten?

Das war von vornherein klar.

Sie haben das Geld an eine serbische Enklave im Kosovo weitergegeben.

Ja, aber das hat die Leute, die vorher geschrieben hatten, mir käme es nur auf das Preisgeld an, offenbar nicht beschämt. Es scheint, als habe in gewissen Organen wie dem "Spiegel" die Scham, wenn man den letzten Satz in Kafkas Roman "Der Prozeß" variiert, nicht überlebt.

2005 hatten Sie noch gesagt, Sie würden "grundsätzlich" nie mehr einen Preis annehmen.

Richtig, ja.

Warum hätten Sie den Heine-Preis trotzdem genommen?

Wahrscheinlich wollte ich wirklich das Geld. Aber jetzt stehe ich dazu: Ich nehme ab sofort keinen Preis mehr an.

Wer weiß ...

Wüssten Sie noch einen?

Den Nobelpreis.

Ja, aber dann bitte gleich den für Physik, für Frieden und für Literatur, alle drei, das wäre super. Nein, Spaß beiseite, ich glaube, dass der Nobelpreis, zumindest der für Literatur, schon seit längerem nichts mehr zählt. Man sollte das Geld wieder der Nobel-Stiftung geben und damit Waffen herstellen, wie es ursprünglich war.

Sie scherzen, aber im Innersten sind Sie noch immer verbittert.

Ah ja?

Frank Schirrmacher hat es in der FAZ als "die ultimative Form sozialer Demontage" bezeichnet, dass man Ihnen den Heine-Preis wieder aberkannte.

Ja, aber die FAZ ist doch die Zeitung, die das zu verantworten hatte. Zuerst haben sie die Aberkennung verursacht, und dann haben sie sich scheinheilig zurückgezogen und Demokratie gespielt. Mein Freund, der Verleger Michael Krüger, hat kürzlich zu mir gesagt, diese Zeitung will immer recht behalten ...

Wie Sie!

(nimmt einen Löffel vom Tisch, um ihn als Wurfgeschoß zu benutzen, legt ihn aber dann wieder hin): Ich wollte sagen, diese Zeitung will immer recht behalten und begeht dabei ein Unrecht nach dem anderen.

Besonders scharf haben sich die "Grünen" gegen die Vergabe des Preises an Sie ausgesprochen.

Ja, weil die völlig kulturlos sind. Keiner von denen ist ein Leser, fast keiner. Oder sie lesen strategisch. Es gibt Leute, die lesen ein Buch, und kaum sind sie fertig, glupsch, ist es weg, als wäre das Lesen nur eine Beseitigung des Buches.

In einem Interview mit dem österreichischen Magazin "News" sagten Sie, auf den Satz von Bert Brecht "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch" anspielend, für Sie seien jene, die da heute herauskriechen, nicht die Rechtsradikalen, sondern, Zitat, "die Grünen, der Typ, der Bundeskanzler ist, und der Bombenminister". Damit meinten Sie Gerhard Schröder und Joschka Fischer.

Das habe ich gesagt, weil man Milosevic mit Hitler verglich und von serbischen Konzentrationslagern sprach. Aber die Geschichte wiederholt sich nicht. Das Scheußliche nimmt immer neue Gestalten an. Der fruchtbare Schoß gebiert nicht immer die gleichen Erscheinungen, sondern das Schreckliche tritt heute anders auf, säuselnd und süßlich und humanitär und dauernd das Wort "Demokratie" oder auch das schöne Wort "grün" benutzend. Das habe ich zu sagen versucht.

Fühlen Sie sich mißverstanden?

Es ist nicht nur Mißverstehen. Es ist ...

Hass?

Ja, die Dichter werden seit langem gehasst.

Das wäre ein schönes Schlußwort.

Wollen Sie ein Glas Wein mit mir trinken?

Ich möchte Ihnen noch von einem Erlebnis, das ich mit Ihrem "Feind in Deutschland" hatte, berichten.

Ich kann ja inzwischen dem Wind zuhören.

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In einem Interview, das ich mit Marcel Reich-Ranicki vor einigen Jahren führte, wartete er die ganze Zeit auf eine bestimmte Frage, die ich ihm stellen sollte. Sie fiel mir aber nicht ein. Erst am Schluss brach es aus ihm heraus: Er werde in Deutschland von vielen gehasst, weil er Jude sei. Er sei hier von Antisemiten umgeben, zu denen er vermutlich auch Sie zählen würde.
Sind Sie jetzt fertig?


Nein, ich will sagen, wie abwegig es wäre, Sie für einen Antisemiten zu halten.

Natürlich.

In Ihrem Roman "Der Chinese des Schmerzes" tötet der Held einen Neonazi, der Hakenkreuze auf Baumstämme sprayt. "Dieses Zeichen", schreiben Sie da, "ist das Unbild der Ursache all meiner Schwermut."

Ja, der Genozid an den Juden ist der Grundschock meines Lebens. Ich will Ihnen eine Geschichte erzählen, die Ihrem Erlebnis mit jenem Menschen ...

Reich-Ranicki ...

... nicht unähnlich ist. Kurz nachdem ich meine Bücher über Jugoslawien veröffentlicht hatte, kam in Österreich die Regierung aus der rechtsextremen Haider-Partei und der konservativen ÖVP an die Macht, und da zeigte sich in Frankreich, wo ich seit langem wohne, eine alte Österreich-Feindschaft. Es gibt Völkerfeindschaften, die über Jahrhunderte dauern, und man hat in die Ablehnung der österreichischen Regierung auch das österreichische Volk eingeschlossen, so als hätte es da nicht auch welche gegeben, die gegen diese Regierung waren. Damals sagte ich in einem Interview mit einer französischen Zeitung, nun habt ihr Belgrad bombardiert, nun könnt ihr auch gleich Wien bombardieren. Also da bin ich Patriot geworden. Zwischen Patriotismus und Nationalismus ist ja ein Unterschied. Der Patriot reagiert nur, wenn sein Land angegriffen wird.

Sie haben auf Ihre ironische Art reagiert.

Nein, das kam schon aus ein gewissen Grimm heraus. Ich dachte, diese Scheißfranzosen wissen doch gar nichts. Kein europäisches Volk ist so unwissend wie die Franzosen, einzelne ausgenommen. Da habe ich gespürt, dass ich als Österreicher auch eine patriotische Ader habe. Aber dann schrieb man, ich sei ein Verbündeter von Jörg Haider, was genauso lächerlich ist wie mich für einen Antisemiten zu halten.

Was Sie auch sagen, es schadet Ihnen.

Ja, seltsam.

Warum, glauben Sie, hat es Günter Grass, was den Verkauf seiner Bücher betrifft, eher genützt, als er gestand, er sei als Jugendlicher Mitglied der Waffen-SS gewesen?

Das müssen Sie beantworten.

Sie nannten die Art seines Geständnisses "selbstgerecht" und ihn "eine Schande für das Schriftstellertum".

Ja, aber es gab eine Zeit, da hatte ich eine große Sympathie für ihn. Grass war als Dreißigjähriger ein Genie, was ich nie war. Das ist ganz selten, dass jemand so im Flug die Welt erwischt. Die Welt flog ihn an, so kann man das sagen. Doch danach hat er diesen Anflug nur dauernd nachgeahmt, und das ist schlimmer, als wenn er aufgehört hätte zu schreiben. Er hat sich nie verwandelt. Ein Künstler ist nur dann ein exemplarischer Mensch, wenn man an seinen Werken erkennen kann, wie das Leben verläuft. Er muss durch drei, vier, zeitweise qualvolle Verwandlungen gehen. An Goethe kann man das gut studieren. An Grass kann man überhaupt nichts studieren. Er ist durch seinen raschen Erfolg in Deutschland eine offizielle Figur geworden und hat sich dann nur noch selbst imitiert.

Dem sind Sie entgangen.

Dem bin ich entgangen, ja. Ich bin kein öffentlicher Mensch. Ich bin ein Idiot im griechischen Sinne, ein Nicht-Dazugehöriger. Ich finde in der Öffentlichkeit nie das Maß, wie ich umgehen soll mit meinem Dasein als Schreiber, obwohl auch mich der Erfolg lange verwöhnt hat. Aber ich habe mich dadurch fast schuldig gefühlt. In meinem Briefwechsel mit dem Dichter Nicolas Born gebrauche ich das Wort "Entschuldigung". Als ich zum erstenmal tausend Mark für eine Lesung bekam, habe ich mich beinahe geschämt.

Sie sind nicht abgehoben.

Doch, ich bin dann schon für ein paar Momente gefährlich abgehoben und habe mir in einer Art Größenwahn eingebildet, ich sei etwas ganz Einmaliges. Zu Bruno Ganz habe ich damals den blöden Spruch gesagt: "Ich bin ein großer Schriftsteller." Aber das wurde auch prompt bestraft, indem ich danach fast die Sprache verloren hätte. Also da bekam ich eins übergezogen vom Himmelsgewölbe.

In Ihrem letzten Theaterstück "Spuren der Verirrten" heißt es: "Ein Held wollte ich immer sein ... Und was bin ich geworden? Ein Schläger, der nicht einmal zuschlagen kann. Ein Killer, zu zage zum Killen. Ein Amokläufer ohne Opfer, ein Irrläufer, ein Kümmerling, eine krakeelende Randfigur."

Ja, das sind Übertreibungen. Man muss die Dinge zuspitzen als Schreibender, und das ist dann ein leichtes Futter, das von gewissen Journalisten gegen einen gewendet wird.

Sie wollten kein Held sein?

Doch, natürlich wollte ich auch immer ein Held sein.

"Bin auch ich ein Selbstvergötterer?" fragen Sie in Ihrem autobiographischen Buch "Mein Jahr in der Niemandsbucht".

Das ist kein autobiographisches Buch, sondern ein episches, und jede Epik ist ein zugleich erweiterndes und verengendes Spiel. Ich bin nicht Homer, ich habe keinen Odysseus und kein Troja. Ich kann nur das Problematische oder das anders spannende oder andersgelbe Epos des Friedens erzählen, verstehen Sie? Ich habe einmal ein Stück geschrieben, das heißt "Über die Dörfer". Darin gibt es einen absolut hirnrissigen Satz: "Der ewige Friede ist möglich." Einerseits ist das totaler Blödsinn, andererseits kommt dieser Satz immer wieder zu mir zurück. Ich brauche ihn. Er ist mir zugeflogen aus der Finsternis wie eine Frucht, die mich nährt. Eigentlich kann man so einen Satz gar nicht sagen, und ich habe ihn auch nur einmal gesagt. Meine Art zu schreiben ist ja nicht direkt, sondern wird immer mehr ein Umkurven. Ich bin ein Umkurver, fast ein Umreißer. Ich mache große Bögen um das, was ich sagen möchte, weil ich weiß, es kann nicht so gesagt werden, wie ich es sagen will. Aber dieses eine Mal habe ich es gesagt.

Als Trost?

Um Gottes willen, nein! Mit dem Wort "Trost" können Sie mich jagen. Mit Trost hat Literatur überhaupt nichts zu tun. Der Satz flog mich an. Mir ist unlängst auf der Mariahilferstraße in Wien etwas passiert. Es war früh am Morgen, und plötzlich dachte ich, alle Menschen, die mir da entgegenkommen, sind schön, sie haben schöne Augen. Das war genau so ein Stuss wie der Satz über den ewigen Frieden. Aber es hat mich angeflogen. Nur dieser Anflug zählt in der Literatur. Alles andere ist bloß Laune.

Sie sagen das so apodiktisch.

Wollen Sie mich frotzeln?

Man fürchtet, wenn man mit Ihnen spricht, immer, dass man das Falsche sagt.

Ja, hoffentlich! Ich bin schon ein reizbarer Mensch. Meine Reizbarkeit macht mich einerseits grimmig, das kann bis zur Verachtung gehen, andererseits macht sie mich offen für das Schöne, das andere vielleicht übersehen.

In einem Interview mit Peter Hamm sagten Sie, ein guter Schriftsteller muß auch ein guter Mensch sein.

Das stimmt. Oder besser: Ein Schriftsteller muss guttun. Er muss nicht unbedingt Gutes tun. Aber er muß guttun, so wie ein Ding guttut. Ein Buch tut gut. Ein Mensch kann guttun, auch wenn er nichts Gutes tut. Das Guttun ist mein Ideal.

Aber Sie erreichen es nicht.

Doch, doch. Das Guttun ist mein Beruf.

Ich wäre mir nie so sicher, was anderen guttut.
Von Ihnen spreche ich nicht. Sie tun ja nicht gut ...

Darf ich lachen?

Sie sind ein Tunichtgut.

Mich wundert, dass man Sie für humorlos hält.

Mich auch. Denn es stimmt nicht. Ich bin zwar kein extra humoriger Mensch, das wäre ja fürchterlich. Der wahre Humor ist eine Begleiterscheinung der Tragik, auch der Verzweiflung. Wenn der Humor nur humorig ist, werde ich todtraurig davon.

Leben Sie gern?

Oh ja!

Immer?

Wenn ich das Gefühl habe, zu leben, dann lebe ich gern. Zu leben, ist einfach eine Pflicht, glaube ich.

Würden Sie gern ewig leben?

Ja, schon, wenn der Verstand, das Sehnen und die Träume bleiben. Warum nicht? Man darf sich das nur nicht ausmalen, so wie ich mich auch davor hüte, mir auszumalen, was nach dem Leben kommt. Als der vorige Papst starb, der polnische, der ja ganz öffentlich gestorben ist, habe ich gedacht, der wird vielleicht baff sein. Also bei dem habe ich gespürt, dass nach dem Tod nichts kommt. Aber bei anderen kann es anders sein. Wir verschwinden ins Blau oder ins Rot oder ins Grün, weiß der Teufel...

Wie wollen Sie sterben?

Das kann ich Ihnen ganz genau sagen: entweder am Schreibtisch, mit dem Bleistift in der Hand, schreibend, oder während ich jemanden rette, aus einem Feuer zum Beispiel, einem brennenden Haus.

*) André Müller: "Über die Fragen hinaus, Gespräche mit Schriftstellern", dtv





Interview


 PROFIL
December 1998


EXCLUSIVE:
PETER HANDKE SERBIAN ADVENTURE

Peter Handke
Writers are always serving the Devil

Peter HandkeFamous writer Peter Handke (Fassbinder and Wenders made unforgettable films based on his writings), found a new challenge in the unjustly disgraced Serbia. In his confession made to DRAGAN BISENIC, Handke told the story of how he nearly fell victim when he caught the world media in lying
While arriving to Yugoslavia by one of the last Air France flights in the eve of the recently announced air-strikes, Peter Handke might have received the news that he was awarded the Nobel Prize for literature.
-I have always known that 90 percent of humanity is full of shit, but did not know exactly who they were. I know now. All those who are against the Serbs - said Handke at the dinner party held by a prominent Diplomatic Corps member.
- What more do you want? Drink good beer, look at beautiful girls and leave these people alone - went Handke on in a raised voice before his dismayed hosts. - The international community? The world international itself is a crime.
This autumn, Handke went on pursuing his wish to be present in Serbia during its hardest times. Last year, he had opened the Belgrade Book Fair. Many had found fault or misinterpreted his speech, the point of which was one item from the Dushan s Legal Code.
 A village grazes with a village , read Handke in the name of Tzar Dushan.
-God s pasture is large enough for all the cattle and all the shepherds, for Chosic and Pavic, for Crnjanski and Andric. For Ceca, too. I have her cassette in Paris. My little daughter sometimes listens to it and says: Those songs are very sad . Language can be abused by ideology only. It was the same in Germany, not so long ago. But, in spite of the abuse, each German word could still be used, even HAIL (German greetings to Hitler) - but only when the poet grants it a special meaning and absolves it. The word then becomes beautiful.
Having written his travelogue The Rights for Serbia three years ago, until then a lyric-epic poet, the gentle narrator Handke turned into an involved political polemicist.
He had earlier always rejected the politicization of literature and believed in its special purpose. But, by his travelogue on the devastated Serbian land, he initiated vehement polemics at the European media on the war in Yugoslavia.
Not then and not later he thought of himself as the Soldier of Serbia , as a man that took the Serbian side unconditionally. He never concealed his feeling of identity with the former Yugoslavia.
When the grown-ups play children s games - lots of people get killed
There is a village in my homeland, named Pustric. The villagers speak a different dialect and the children often got into fights because of that. I still can not understand. That is monstrous. The infantile dividing is monstrous, the regression to infantility. It is monstrous when the grown-ups do it, return to childishness, to nonsense, create breaches, do what they had been doing in their childhood. The children of a village can feel animosity toward the children from the neighboring village. The time passes, and understandably, the animosity fades. But I can not comprehend the regressiveness, becoming both infantile and senile at the same time, to rediscover aggressiveness being an adult. Each child, probably, once makes a wish for his village to become a kingdom, but wishing it does not make a State.
I reacted politically only three to four times: when Czechoslovakia was attacked in 1968, in the Waldheim case, the separation of Slovenia and finally with The Justice for Serbia . When Slovenia seceded itself from Yugoslavia, I wrote A Dreamer s farewell to the Ninth country , the country that Austria sometimes called the ninth province. I was suddenly disappointed to see that the line where once marked the beginning of Yugoslavia s is now only the Slovenian border. Sunny Side of the Alps was often mentioned. But, Slovenia is not an Alp country, at all. All at once, they wanted to be as dumb as the Austrians with their idiotic Alp republic. I wonder what the old men that once had fought for Yugoslavia are now doing.
For a writer, the present time is always the only challenge. What was before and what will be is just a void. When the war had begun in Yugoslavia, I thought - maybe those people have nobody to listen to them. The only have the reporters who need their stories to print them at the title page or the third page of the newspaper. Again, this or that story of this or that village, then the next story and so on. The reporters are not the true listeners, they are simply looking for interesting stories.
Many think that the truth could be easier found out in the war. There is the long ago outmoded model of the war correspondent who, being always close to death, has a special feeling for living. That has been known from the times of Hemmingway and Dos Passos, the World War One and the front on Soca.
WE all have problems with peace and sometimes do not feel it being a reality. But the most beautiful reality - our parents knew that well - comes always following some horrible thing. But, even then, war was the only serious and true time. The war is followed by the wretched time of heroic peace. The peace was never real, and what could have been talked off - was the war. From the experience of my war, however, that I have to live through day by day, I know that peace is still far more real than the war. I think that somewhere the culture of peace is lacking. The culture of peace is the most important thing to be passed on by upbringing. To tell the child: what a tree is, what a street is, what are the woods, what is work, what is good work. But it has become very difficult, since work is no more just craftmanship.
After 18 years, when my daughter came off age (around 1987), I finally started my journey that lasted ten months. I traveled around Yugoslavia, then to Greece and to Egypt. After that, I went to Japan, from there continued my wanderings toward the Americas and via Portugal, Spain and France returned to Austria.
I could have relived that journey day by day, maybe because I was mostly by myself.
I had company only while in Dubrovnik, on my 45th birthday. I almost never manage to write prose that from the beginning to the end takes place at one area only. If the characters in my work do not drive, they can at least walk. Somebody is always on the move, although I like to be seated. Sitting is a miraculous activity. I know the Pascal s saying that all the poverty of humanity comes from the fact that it can not confine itself to one room.
The newspapers still offer to us the model of Proust s In search of the lost time , Joyce s Ulysses and Muzil s Man without attributes . Those books, novels-monsters, lay upon us a heavy burden. The ideal prose today would be written in less than twenty pages. I think even that would be a hard task to do.
Luckily enough - I am stupid
Almost everybody in the world state that the Serbs are responsible for the break up of Yugoslavia. In spite of this, you talk of resolute pro-Yugoslav feeling of the Serbs. Where did you get such impression?
-That is my way of being stupid.
That could hardly be believed by anyone
- I rely on gut feeling. I am not going to talk about the Serbian people and Serbian authorities, but it really is unjust to blame them only for the break up of Yugoslavia. That is a historic lie and the historians will prove it, whenever. It should be thought over - how it came to this.
Here you are again, in Serbia. What do you think of the people? What was your experience with the people in the streets?
-Each nation has its dark sides, but the Serbs have a kind of pride that I like very much. The Serbs are proud people, but never in an unpleasant way.
Do you endorse the pro-Yugoslavia nostalgic feelings of the Serbs?
-Much to my regret I have to say - no. Not in the sense of the old Yugoslavia, but in the sense of a third Yugoslavia . I could imagine it as something that would surely happen again, although I do not know when. I must also say that the statehood of Serbia was always more natural to me than, let s say, the statehood of Bosnia, Croatia and Slovenia. This statehood, for me as an Austrian, was not a tyrant and awesome Serbia, but something nice. It might be cynical that I, being a writer, do not think of the Serbian regime and the State only in the negative sense.
While under the sanction, Serbia was abandoned by the world. Do you think that people do not believe in any country to help them in some way?
-The solitude of a nation does not always have to be bad and unnatural. The isolation of the Serbian people, caused not only by the economic sanction but also but the spiritual sanctions, can not be compared to the isolation of the German people after the Second World War. It would be a rather deplorable comparison. The German people were not alone even in defeat, and the Serbian people were isolated. It can not be said that Serbia had won the war. More adequate would be that it had lost the war. The Serbs had lost Krajina, parts of Sarajevo. It is a terrible tragedy. But, every kind of isolation is kind of a chance. It is a chance for the individuals, free thinking, for a look into the future and discovering the future. Be it the individuals or nations. I might be wrong, but this is how it seems to me. The isolation of the Serbian people bore fruits, contrary to the isolation of the Germans and the Austrians. The Germans and the Austrians, having come out of isolation, did not contribute much to the history of Europe, but Serbia and the Serbian people have yet to show what they had learned during their isolation.
I have quite a different view on the Yugoslav problems. It is not a view of a psychopath, but the view of a totally normal man, that should have been everybody s view, were it more luck and reason. The reporters should arrive to Belgrade having unbiased, researching intentions, not to come with already formed opinion, but to find out by themselves.
Not one prominent reporter, European or American, did what was the most normal thing to do. To slowly walk around that infamous country and see what is really happening there. Go from one village to another, out of town to the country, from the country back to town. See the land. But, nothing like it happened. It is a poor excuse when they say: They did not let us in.
The reporter who had not been briefed in advance, who would be interested in finding out the facts, could have done it. That would surely bring out a little bit different picture of Serbia. And this is a professional crime, committed against Serbia in the last few years by the big and seemingly respectful newspapers. I would never change my opinion on that.
Are you still absorbed in the German fascism?
-One can never escape it, not in everyday s life. I do not live in Germany, I live in France, but I think that we have witnessed a new fascism, new holocaust aimed against a nation, the Serbs. The German newspaper named that gentle totalitarianism . That fascism was started in the media. Whether the word is adequate, we can dispute on this issue, but this is how it is. It might be better to find another word that would be more adequate. Am I absorbed in this? I am more of a victim of it and fight shy of it.
During the last few years, the Serbian policy has often been compared to the German Nazism in the world.
- That is an absolute nonsense. And the present parallel of the Hague Tribunal to the Nuremberg trial is quite out of question. The one-sidedness and the arrogance of the Hague should be clearly revealed. What are the criteria of this Court, on what international legislature is it based. The comparison of Serbia to the Nazi Germany was the obvious intent. The first accused was, naturally, a Serb. Moslems and Croats might follow, but at present the fact is that the first war criminal (oh, that word, war criminal) is a Serb and that the Serbs mostly do not leave the Hague alive.
If the Tribunal was really seeking to find out some truth, the Croats and the Moslems and the Serbs should be on trial at the same time, and not that the first one to be tried should have been a Serb, for this was intended to suggest that the entire Serbia is a war criminal. This is why the Court took the wrong road at the very beginning.
In self-defense, the Germans have named the Serbs as the new Nazis.
Using the term concentration camp for Omarska indicates that Germany wanted to relativize its absolutely non-relativizing history. This is why such words as genocide, concentration camps and exterminating people are welcomed now. Most welcome.
And I am strongly convinced that the Serbs never planed or imagined such things. Nobody managed to prove that the Bosnian Serbs planed genocide, although the Bosnian Serbs against the Mohammedans committed terrible crimes. But, the Bosnian Serbs suffered much more and to compare that to genocide is an even greater crime of the morale.
Preceding my travelogue on Serbia were much more polemic writings, far more inconsiderate about the facts and figures than the one I wrote. This is why I tried to avoid facts that could not be proven, to avoid manipulating with the facts not proved, but to freely take to impressions, pictures, thinking. Therefore, I was not polemic, but very much careful and restrained. Critical of the vulgar language and the world media running wild, being critical myself.
In my story about Serbia, being a writer, I criticize the media forms, the grammar of speech and language, the grammar of television. There is not one sentence that could be attacked. Following those polemical matters that could be, why not freely named anti-Serbian, something unlike that has surfaced, but is not pro-Serbian neither. It is just a questioning story, which inadvertently provoked a scandal and nervousness among the professional liars. And this is just a serene, almost classic story. That it perhaps aims at eternity has caused suspicion about the cruelty and unjustness of the modern newswriting and brought up a dust-storm among the ones that aimed their blows at Serbia with blooded eyes. That probably stirred up the spirits: this awareness of the injustice.
The reporters, of course, can not admit that they had brought up a shitty situation in Yugoslavia thoughtlessly. The man who committed horrors often commits suicide. The reporters will never do that although, caught lying, they are already dead, the living dead. The western news-writing has turned into a more or less live corpse, as regards Yugoslavia.
I named this The Fourth Reich , with a bit of exaggeration. But there is something there. I hope some are yet to reconsider what the media have done in flaming up the Gulf war.
I have therefore suggested to analyze the language of the media, as Victor Klemperer had done on the language of fascism. Klemperer was a linguist, a Jew who was maltreated in the Third Reich being an intellectual, at the university and in his diary described how his maneuvering space was becoming smaller and smaller. It is very interesting and a pleasure to read his great book on The Third Reich , during those 12 years of being the victim of persecution in Dresden. He passionately made notes on the change in the Third Reich language in order to survive. He wanted to be a witness, but this is a difficult comparison to make. The Nazi totalitarianism can not be compared to anything, or could be, in similarities and opposites only with the soft totalitarianism of the modern press.
Some alliance for the endangered nations protested in front of the theater building in Frankfurt, where I read my travelogue of Serbia. But the alliance that gave itself such a humanitarian title is just one of the modern sects, for the modern society consists only of sects. The Catholicism, aside from all the crimes occurred in Croatia during the World War Two and which is responsible for those crimes has also eventually become just a sect.
Why don t you, reporters finally not make researches about all those associations adorning themselves with humanitarian aureoles, and are in fact propagandizing in the world public opinion in favor of the Moslem victims in Bosnia and the bestial Serbs. This has unavoidably attracted the attention of the rather disinterested public. The Serbs are the devils, and the Moslems the innocent victims. Why did nobody pay any attention to the paths these protesting associations had taken, they did not accompany me while I was traveling around Germany, but followed me wherever I read my writings, as far as Ljubljana. Who is financing their travels, where and who pays for their accommodations, who in fact are those victims that sit in front of the theater pretending ti be the refugees and demonstrate? They wave their signs saying I am a refugee from Focha, I am a refugee from Zvornik
I talked with some of these Bosnians in Frankfurt and gathered that they did not know who I am or why they were protesting. Of course, they could not have read my text. But, what do they do for living and who are they? How do they make it through the days, are they working in Germany and what does the chairman of this so-called humanitarian troupe do? What does he do for his living and what does he write about? It would be most interesting to find that out. They have a 2,3 million Deutsche Marks budget and the biggest chunk of it is given for those strange protest journeys, which obviously have some kind of a goal? To smother a literary work like mine?
Save us from the professional humanitarians, please God
Instead for such matters they could contribute their money for truly good courses, to give it to the children refugees, parentless children, to really help someone in Bosnia.
But, they ride aimlessly and blindly around the world to eventually stop an orderly writer. Perhaps they do not know what they are doing.
Readings of my travelogue on Serbia made more sense in Germany and Austria than in Belgrade and Ljubljana. If I can not read it in my own language, there is a problem. I hardly speak Serbian, I am not even good at my mother language, Slovenian. If I can not feel each word while reading and if I do not see what is written in each sentence, everything becomes a little bit nonsensical.
The audience in Germany and in Austria is the western audience toward which my writing was aimed. The people in Slovenia and Serbia had no need for it. But the people in Serbia needed my presence, just to present myself to them. And how would I do that? I can not sit silently for an hour in a theater. It is perhaps better that I read my text. Had I have come again, I would probably read some other of my writings.
I have nice, short writings, totally non-political, about a ship being loaded in Dubrovnik, shoe-shiners in Split and the light house at the Island of Krk. That s probably more important to be read in Belgrade.
But reading The Justice for Serbia in the West proved necessary and right. For 25 years I have not been reading anything in front of an audience and have only now discovered how wonderful it is. I thought it was just some stupid showing off at the literary readings of the poets from Russia to America, totally out of date and ridiculous.
While reading my story in Serbia, I understood that it is a good thing. Like Bruce Springstein in concert, not much different from Jim Morrison s singing.
I had the impression, and I said it, that my Serbian story is like a ballad, close to my heart. Like moving the closed curtain. These about ten readings were terrific, the most beautiful experience in my humble writing life.
But Serbia was just one stop in my journey. I would like to visit Krk again, now a Croat Island. Also Slovenia. Recently I visited Vishegrad. It is paradoxical that only now, during the war, I discovered Ivo Andric and The Bridge over Drina . He had the biggest heart and he was probably the most profound writer of our century. It was a great pleasure for me to read almost all he had written. It was also with great sorrow. Because he was a passionate pessimist in each of his stories, he predicted the eternal war in Bosnia. This is the main reason I went to Vishegrad. Not just to see his Bridge over Drina that he wrote about, but to see those small paths of childhood, impressed in his memory, the paths of childhood wandering through bushes, where the dogs turds are, the mongrels, not the city dogs.





Danas
17.06.2000.
Peter Handke: Pitajuci sa suzama u ocima. Naknadni Zapisi o dva putovanja po Jugoslaviji za vreme rata, marta i aprila 1999.
Imaginarna Srbija Petera Handkea
Peter Handke

Dva puta je tokom bombardovanja Jugoslavije 1999. godina Handke boravio u Srbiji. Samo nedelju dana od pocetka vazdusnog rata NATO jedan od najznacajnijih pisaca nemacke knjizevnosti, Austrijanac, dolazi da licnim uvidom ospori zapadne medije koji su zapenusili od prizivanja vojne intervencije zarad sprecavanja humanitarne katastrofe na Kosovu.
Prema Handkeu, vojna intervencija Severnoatlantskog saveza je pracena propagandnim lazima: masakar , genocid , koncentracioni logor , etnicko ciscenje , masovna silovanja ..., a na drugoj strani je na delu srpska propaganda istine: pre svega televizijski spot Volimo te, otadzbino nasa . Srbija u trenutku svoje vojne bespomocnosti, veli Handke, oblaci svoju najlepsu narodnu nosnju .
U putopisu se pominje i raketiranje civila u vozu u Grdelickoj klisuri, bombardovanja Batajnice, Panceva, Surcina, Pristine..., ali i znameniti Handkeovi sagovornici: Boris Iljenko, direktor Republickog zavoda za medjunarodnu naucnu, prosvetnu, kulturnu i tehnicku saradnju i Ljubisa Ristic, sa kojim i vecera i smatra ga politicarem - koji to, zapravo, nije .
Handke je u Srbiji, u potrazi za istinom . Gadi mu se da slusa, gleda i cita zapadne medije, koji podsticu rat opisujuci ga, mada mu se, doduse, pridrema od slusanja prica ljudi u Srbiji kako se obaraju neprijateljski avioni.
Skoro neocekivano za Handkeove tekstove o Srbiji deluje opis protestnog koncerta na Trgu Republike u vreme bombardovanja upravo one omladine, koja je pre dve i po godine, zakljucuje Handke, protestovala protiv domaceg tiranina i diktatora . Znake navoda stavlja valjda zbog ocuvanja objektivnosti opisa ili zbog obaveza prema osobama sa kojima je veceravao u Beogradu.
Krajem aprila Handke je ponovo medju Srbima. Ovoga puta u drustvu jednog prijatelja Srbina, jednog nemackog novinara i jednog srpskog majora policije u civilu, koji je, prateci Handkea u Studenicu, po prvi put krocio u jedan pravoslavni hram. Tu je i na raspolaganju dzip sa zatamljenim staklima. Za zivo cudo, Handke nije doziveo nijednu eksploziju rakete ili bombe, ali je opisao razarajuce posledice vazdusnih udara. Sramezljivo priznaje da je vojnicima u kamionu poklonio strucu cigareta.
Sve je to lepo i krasno, ali kakva je to Srbija oslikana u Handkeovom ratnom putopisu? U njoj nema zabranjenih srpskih medija, nema na ulici ubijenog vlasnika nezavisnih glasila, nema razgovora sa u antirezimskim demonstracijama prebijenih, nema pitanja zasto je do rata na Kosovu moralo doci. Handkeova Srbija je imaginarna predstava jednog Evropljanina koji medijsku satanizaciju Srbije ispravlja tako sto jednu iskrivljenu stvarnost koriguje drugom iskrivljenom stvarnoscu. Nije li onda blizak zakljucak da Handkeu do nekakve izuzetno tacne slike Srbije nije ni stalo? Nije li onda, pitamo se dalje, Srbija kao dugogodisnja tema udarnih svetskih vesti dobrodosla prilika za Handkeovo skretanje paznje na sebe samoga sokantno smelim protivustavljanjem jedne svoje Srbije. Prasina koju Handke podize knjigama o Srbiji se, u sustini i nazalost, vise dize zbog Handkea, a manje zbog Srbije.
U njegovim tekstovima slika o njoj i dalje ostaje iskrivljena.
U Srbiji Handkeove najnovije stranice o Srbiji, objavljene kao knjiga pre mesec dana, ne pobudjuju za sada paznju drzavnih medija kao nekada kada su ih odmah po izlasku slavili kao krsnu slavu. Verovatno i zbog recenice koju Handkeu na putu za Srbiju upucuje njegov zemljak, koji svoju zenu Srpkinju vodi u Austriju: Pozdravite u Beogradu Vaseg prijatelja Milosevica od moje zene koja mu zahvaljuje, jer ju je proterao iz domovine .
Dusan Glisovic

knjizara.com 1997-2001.




 22/6/01  3:04 pm GMT


 When you ask questions, they scream, vilify and denounce

Peter Handke, one of the most famous authors in the German language, has become the target of a hysterical witch-hunt by leading European intellectuals and newspapers. His crime? To publish a travelogue of the former Yugoslavia,* which questions the way that the Serbian people have been demonised in discussions of the Balkan war.

Peter Handke spoke to Thomas Deichmann from the German magazine
Novo after reading from his controversial text at the Leipzig Bookfair. Here, we publish exclusive extracts from this rare interview.

Over the page Sabine Reul and Thomas Deichmann situate the controversy in the context of a creeping danger in Europe s intellectual life

Thomas Deichmann: When you planned your trip to the former Yugoslavia and thought about the book you were going to write, did you intend to make a broader comment on the intellectual climate in Europe, or were you only concerned with the war? Peter Handke: No, I really wanted to stay with the problem that concerns me most, and that is Yugoslavia. But, of course, I was also oriented towards a general intellectual trend, not just in Europe, but, I believe, everywhere in the world.

I followed what the so-called new French philosophers have been doing. From year to year I became more outraged by the brutal and totally misguided way people deal with facts, with current events, with questions--in fact, particularly with questions. So it happened more or less spontaneously that these people, as a part of this trend, also entered my game.
Thomas Deichmann: You have said that the journalists who have criticised your text didn t read it properly. What do you mean by that? Peter Handke: It does annoy me a bit that I don t get the impression that the text was read sentence for sentence, literally--my work, after all, is literal. It is read, but it does not really sink in. There seems to be a kind of taboo, just like Emir Kusturica said about his film Underground-- Yes, they won t drink any water of which it is said it contains even a single grain of poison . And the press reports about Underground added poison to his film. So that it is almost understandable that naive film-viewers think, I cannot go and see that . And I think it is not entirely dissimilar with my book on Serbia.

There is a barrier which I can only open a tiny bit by reading it to people, which is why I have been reading it in public. But the fear is that, despite the impression and the opening that occurs when I do that, the next day there will be a newspaper report on the reading. So that even people who listen and have experienced something different will begin to close up again. The newspaper attacks which followed my reading in Vienna were outrageous.

It is really no exaggeration when it is said that the media today form a kind of Fourth Reich. The language of the media--an almost impenetrable language, which you cannot escape and which is extremely despotic. Of course one can live nonetheless. It should not be over-dramatised--but maybe it does intervene in the existence of the individual or confine it. At least it often appears to get close to that. And, in contrast to the Thousand Year Reich, which only lasted 12 years, here there is no end in sight. This language of the Fourth Reich will carry on for more than a thousand years. It will go on until the end of the world, unfortunately, and the hammering will become more and more impenetrable.
Thomas Deichmann: In Austria Thomas Bernhard has been something like an institutionalised literary scandal for years. But the remarkable thing in scandals about him is that the dividing lines are always very clear. The right denounce him as an affront to the nation. The left, or more broadly people who cherish literary freedom and who value art as a provocation or an experiment, side with Bernhard. These old dividing lines between right and left now have become blurred or, indeed, vanished altogether. Is this perhaps also reflected in the reaction to your text? Peter Handke: Certainly, at least in my case--if you want to call it a case--entirely. This is a mysterious hand-in-hand, if not operation, then hand-in-hand swindle between absolutely reactionary, conservative, and less conservative, but absolutely reactionary press organs who look forward to an old-new Germany, and those who should actually aim at enlightenment--in the old days one would have said left-wing papers, like taz. This is a mystery to me. But it is a fact which can no longer be undone.

I don t like to theorise or politicise, but Serbia was probably what corresponded to the inner emptiness of many people, who otherwise no longer have any commitment, any passion or, above all, any vision. The artificially created aggressor Serbia and the tunnel vision it produced then came along and filled this emptiness. In its worst form this can be studied in the philosophers Bernard-Henri Levy and Alain Finkielkraut.

Recently I saw a film on French television, where this man Bernard-Henri Levy wanted to occupy the Yugoslav Cultural Institute in Paris together with his horde of so-called well-meaning people. The institute is administered more than directed by an elderly woman. I will never forget what this film showed. Perhaps a small, rather unimportant thing, how this self-proclaimed people s commissar Bernard-Henri Levy stands there and his people try to take the keys out of the hand of the old woman. She says, you can t do this, we are the tenants here, you cannot go in. And how these people, with an exceedingly friendly, shit-friendly expression, a Tartuffe-like expression, get violent with the woman, and how Bernard-Henri Levy stands looking on with his elegant coat and his arms folded and thinks, now I rule the world. My friends are taking this terrible key from this terrible Serbo woman out of her terrible Serbian murderer s hand, and I stand there smiling with finely pursed lips and am in the centre of history .

This film which was just shown once very briefly on television should be shown to everyone. It was paradigmatic, symbolic of how many of the intellectuals who actually want to enlighten have degenerated. They are blind, and I have said: they are the new Tartuffes. My only inspiration in travelling around and reading the papers vilifying my stuff is that I must write a play which must be called
The New Tartuffe. And the leading characters would have to be people like Bernard-Henri Levy and also my so-called Slovenian translator, who wants to defend the Slovenian killers who have the death of Yugoslav soldiers on their consciences.

So all I can say is: whatever has happened, I actually only see stink and smoke bombs. But there will be a time when the smell and the smoke against my thing will have faded and people will be able to read my text--sometime. But even if this does not happen, I have the impression that this slogan from the Spanish civil war is still true:
No pasaran . The media will not win at least in this injustice against Serbia. No pasaran , this must not happen.

This is where literature and my everyday life come together in a good way. I have always wished to have authority in writing. Most of the time I have not had it, which is also all right. But for the first time, I have this feeling that there is authority in my writing, which I like. This time, with the Serbia article, even more.
Thomas Deichmann: In an article in Novo we have tried to grasp this intellectual trend more globally, and used the term soft totalitarianism to describe the present situation. Peter Handke: Maybe soft is not the word. Gentle or creeping might be better, or hypocritical, obtuse, without clarity.

I said in my outburst after the first Vienna reading, that it appears as though a profession--journalists--imagines that it owns reason as its property. I think I also said there that it seems as if a group claims to own the dead in Yugoslavia, as if they belonged to this profession, to the journalists. This profession, as it were, administers the empathy, the compassion. And then I said in that outburst: why don t you register your war dead in the land register as owners. The journalists obtain a pontificating manner of speaking by claiming that reason is on their side. As if reason was ever fixed. Reason must be newly fought for with every new problem. This is what I feel I have done. That is like a soft totalitarianism, impenetrable.
Thomas Deichmann: This situation means that even posing certain questions is no longer permissible. Otherwise you get torn to shreds. This is also an undemocratic development. Peter Handke: It is not only that you are not allowed to ask questions, but when you ask them, there is no discussion, no argument, no dispute, but, as you have seen, every big paper just lets people scream, vilify and denounce--and this not just once, but it does not stop. My thing was put down by each big paper four or five times in a row. Apparently it is not enough to raise an objection on the basis of the reason these people claim to have, and then that is it. No, it has to be done five or six times. And each time with a new variation, not of reason, but of irrationality.

(Translated from the German by Sabine Reul. The original, full version of the interview was published in
Novo, No22 May/June 1996, available from Novo, see box below.)

Soft totalitarianism

Following Gunter Grass, the esteemed Austrian writer Peter Handke has become the latest victim of the new German conventionalism. Handke s book about his travels in the former Yugoslavia, Eine winterliche Reise zu den Fluessen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit fuer Serbien (A Winter Visit to the Rivers Danube, Save, Morawa and Drina, or Justice for Serbia), has provoked a storm of outrage because he dares to describe Serbs as ordinary human beings.

Peter Handke s travelogue does not contain any stunning new revelations about the Yugoslav civil war. Nonetheless Handke, until recently one of the most prominent representatives of postwar German literature, has been subjected to moral vituperation. Why? Because he questioned the European media s lopsided presentation of the war and their demonising of the Serbs.

Like Grass, who was chastised for querying the modalities of German reunification in his latest novel
Ein weites Feld last autumn, Handke has fallen victim to an alarming new trend which would deny writers the right to describe the world as they see it. The fact that Handke does not share the assumptions which have governed public debate of the Balkans war for the past five years has evoked furious responses from people who, for better or worse, represent the cream of the European intelligentsia.

In his book, Handke challenges the black-and-white consensus which neatly divides the parties to the Yugoslav conflict into good and evil, victims and perpetrators, humans and barbarians. He criticises war reporters and commentators who have presented plenty of accusations and moral judgements, but only sparse analysis, accusing them of always thrashing into the same word and picture groove . That the people so criticised did not respond favourably to Handke s text is understandable. What is less understandable is the hysteria with which the literary review pages reacted to it.

Handke was a terrorist , a narcissist , a reactionary romanticist , a guru of a new anti-intellectual harmony-trip --but with a remarkable killer instinct --who employed revolting insinuations and adhered to a new war, blood and earth creed . These and other epithets were hurled at Handke by writers and critics in the literature pages of Europe s leading newspapers, from the
Frankfurter Allgemeine Zeitung to the left-wing taz, and from Corriere della Sera to the Neue Zuericher Zeitung.

A highly respected writer says what others must feel, but do not dare to say any more: that the prejudices and moral posturing which have governed discussion of the Balkans war express an intellectual impoverishment which is almost as frightening as the war itself. Even if they disagreed with the argument, one might expect literary critics to accept such a book as confirmation of literature s ability to, at least occasionally, challenge accepted wisdom and broaden horizons. At the very least, those who claim a professional knowledge of literature might be expected to uphold an author s right to say what he thinks and feels without deference to established taboos. Far from it.

Freedom of literary expression is precisely what Handke s detractors in the intelligentsia vigorously deny--and this is the significance of the discussion. Many of Handke s critics have dressed up their attacks in imaginative textual criticism. But their argument can be simply summed up: There are things even the most accomplished author is not permitted to write.

Handke has been criticised for visiting Serbia instead of Bosnia, for describing other-yellow noodle nests in the Belgrade market, instead of Bosnian war victims, and for calling reporters who delivered one-sided verdicts against one of the warring parties as war-dogs . Since when is this impermissible? Where does it say that writers must go to Bosnia and avoid Serbia? The logical conclusion would be that countries falling foul of international opinion should no longer exist in literature--except perhaps to amplify established views about the place concerned. The circle of countries eligible for friendly treatment in prose would shrink rather rapidly. Who would dare write about Iran, Rwanda or China?

Why should it be prohibited to criticise as war-dogs reporters who have forgotten the difference between reporting a war and joining it? And since when, of all things, is a literary motif like the atmospheric appeal of vegetables in a Mediterranean marketplace a sign of a new culture of aggressive silence (
Der Spiegel) or a distraction from the essential (Frankfurter Rundschau)? Evidently new rules have been established for writing in war zones which were previously unknown to us. Once literature is subjected to moral or political policing, where will it end?

People who should know better seem to have forgotten that there can be no literature worthy of the name without freedom of expression. When the German writer Peter Schneider, for example, charges Handke with having a killer instinct , and states that, since Handke presented no new facts he was not entitled to look reporters and historians over the shoulder with a sense of personal superiority (
Der Spiegel, No3 1996), one can only rub one s eyes in amazement. Since when are writers not entitled to look over the shoulders of members of any profession? Where would world literature be without the critical and provocative interrogation of authorities, delusions and conventions? And, one might add, where would we all be without the occasionally liberating impulse of such disobedience?

The campaign against Peter Handke reflects an important new trend in society, a soft totalitarianism. Soft because it does not come from above with prisons and torture, but out of the middle of society and in the name of morality and compassion. The irony is that this new totalitarianism always refers to the danger of fascism to support its demands for new moral codes and regulations. This withdrawal behind an apparently unassailable moral barricade serves simply to justify a climate of moral insinuation, witch-hunting and criminalisation. And this is the climate to which even literature must apparently bow today.

What has happened? The stable framework within which European intellectuals could order the world and define their own positions during the Cold War has vanished. Since then intellectuals have been desperately searching for new causes and certainties that can give some coherence to their worldview. Hence the confused morass of pessimistic introspection and the passionate commitment to one apparently worthy cause after another--of which the latest, however, tends always to be worse than the one before. If words in the process become mere projectiles, who can blame an author for assuming there is more peacemaking potential in other-yellow noodles in a market than in the brains of the intelligentsia?
Sabine Reul and Thomas Deichmann

Sabine Reul is convening the course Reconstructing Social Engagement at The Week conference in July.


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Reproduced from Living Marxism issue 91, June 1996






http://www.informinc.co.uk/LM/LM91/LM91_Handke.html



2372, 15. Jun 1996.
Inicijativa iz Beca
Handke nije sam
Ili: letnje putovanje naseg novinara do obala gornjeg Dunava na konferenciju Beli grad (podrzanu od austrijske drzave)
Posle dvodnevnog citanja referata, raspravljanja, polemika, aplauza, dovrsavanja misli u kafeu Lihtenstajn , odjednom se ukazao zakljucak. Kristine fon Kol, dugogodisnja dopisnica austrijskih listova iz Beograda, javila se iz publike i odlucno rekla: Ne vidim zasto bi se zapadni i austrijski novinari sada toliko izvinjavali Srbima za svoje izvestavanje iz ovog rata. Mi smo pisali na osnovu cinjenica i ja sam protiv da se branim od toga.
Tihi mladic s kraja stola je podigao ruku. Robert Misik iz Profila (ugledni becki njuzmagazin, prim. S.R.), dosapnula mi je koleginica iz splitskog Feral tribjuna . Oni su bliski Handkeu. I kao neko ko ne potcenjuje iskustvo starijeg, ali se drzi principa da svako pre svega govori o svojoj krivici , Misik se okrenuo sagovornici: Gospodjo fon Kol, kad cujem rec cinjenica odmah postanem skeptican. Cinjenice imaju smisla samo ako se sagledaju u kontekstu. Zapadno novinarstvo mora preuzeti deo odgovornosti za to sto je citav narod oznacilo krivcem. Situacija se menja, zig krivice ostaje. (Aplauz)
Tada je vec bilo jasno da Peter Handke - optuzivan kao srpski prijatelj , cijeg su Zimskog putovanja do reka Dunava, Save, Morave i Drine puni becki knjizarski izlozi - nije usamljeni jahac u bivsoj carevini. I nisu to nikakvi novi srpski prijatelji tipa Sifera i Di Stefana.
 Posle visegodisnjeg prekida odnosa sa Beogradom i posle uspostavljanja mirovnog procesa u bivsoj Jugoslaviji, opet je doslo vreme da se svim zainteresovanim i strucnjacima u Austriji ponudi mogucnost da upoznaju razvoj Beograda poslednjih nekoliko godina , pisalo je u zvanicnom vodicu konferencije. Dijalog sa srpskim piscima pocinje kasno. Vrlo kasno , rekao je Aleksandar Gize iz austrijskog Pen kluba. Ipak, pred nama je cast da unapredjujemo saradnju, a ne mrznju. Hanes Svoboda, gradski vecnik, ispricao je kako je prvi put prosle godine bio u Beogradu. Posle svega: Vazno im je reci: Dobrodosli u Evropu! Ja sam sebi postavio zadatak da tamo pruzimo ruke Evrope. Grad kao sto je Beograd pripada Evropi, kao i Bec.
Odgovornost
Poznati skeptikos Stojan Cerovic, novinar nedeljnika Vreme ostao je u ovoj situaciji dosledan: Laska nam toliko poverenje u nas povratak u Evropu. Ja, licno, ne znam za drugu opciju, ali nisam spreman da odem odavde sa osecanjem da smo obavili posao. Nama tek predstoji rad samih sa sobom. Moramo se suociti sa sobom da bismo postali kompatibilni svetu. Ja moram ovde da podsetim da sve teznje u Srbiji ne idu u tom pravcu. Mnogo je jos zaziranja od Evrope.
Voditelj, inace i clan Saveta Evrope, Rajmond Veber okrenuo se Erhardu Buseku, do prosle godine icekancelaru Austrije, podsecajuci ga da je i on bio kreator politike koja je dovela do stanja o kome se sad raspravlja.
 Ja mislim da takva diskusija sa prebacivanjima nije sada produktivna , uzvratio je iskusni igrac cija je snalazljivost svakako bivala i na vecim probama. Ovde moramo prebaciti odgovornost na vlast u Srbiji. Ja nisam spreman da prihvatim opstu amneziju. Ne moze se sve zaboraviti.
Opet Kristine fon Kol. Prvo je uporedila Srbiju u ovom ratu sa nacistickom Nemackom, a onda rekla: Sa ovim politickim vodjstvom, Srbija nikad nece biti primljena u Evropu.
Ksenija Lebedinski, inzenjer, 1992. dosla u Bec, javila se iz publike: Pa, dobro, hoce li se pruziti ruka Beogradu ili ce se sad po receptu gospodje fon Kol i dalje ucenjivati?
Ivan Ivanji, jedan od organizatora skupa, inace nas pisac koji zivi u Becu smatra da je najznacajnije uspostavljanje mere izmedju realne politike i morala. Zatrazio je da se iz demokratije insistira na demokratskim pravilima: Ne moze se spolja odredjivati sta ce neko tamo u Srbiji da radi. Valja imati strpljenja. Zasto bi Bec propisivao pravila igre za Beograd?
Hanes Svoboda: Mi ne mozemo da propisujemo kako ce se ziveti u Beogradu, ali postoje dostignuti civilizacijski standardi i mi u Evropi imamo pravo da to zahtevamo. Zbog mira u Evropi. Jer je direktna veza izmedju mira i demokratije.
Austrijanka iz publike: Mi ovde pricamo s njima. Nasi biznismeni su vec otisli u Beograd. Sve se desava suvise brzo. Ne moze se sada sesti za sto sa ljudima koji su sve to do juce cinili.
Austrijanac iz publike koji se predstavio kao Hofner: Ovi ljudi koji ovde sede doskora su bili Jugosloveni. Njihove zemlje vise nema. A za to i Austrija snosi deo krivice. Genser i Mok snose krivicu.
Nacizam
Javila se Veronika Sejr, dopisnik austrijske drzavne televizije (ORF) iz Beograda: Gospodine Busek, vi ste ucestvovali u tome. Molim vas, kazite mi sad kako da odgovaram na pitanje koje cesto slusam u Beogradu: sta se to, zaboga, desilo? Kakav je to demon usao pocetkom devedesetih u austrijsku spoljnu politiku? Je li to bilo zbog krize vladajuce koalicije, da se ministru Moku dozvoljavalo da radi sta hoce?
Ali vest je covek Erhard Busek. Dok je nesto belezio, dozvolio je da se javi Dragoljub Micunovic koji je odbacio kao neumesno poredjenje nacisticke Nemacke i danasnje Srbije. Oko osamdeset odsto mladica je izbeglo poziv za mobilizaciju. Vecina gradjana je bila protiv rata. Nije bilo moguce organizovati manifestacije podrske ratu u Beogradu, dok je antiratnih manifestacija bilo citavo vreme.
Erhard Busek dize ruku: Ja verujem da je osamdeset odsto njih bilo protiv rata. Ali nisu svi ni u nacistickoj Nemackoj bili za rat. Moj otac nije bio nacista i bio je protiv. Ali je mobilisan. Odveden nasilno. Njemu su posle rata govorili: Ti si nacista . I celog zivota je imao problema. I ja sam zbog toga imao problema. A sto se tice pitanja gospodje Sejr, moram da kazem da ce tu biti dosta posla za istoricare. Bilo je u tom periodu mnogo gresaka. Ja se licno u mnogo cemu nisam slagao sa Mokom, ali ovde moram da ga branim. Ne mozemo mi misliti kako su svi tada hteli da odrze Jugoslaviju. Bilo je ljudi koji su hapseni i u toj zemlji. Pitajte Savku Dabpcevic-Kucar sta ona misli o toj drzavi. Zaboravili ste kako je uguseno Hrvatsko proljece . A to je bilo isto sto i Prasko prolece .
Ovakvo razumevanje zbivanja u bivsoj Jugoslaviji svakako nije vodilo smirivanju polemike, ali je vreme isticalo i voditelj sesije novinar Der standarda Erhard Stakl je zakljucio da se moze uzeti kao cinjenica da je otvoren i miran razgovor sa Beogradom moguc .
Skadar
Medjunarodna konferencija Beli grad u beckom Muzeju za modernu umetnost sa temom o stanju obrazovanja, kulture i informisanja zavrsena je pola sata kasnije koncertom tradicionalne srpske muzike naslovljenim: Building the Skadar . Zidanje Skadra Austrijancima verovatno i nije neka poruka. Ali za Srbe, skepticniju, tesko je uputiti.
Povremeno izlazeci iz ove zemlje u poslednjih pet godina, putnik je mogao primetiti kako prepoznaje sve manje stvari u svetskim izlozima. Nase zaostajanje je dramaticno. Reci kao sto su lep-top , desk-top , i- mejl , internet , sajberspejs , razumevaju se kod nas kao zilvernovske izmisljotine cudesa iz daleke buducnosti. U svetu, u Becu, to je svakodnevica.
Cak ako se dobra volja sa Zapada bude sirila i brze nego sto to moralisti i skeptici zele, prepreke ce biti visoke i svet ce bezati ispred nas kao u ruznom snu. Jer to cime smo mi opsednuti nije u evropskom vidokrugu problema. Svako ko u potrebi Austrijanaca da rasciste nedoumice oko uloge svoje drzave i svojih medija u balkanskom ratu nalazi mitsko klecanje pred Srbima na pogresnom je koloseku. Verovati da ce, kao u filmovima sa Dzonom Vejnom, Veliki evropski brat sici do naseg poglavice i priznati mu kako su neki liferanti dabrovih koza bacali u izvor zelene reke koja tece kroz nasu dolinu neko brasno od gljiva ludara - besmislena je iluzija. Trazenje istine i inace nije spiritus movens ovoga sveta. Gubimo vreme. Ovo je svet akcije. Oni koji traze sazaljenje, pomilovanje i pravdu (cak i kad bi to mogli cista srca, sto Srbi posle ovog rata ne mogu), pretvaraju se u rezervate do kojih ce nesto hleba, soli i konzerviranog gulasa od ludih krava stici ali tretman dostojan ravnopravna coveka - nikad. Srpsko drustvo se ozbiljno podelilo: hoce li u Evropu ili u zatvaranje , rekao je na skupu profesor Ivan Ivic. Ta tendencija okretanja svom narodu , Vizantiji, i pravoslavnoj Rusiji, jos je vrlo jaka. Nju podrzava slabiji deo drustva koji nije spreman da se izlozi bilo kakvoj konkurenciji. Zato su za nas izlaz kljucne dve reci: interes i korist. Obostrana korist. Ne pomoc. Interes.
Geto
A tezak je put pred nama. Pet godina nema normalnog protoka informacija. Nas partner misli o nama u hladnoratovskim stereotipima. Tako su za film Geto - tajni zivot grada (produkcija Radio B 92, reditelji Ivan Markov i Mladen Maticevic) organizatori u cudu govorili kako je prikazan u Beogradu . I ako pricate da se danas u Beogradu sve moze prikazati (naravno, ne na RTS), oni vas gledaju pomalo sazaljivo i oprezno se okrecu okolo trazeci specijalnog agenta u crvenom odelu i sa crnom kapom lenjinovkom navucenom do nosa. Taj svet, naravno, ima druga posla do da se tajnim kanalima obavestava o novim pravilima igre u nasem nesrecnom i osiromasenom drustvu.
Tako se Erhard Busek bacio na objasnjavanje banalnog pitanja iz publike: zasto Austrija, ako hoce da pomogne Srbiji na putu u Evropu, prvo ne ukine vize. Ovako: Da li ste vi sigurni da Jugosloveni ne zele vize? Ja mislim da tamosnja vlada zeli da zna ko gde putuje. Da li mozete da zamislite Jugoslovena koji bi na ovo umeo da kaze i rec. Sta? Da je vlasti lakse da ne izdaje pasose nego da placa spijune po austrijskoj ambasadi koji ce joj dostavljati spiskove drzavnih izdajnika sto zele da promole nos iz zemlje? Ali o prognanim iz sveta moguce je sve misliti a da to ne bude upitno.
Ili, kako prigovoriti velecasnom Helmutu Sileru, generalnom vikaru iz Beca, koji ovako odgovara na pitanje Veronike Sejr (ORF) zasto se u Srbiju koja je veca, izbeglicama salje 200 kamiona pomoci u odnosu na dve hiljade kamiona za hrvatsko-bosansku stranu? Kad se daje pomoc, nije najvazniji kvantitet , kaze. Pa dodaje: Mreza za raspodelu pomoci neuporedivo je razvijenija na onoj drugoj strani. Kad si izvan sveta, u stvari, i ne postojis za normalnu pamet i normalan put. Tek tu i tamo izranjas u svesti avanturista ili ljudi cija je savest jaca od prakticnosti.
Gerhard Nevelkovski sa Instituta za slavistiku Univerziteta u Klagenfurtu govorio je o posledicama embarga: Obustavljena je razmena studenata. Nije bilo ekskurzija. Prekinuta razmena knjiga. Narocito ce biti tesko nadomestiti komplete novina i casopisa. A mi danas ne znamo sta se desava u Jugoslaviji. Sad se vidi da je od embarga stetu imala i Austrija, a ne samo Jugoslavija.
Jasno je onda zasto umetnik s ovu stranu nove gvozdene zavese mora za dijalog s Austrijancem krajnje ozbiljno pisati duge referate o retorskim pitanjima: Igrati ili ne igrati - bilo je pitanje . A sta bi to srpski glumac mogao da radi da nije igrao? U partizane se nije moglo. Da se prihvati posla u fabrici koja nije radila? Da ceka poziv iz Austrije, iz Holivuda? Zakljucili smo da dizanjem zavese svake veceri, pripremanjem i izvodjenjem predstava, pisanjem drama, bavljenjem svojim poslom, branimo civilni zivot i opstanak. Pozoriste je tako bilo jedna vrsta uporista za ideje neratnika , napisala je u referatu za austrijske prijatelje Vida Ognjenovic.
Novinari
A kad vec budete izgurani na kraj sveta , onda novinari-izvestaci najcesce ne ulaze u detalje nego protrcavaju kroz Jugoslaviju i javljaju o zemlji mraka i odmetnickog naroda. Tako se i specijalista za jugoslovenske prostore iz nedeljnika Spigl Roland Slajher u jednom trenutku zive diskusije otisnuo niz reku bez povratka , i kao masinbravar iz hamburskog brodogradjevinskog preduzeca koji kad dodje do svoje krigle penusavog piva u pauzi za frustuk, voli da misli o egzoticnim zemljama, pitao: Zasto novinari iz nezavisnih medija Srbije i Hrvatske nisu hrabriji? Niko nije odgovorio na pitanje, a nije ni pitao Slajhera sta pod tim podrazumeva. Koje je to drugo oruzje novinara osim hemijske olovke, posto mi jos lep-top nemamo? pitam ga u kafeu Lihtenstajn . On se smeje. Slazemo se da danas Srbe mozes pitati sto god ti padne na pamet, a da u tome niko ne nadje nista cudno. Smejemo se. Sta si mislio , pitam kad smo se uozbiljili, pa da to NIN ekskluzivno javi kolegama, dole na Balkanu. Da se mozda bacamo pod vozove na kojima su bili tenkovi? Da busimo gume vojnim kamionima? Da bacamo bombe na Milosevicev automobil? Ne da bacate bombe, nego da se malo vise napregnete , kaze i onako gestom, valjda karakteristicnim za Nemce, pokazuje na glavu. Jos smo se malo smejali u kafeu Lihtenstajn i on ode za Hamburg. Nema ljutis. Sve je to stvarnost koju smo na neki nacin zasluzili.
Ali od svega je najgore sto su simptomi poboljsanja kod bolesnika na uscu Save u Dunav neznatni. To sto se, ipak, posle dva dana moglo videti - a da nije fatamorgana - kao pruzene ruke belom gradu koji ce moci da se opase snagom. Koliko nas ima u ovom gradu da ce moci iskreno da se rukuju? I o miru se kod nas govori jezikom rata , rekao je profesor dr Ranko Bugarski. Nista se u jeziku nije promenilo posle Dejtona i Pariza. A zna se da je rat poceo u jeziku, pa se onda preneo na bojno polje.
Zna se, ali se jos nema utisak, nazalost, da u Belom gradu um caruje . Nasilje i destrukcija na svim nivoima jos uvek valjaju balvane naseg nezadovoljstva . I oni koji su kao, svakako nas najbolji karikaturista Predrag Koraksic, na pocetku rata pred galerijom politickih podlaca i bukvalno ostali bez reci , nemaju, niti ce uskoro imati, vise vazduha. Ali, shonj must go on. To je ipak vrhunski princip naseg zivljenja. A negde iza dina nase pustinje postoji oaza. Samo treba putovati dugo, dugo...
Eto, to je najoptimisticniji kraj za ovaj tekst u kome smo javili o tolikim ljudima iz Evrope koji su sada spremni da pruze ruke Belom gradu.
#Slobodan Reljic
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Ekskluzivno
Handke u intervjuu posle putovanja u ratno podrucje:
 To sto se desilo je najprljavija stvar posle Hitlera.
Mnogi se uzaludno trude da sa njim razgovaraju. Peter Handke (56), austrijski pisac svetskog ugleda, koji se upravo vratio sa svog drugog srpskog putovanja u zemlju njegovog izbora Francusku, zbog svog prosrpskog stava i zbog svoje osude NATO bombardovanja cesto je zapadao u diskusije zadahnute mrznjom. Procitajte prvi put sta Handke kaze o ratu, Milosevicu, arnautskim izbeglicama, njegovim kriticarima i njegovom komadu o Srbiji Voznja ccunom (praizvedba: 9. juna u Burg teatru ).

NEWS:G.
Handke, da li ste vi Srbin, mozda i Velikosrbin, kako je vec pisano? Handke: Sve ono sto nije gnusno i prljavo antisrpsko danas mora da bude oznaceno kao prosrpsko. Za mene je antisrpstvo, sto se kao matica prljavstine svaljuje na jedan narod, postalo psovka kao antisemitizam. Antisrbi su za mene jednako zli i nepodnosljivi kao i antisemiti u najgore doba. Ja nisam prosrpski, ja sam sa Srbima fizicki, istorijski, srcem, u mislima, stopama, rukama. U tome nema igre ni za trenutak.
To je tezza, propustljivost, pogled. Vise ne treba da trabunjam o ljubavi. Ja sam uz njih. I zato sam ovde, u blizini Pariza, nemirniji nego tamo.

NEWS: Koji je bio Vas prvi utisak kad ste stupili u zemlju?
Handke: Najupecatljiviji je bio osecaj nemogucnosti da se izbegne smrt kod vojnika. Nisam ih mogao videti u cetama, vec pojedinacno, pomalo zakamuflirane, kako negde cuvaju kasarne kraj Save. Jedan je tako stajao sam napolju u travi, a nebo vedro - znak da bi danas mogle padati bombe. Ranije je objavljivana
carska vremenska prognoza, a danas se objavljuje bombaska.
 Uopste nije bilo nikakve propagande, a ljudi su bili nekako, na neki mozda srpski nacin, usamljeni, a opet zajedno. Cak i na skupovima na Trgu Republike nisam stekao utisak da su bili organizovani. Tamo nije bilo samo rok muzike, kao sto se stalno pise, nego je bilo i folka i bluesa, a citane su i pesme velikih srpskih pesnika. Najgore sto sam u vezi sa tim procitao bilo je u Le Monde : kako i africka plemena drvenim bubnjevima hrabre mlade ljude pre nego sto ih posalju u rat. Ali na tim skupovima bilo je i crkvenih pojanja i pesama Ive Andrica.

NEWS: Zbog Vaseg stava navlacite na sebe mnogo zlobe.
Handke: Moje glediste, koje ne predstavlja utvrdjeno misljenje, vec stav, pruza mi priliku da svedocim neko vreme prisustvom a zatim pricom o onome sta sam video, razmisljao i osecao.
 Bez osecanja ne postoje nikakve misli. Od pocetka uvek postoji jezicki problem. Kad sam otputovao na pocetku rata, u prevodu mog jedinog poluzvanicnog stava sa francuskog jezika ispalo je sledece: Bio je tamo da bi onjusio miris rata. Ali, ja sam rekao da zelim osetiti zemlju. Tako je i sa pricom o srpskom vitezu, za koga je trebalo da budem proglasen. Kad sam se vratio u Francusku, nasao sam telefaks od jedne organizacije Srba iz sveta, koja nema nikakve veze sa srpskim drzavnim vlastima. To su nevesti dobronamerni ljudi koji su upravo u tom trenutku obelodanili takvu smesnu stvar.

NEWS: U Evropi su danas nekadasnji mirotvorni demonstranti, crveni i zeleni ministri, odgovorni za bombardovanje.
Handke: Onaj Spanac iz NATO, cije ime ne mogu da prevalim preko usana, kao izgovor za rat navodi: Ne mogu da budem zao covek, jer sam sezdesetosmas.
 Americki govnar, engleska lutka, svi ovi zlocinci pripadaju generaciji koja nam je pevala Make love not war . I zato, kako kazu, ne mogu da budu hladni ratnici.
A ja im sad kazem: ja hiljadostruko pretpostavljam hladne ratnike ovim promasenim hipicima.
Brechtova izreka plodan je vec izdanak iz kojeg je ovo ispuzalo , pokazuje se tacnom na Flower-power i Make love not war - zelenima. Po rasprostranjenom uverenju, kreature koje su ispuzale iz ovog izdanka jesu radikalni desnicari. Ali oni su za mene mrtvorodjencad, opasna koliko i lesinski otrov. Za mene je to, sto je ispuzalo iz izdanka, nesto drugo: zeleni, onaj tip koji je savezni kancelar i bombaski ministar. To je vecito grozna Nemacka.

NEWS: Sada bi neki ljudi voleli da vide Austriju u NATO i odustanu od neutralnosti.
Handke: Jedino sto sam u Jugoslaviji prijatno cuo o Zapadu, odnosilo se na Austriju. Oni naravno kao utopljenici tragaju za necim za sta bi se mogli uhvatiti. A to sto Austrija nije dopustila prelet NATO bombarderima, za njih vec nesto znaci.

NEWS: Vi zivite u jednoj NATO zemlji. Ne zelite li da se vratite u Austriju?
Handke: Kada ovde u Francuskoj na pijaci vidim naokolo ljude koji stoje i razmenjuju svoje isprazne uctive floskule, rado bih svakog od njih sutnuo u dupe: Zar ti ljudi ne znaju da vode rat protiv jedne male zemlje? Ali u Austriju se ne vracam. Ovde, u mojoj kuci i u mom vrtu, nalazi se moja samoproglasena enklava. Iako je iza kedrova vojni aerodrom, na koji slecu svi sefovi drzava i nazalost se ne skrse, i sa koga od jutra do veceri polaze bombarderi. Danas je primetno tiho. To bi mogao da bude dobar ili los znak. Eto, vec stize i paranoja. Tako se prica i o Srbima. No, zar njih stvarno ne bombarduju? Ministar Jovanovic mi je na njegov nedostizno otmeni i prirodan nacin kazao: Kad razgovaram sa mojim kolegama - a mislio je na bukace i zlocince, koji razmrvljuju njegovu zemlju - onda ne smem da izgovorim rec zrtva. Jer drugi odmah pomisle da je rec o srpskoj zrtvenoj umisljenosti . Ipak, postoji zrtva i jos kakvo vristajuce zlopacenje. Po mom misljenju, ono sto se zapravo desilo u ovom ratu jeste zlocin ostatka Evrope i bivse Evrope. Kad NATO bombarduje izbeglicku kolonu ili zeleznicki most preko kojeg upravo prelazi voz, pa kaze da je to tragicna greska , onda je rec tragicna zauvek ocrnjena.

NEWS: Vi ste se okrenuli i protiv novinara.
Handke: Kod tih tipova odavno ne vidim nikakvog posla. Bio sam u Jugoslaviji, i za to vreme sam i radio. A novinari i politicari? Da li je ubijanje posao? Ovi novinski pacovi zaradjuju prokleti novac na svom neradu, kroz svoje spremljene recenice i spremljene slike. Evo jednog od najtezih medju hiljadu skandala.
 Na drugoj strani, upravo sam u Le Monde citao da sada mnogi fotoreporteri oklevaju da fotografisu lica ovih izbeglica. Oni bi radije fotografisali fotografe koji izbliza prave velike snimke u toj retkoj mesavini iznurenosti i beznadja. Trebalo bi uz to snimiti i zvuke, sta prevodioci kazu izbeglicama i kako su nastale te fotografije. Svet je velika pijaca informacija. Zato se pomocu slika i reci moze najvise obmanuti i najvise zaraditi.

NEWS: Nasrnuli su isto tako i na Vas komad Voznja ccunom , mada je on tek objavljen.
Handke: Da, u Zeitu i u Frankfurter Rundschau . Kada bi neki sportski ili lokalni izvestac tako sasvim lazno predstavio poljoprivrednu izlozbu ili biciklisticku trku, smesta bi bio otpusten. Ali, politicki i novinari iz kulture smeju da napisu svakakvo djubre.
 Jedan pise da je izdavac ranije objavio knjigu da bi zaradio novac, ne znajuci da je knjiga jos zimus bila najavljena za ovaj termin. Tako je nacinjena kleveta.
 Prica se da sam ja poricao pokolj u Srebrenici, iako te reci u komadu izgovara jedan ludak. Novinarstvo ne predstavlja vise profesiju. Kad bi to ponovo trebalo da postane moralo bi biti sazdano na lokalnom i sportskom novinarstvu.

NEWS: Kako se ponasate u vezi sa pokusajima diskvalifikacije Vaseg dela?
Handke: Opisao sam to u Popodnevu jednog pisca : delo se ne moze izlizati. Nacinjeno je od vazduha i najvise sto se moze uraditi je da bude odlozeno. Ja sam nisam dao ni trunku sanse novinarima. A s druge strane, ni oni meni nisu dali trunku sanse. Ono sto mene boli jeste Jugoslavija.

NEWS: Prebacuju Vam da ne pravite razliku izmedju naroda i Milosevica.
Handke: Ja uopste ne poznajem Slobodana Milosevica. Samo stalno slusam da je on diktator i da je krvnik. Mislim da je problem sto tog coveka niko ne poznaje. Sada bi mogli da me protumace kako zele. Ali, on je izabrani predsednik Jugoslavije i mora da brani drzavnu teritoriju. Svako na njegovom mestu morao bi da cini ono sto je on radio u poslednjih deset godina. Stalno mu prebacuju da je na Kosovu Polju milionu Srba, koji su tamo slavili, rekao: Niko vise ne sme da vas bije . Kazu, odatle je potekao nacionalizam Srba. Ali ja kazem: Srbi su bili i jesu najmanje nacionalisticki narod na Balkanu. Srpska zemlja ima najvise manjina, Cigana, Madjara i Arnauta. Izvesno je da je Tito 1974. dao Arnautima tako veliku autonomiju kakvu nema nijedna manjina u Evropi. Izvesno je da je bilo neophodno da Jugoslavija kosovskim Arnautima na pocetku bosanskog rata vrati autonomiju iz 1974. To Arnautima, medjutim, nije bilo dovoljno - oni hoce svoju drzavu, jer na 20 Arnauta dodje mozda jedan Srbin, ako se usudi. Sada su kosovski Arnauti propali sa svojom paralelnom drzavom, diplome njihovih paralelnih skola niko u Evropi ne priznaje, jer je to bilo apsolutno detinjasto. A ta detinjarija je dovela do nasilja. Arnautsko stanovnistvo na Kosovu cine seljaci na zemlji i klanovi koji zive na svojim ogromnim imanjima gotovo na velegradskom nivou.
 A rat, ili oslobodjenje - kako zelite, izazvalo je stanovnistvo iz ovih klanova. Tamo je postojala jos samo jedna jedina srpska kafana, poznata po tome, sto se u njoj desio prvi teroristicki cin te divne organizacije, cije ime necu reci (-UCK, prim.-).
 Dve nedelje pre toga na ulici je nestalo svetla, a onda su kroz vrata usli preruseni ljudi i u jednoj minuti ubili petoricu. I jos uvek kazu da su Srbi to samo isprovocirali.

NEWS: Moze li se ovo uporediti sa tim kako je izbio Drugi svetski rat?
Handke: Da, bombardovanje Jugoslavije mi upravo tako izgleda: Vec toliko i toliko sati se uzvraca vatra.
 Isto onako podmuklo, brutalno i prljavo kao sto su Nemci u Drugom svetskom ratu slomili ogradu, tako je i NATO napao Jugoslaviju. Cak i upotreba jezika! Rat na Kosovu , tako sam i ja mogao da otkocim moje naliv-pero. Ja to zovem Rat protiv Jugoslavije . Ili kad bi proteklih godina na Kosovu pucali na policajca iz zasede, proglasili bi ga za srpskog krvnika. Voleo bih da vidim sta bi bilo kad bi u Kentuckyju jedan Eskim ili Austrijanac ubio policajca. Takvom bi sledovalo ubrizgavanje otrova.

NEWS: Prebacivali su Vam sto bombardovanje jedne fabrike automobila stavljate iznad sudbine prognanih.
Handke: Nije rec samo o jednoj fabrici automobila u Kragujevcu. To je grad mucenik, tesko stradao u Drugom svetskom ratu, kada je stotine ucenika streljano u znak odmazde zbog partizanskog napada. Onda je posle rata podignuta predivna fabrika, industrijski centar, srce Jugoslavije. A pod izgovorom da su se tu proizvodili i pistolji, NATO je bombardovao ovu fabriku i unistio radna mesta u citavoj jednoj regiji, i pored toga sve alatke. Kaze se i: covek je postao covek onda kad je prisvojio alatku.
 Osim toga, tamo je unistena toplana koja je grejala stanove 150.000 ljudi. Jos jedna toplana je unistena u Krusevcu. Vide se jos samo cevi koje vode prema gradu, a covek se pita: zasto? Vec jedanput je bombardovana, a zatim jos jednom. Jedan monah u manastiru Studenica rekao mi je: tako su ustase ubijale Jevreje i Srbe u Drugom svetskom ratu. Vracali bi se da jos nekoliko puta ubiju leseve. - Medju tim ubicama bilo je, inace, mnogo franjevaca, a stalno se papi mora zamerati sto je pre nekoliko meseci proglasio kardinala Stepinca, koji se u ratu izjasnio protiv srpskog naroda, blazenim. - Ili da uzmemo za primer skole. Zasto bombarduju skole na selu? Deca u Jugoslaviji vise ne idu u skolu! Sve je pomesano: rat, decji rodjendan, ispijanje vina i kasetne bombe koje leze u travi kao padobrani, i kad ih deca podignu lete u vazduh. A zasto bombarduju mostove?
 Nemacki Bombenhajni kazu da su mostovi u Novom Sadu bombardovani jer su bili korisceni za pokolje na Kosovu. Ali to je 500 km daleko! Spreman sam da im svima posaljem cijankalij. Za mene Bela kuca vise nije Bela kuca, vec srediste mracnjastva, i predlazem da se Oval office prezida u obliku bombe.

NEWS: A uzas na Kosovu?
Handke: Niko ne zna sta se desilo na Kosovu, jer niko ne moze da dodje tamo. Ali ono sto se zna jeste da umiru civili u Jugoslaviji. Slusam o masovnim silovanjima i progonima, a uvek stoji: Ne mozemo doduse nista da dokazemo, ali ce se to sigurno dokazati. Ima neceg jezicki kriticnog u toj formulaciji sto mi kaze: nesto je lazno. Ili kad se govori o deportovanima . Za mene je to obezvredjivanje jevrejskih patnji.
 Izbeglice koje tamo stizu, prognani, medjutim, svi isto pricaju.
 Da li zbog toga treba da im se veruje? Moze se siljak i okrenuti pa reci: mozda bi zato to i moglo da bude neverovatno. Inace, prica o ubogim lutalicama koje idu od jedne do druge granice pokrivena je, covered , u svim medijima. Kad je opet jednom tragicnom greskom NATO, koju su izazvali kompjuteristi, pogodio izbeglicku kolonu u kojoj je ubijeno jos 72 ljudi, pomislio sam: sad ce ovaj rat da prestane. Nista tako se nije desilo. Najpre je nemacki ministar za dosudjivanje kazao da su to bili Srbi jer su koristili stanovnistvo kao zivi stit.
Potom su morali da dodaju da je to bilo obicno ubistvo.

NEWS: Ali zasto Arnauti beze sa Kosova?
Handke: Otkud bih ja to znao? Pretpostavljam da je tamo opsta panika. Stari srpski monah iz okoline Pristine pricao mi je da su, cim je pocelo NATO bombardovanje, naokolo sa arnautske strane zapocelo je pucanje po srpskim kucama, jer su ovi pomislili, dajemo podrsku NATO-u kao kopnene trupe. Tada je, kaze on, policija naravno napala. Kosovo je prvih dana pored Beograda i Novog Sada bilo meta bombi i raketa. Sve to ima uticaja, pored psihoze i straha. I zasto se ne kaze, ono sto svaki svesno misleci covek moze da shvati: da su bombe prouzrokovale egzodus? A ko moze da zameri policiji i vojsci jedne drzave sto su udarili na jednu teroristicku organizaciju?
Hteo bih da vidim jednu drzavu na Zemlji koja ne bi ucinila isto. Osim toga, postoje i srpske izbeglice sa Kosova.
 Trebalo bi mozda pokusati da se doda i cetvrta strelica u pravcu Srbije, medju svim onim pogresnim od granice do granice. Mozda neko ukaze i na to koliko Arnauta mirno zivi u Beogradu. Ali, dovoljno je da kiosk jednog Arnauta bude provaljen, pa da se to nadje u svim novinama na svetu. Kao kad su pre tri godine u Beogradu jednog Cigancica ubili skinheadsi, to je zasluzilo 6 stubaca u New York Timesu .
 Ali, ukoliko postoji zemlja u kojoj se Cigani osecaju zasticeni, to je Srbija. I onda stizu takvi novinski izvestaji iz USA, gde se svakodnevno desavaju ogubljenja.
 Ne znam da li je iko pogubljen u Beogradu u poslednjih 20 godina. Naravno da i u Srbiji postoje stvari koje je moguce kritikovati. No, ja sam tamo uvek odlazio kao gost a ne novinar, koji dolazi da bi kritikovao. Naravno, i tamo postoje, kao i kod nas, mnogi politicari koji imaju interesa samo u borbi za vlast. Cak ni za vlast, jer ona danas ne pociva na ljudima, vec samo na spravama za mucenje, aparaturi i oruzju. Vecina politicara mi izgleda poput opsenara na trampolinama. Oni samo opsluzuju unistavacku masineriju vlasti.

NEWS: Ne osecate li se prilicno usamljeni Vasim angazmanom?
Handke: Ja sam usamljen, i zato je sve sto kazem smesno. To je fizicki zakon: ako 1.000 ljudi uvek isto prica, a onda dodje jedan i kaze, doziveo sam nesto drugacije, tada ce ovaj ispasti smesan. Ali mene to gotovo neprestano zaokuplja. Noc bombardovanja Beograda uoci mog povratka bila je uzasna. Jos je ujutro sve podrhtavalo. Ali kad smo napustili taj jadan, izmucen narod, vec na madjarskoj granici javila se misao: Kako sam mogao da ih napustim?

NEWS: Kakav je dozivljaj pad bombe?
Handke: Kao da stojite na oluji, tek sto ce da udari.
 Maglovito i zagusljivo, i najedanput udara grom.
 Vazduh se pomalo rasvetli i istovremeno izbija taj prasak, koji je udario 5 km od Vas a kojeg ipak osecate kroz citavo telo, glavu i srce, srcerazdiruci.
 Ostar kao noz, u trenu ispunjava citav prostor. Imate osecaj da ste pogodjeni, mada niste pogodjeni.
 Naravno, novinari kazu: sta je to spram mrtvih na Kosovu? Ali, ja necu da proracunavam mrtve. Necu da znam koliko najjadnijih medju jadnim ljudima u Srbiji su dobricine iz NATO-a ubile. A sta taj prasak predstavlja samo jednom detetu. Svako, ko bar imalo razmislja, zna da se ovaj rat vodi nasuprot bilo kakvom zakonu. Ne mogu vise da izgovorim ni rec etika. To je postao sinonim za tiraniju. Cak se i uceni mislioci kao Juergen Habermas iznenada pojavljuju sa recenicama iz kojih se opaza da oni vise uopste ne razmisljaju. Moralno
nesumnjivo opravdani napad. Nesumnjivo je najvise upotrebljavana rec kod ljudi, koji su puni sumnji.
 Ili u istom clanku: Jugoslavija neuroticno galami o njenom suverenitetu. Zeleo bih da vidim sta bi se desilo kad bi neko napisao: Austrija neuroticno galami o njenom suverenitetu. Taj mislilac je ovim dvema recenicama ponistio citav svoj misaoni zivot.

NEWS: Da li ste se uplasili na putu?
Handke: Jesam, jedanput. Kad smo na povratku kroz Vojvodinu, naisli na paravojsku. Kao da je to neka staklena celija izvan kontrole, nekakva otrovana zona u koju vojska i policija ne zalaze, u kojoj se nazire smrt. Nikad nisam verovao u bezakonje vojske i policije na Kosovu.
 Ali mogu da zamislim ove tzv. paravojne tipove - pogresan izraz, jer se oni ne nalaze pored vojske, ona ih tesko moze i uociti, pre neki vakuum u vlasti - kako izvrsavaju zlocine. A uveren sam da su Srbi zainteresovani da se potpuno razjasne svi zlocini koji su se desili sa njihove strane. Ono sto cini medjunarodni tribunal - kidnapuje ljude i dovodi ih u Hag - upravo sprecava Jugoslovene da odbrane svoje pravo.

NEWS: Da li je na putovanju bilo nekog upecatljivog dozivljaja?
Handke: Da, u jednom selu kod Novog Sada. Tamo nam je prisla jedna vrlo lepa zena, koja me je prepoznala i zelela da mi zahvali. Posle malo oklevanja sela je kod nas i pocela da prica. Ona je lekarka u bolnici za obolele od raka, na drugoj obali Dunava. A posle bombardovanja oni vise nemaju vode. 600 bolesnika od raka ima jednu cisternu. Vise ne mogu da predju preko Dunava i ne ocekuju da ce biti nastavljena zracna terapija, posto je jedan udar bombe naneo katastrofalne posledice.
 Tako sam na mom putovanju kroz Jugoslaviju svasta video: nadljudsko-zivotinjske muke. Ova lekarka koja je bila na ivici suza i potpuno pometena, zapitala me je: Pa sta hoce svet od jugoslovenskog naroda? Jesmo li stvarno toliko krivi da bismo bili unisteni? Kao kod Kafkinog optuzenika Jozefa K, koji se tokom procesa pocinje osecati sve krivljim. S tim sto je ovde jedan optuzeni zamenjen citavim narodom. To sto se desilo je najprljavija stvar posle Hitlera. Toliko je ogoljene zlonamernosti prema Jugoslaviji i Srbiji, da je za mene i ova planeta unistena, kad je rec o etickoj i pravnoj strukturi. Nemam zelju da govorim o kraju sveta. Ali ko bi trebalo da bude nadlezan za ove zlocine? Gde bi trebalo osnovati Nirnberski sud, koji bi presudjivao o tome sta su ovi zastrasujuci tipovi, politicari kao i novinari, zamesili svojim prstima.
 Gde bi trebalo uspostaviti takav sud? Na atolu Bikinija? Protiv Hitlera je bila okrenuta medjunarodna zajednica. A sada? Mnogi u Jugoslaviji su na moje pitanje Da li ste plakali? odgovorili: Ovo je toliko strassno da ne mozemo ni da placemo. A u ovom ratu fotografi su napunili toliko boca izbeglickih suza da ono sto kod Srba najvise volim jeste sto ne mogu da placu.

intervju vodio: Heinz Sichrovsky
 News , 11.5.1999. /(broj 19)


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Noci bombardovanja i zrtve bombardovanja
Handke i Srbi - zapisnik Handke je odavno vezan prijateljstvom sa Srbima. 1996. godine je putovao u bosanski rat i napisao zestoko osporavani esej Pravda za Srbiju , u kojem se pobunio protiv svaljivanja krivice na jednu stranu. Kad je pocetkom aprila pocelo NATO bombardovanje protiv Jugoslavije, Handke je smesta otputovao u rat, vratio Bihnerovu nagradu i napustio crkvu. Njegovo za sada poslednje srpsko putovanje zapocelo je 23. aprila.
 
Handke i njegov pratilac, slikar Adrian Brauer, putovali su automobilom preko Slovenije i tudjmanlenda do katolickog biskupa u Banjaluci (u Republici Srpskoj, koju Handke smatra okupiranom teritorijom). U bombardovani Beograd je stigao 25. aprila. Unistenu fabriku automobila u Kragujevcu je posetio 26. aprila i sreo se sa pravoslavnim duhovnicima u manastiru Studenica.
Od 27. do 29. aprila
Handke je iz Beograda obilazio unistene oblasti: Krusevac, gde je raketa razorila stambeno naselje i toplanu. Preko planine Kopaonik (opasnog granicnog pojasa, jedine dostupne oblasti na Kosovu), putovao je u sruseni Aleksinac. 28. aprila je Handke prisustvovao u Beogradu probi njegovog komada Voznja ccunom .
 




 Was ist wahr und was falsch?
 Noch einmal fuer Jugoslawien am Thalia
Nein, Handke-Spezialist will Hartmut Wickert nicht sein. Ich hab halt ein paar Stuecke von Peter Handke gemacht , haengt der Regisseur die Sache tiefer. In Hannover entdeckte er mit dem Dramaturgen Michael Boergerding seine Wertschaetzung fuer den Schriftsteller. Morgen hat im Thalia in der Gaußstraße ihre dritte Arbeit Premiere: Noch einmal fuer Jugoslawien (Die Fahrt im Einbaum) . Waehrend des Nato-Bombardements 1999 saß der Autor in Belgrad, bezog damit eindeutig Stellung. Die OEffentlichkeit war mit einem Urteil schnell bei der Hand. Von Wahn war die Rede. Etwa zur selben Zeit schrieb Peter Handke Die Fahrt im Einbaum : Zwei Regisseure wollen auf dem Balkan einen Film drehen. Wickert: Nachdem Handke ueberall als Idiot abgehakt wurde, war die Frage, wie man das Stueck inszeniert. Wir haben es dann stark umgeschrieben. Jetzt hesst das Werk Noch einmal fuer Jugoslawien . Neue Hauptfigur ist der Erzaehler. Und der ist Handke. In den Mund gelegt haben ihm Wickert und Boergerding seine eigenen Texte aus den Jahren seiner Auseinandersetzung mit Jugoslawien. Jetzt, da der Kosovo-Krieg kein Thema mehr ist, und die Serben in Europa , erklaert Wickert, wollen wir mit einem theatralischen Abstand thematisieren, was Wahrheit ist. Wie entscheiden wir aus einem UEberangebot an Information, was wahr und was falsch ist? Im Stueck machen sich fuenf Maenner und eine Frau auf die Suche nach einer Sprache fuer ein Land, fuer den Krieg. Es ist ein Maskenspiel , beschreibt der Regisseur die Inszenierung. Vier der Figuren versuchen, dem Klischee ,die Serben sind ein Volk von Wueterichen zu entsprechen, aber gleichzeitig ist da diese Sehnsucht, miteinander zu leben. Daneben steht ein westlicher Wortkuenstler, der seine Vision eines Zusammenlebens formuliert.



Branko Cestnik
GLUCKSMANN, HANDKE IN VOJNA V BOSNI
Levenfeldova prerokba
 Da, Bosna je dezela sovrastva. To je Bosna. Vendar, po cudnem nasprotju (...) lahko trdimo, da je malo dezel, ki imajo tako mocno vero, tako vzvisen znacaj, toliko neznosti in strasti, taksno globino custev, tako nezrusljivo upanje, toliko zejo po pravici. Ampak pod vsem tem, v temnih globinah, se skrivajo viharji sovrastva, mnozica se mirujocih neurij, ki nagrmadjena zorijo in cakajo na svojo uro.
Tako je leta 1920 Ivanu Andriću pisal njegov sarajevski prijatelj Max Levenfeld. Pisal mu je, ker mu je hotel obrazloziti, zakaj vec noce ziveti v Bosni. Levenfeldove besede so dober uvod v danasnji sestavek, saj sugestivno vzpodbujajo k razmisljanju o balkanski tragediji.
Pariska Lista za Sarajevo
Kdor ima usodo clovestva vsaj malo pri srcu, se ne more delati, kot da krvave Bosne ni, kot da se to njega ne tice. Problem ene celice je problem celega telesa. Problem Bosne in Hercegovine je problem vseh, ne samo vojaskih strokovnjakov in mednarodnih diplomatov. Tega so se zavedali tudi mnogi zahodni umetniki in intelektualci.
Njihova prva in osnovna reakcija na vojno v bivsi Jugoslaviji je bila enodusna obsodba nasilja in vseh vrst nacionalisticnih ideologij. Vendar so scasoma spoznali, da ne morejo ostati pri splosnem obsojanju in moralnem zgrazanju nad potekom dogodkov. Pokazala se je nuja, da se spustijo veliko bolj v to tragicno zadevo in da zacno jasneje locevati napadenega od napadalca, nasilneza od zrtve nasilja. Iz eticnega filozofiranja in globalno ranjenega duha je bilo potrebno preiti na specificno in skoraj politicno pozicijo. Skratka, nekomu je bilo potrebno v obraz reci: Ti si kriv! Ali pa vsaj: Ti si najvec kriv za to klanje!
Velika glavnina zahodne inteligence je kljub zadrzkom scasoma le zavzela pro-muslimansko-hrvasko in anti-srbsko pozicijo. Eden izmed najbolj glasnih in strastno zavzetih predstavnikov te opcije je bil in je se pariski filozof in veliki duhovnik evropske kulture André Glucksmann. In prav v Parizu se je slo najdlje. V casu zadnjih francoskih volitev so intelektualci organizirali nekaksno polpoliticno formacijo, ki se ji je reklo Lista za Sarajevo.
Demonizirani Srbi?
Pri vsem tem bi ostalo, ce se ni bi mocneje oglasil se drug veliki duhovnik evropske kulture: Peter Handke. Ta vsestranski intelektualec, ki je po ocetu Avstrijec in po materi Slovenec, je prejsnjo jesen opravil stiritedensko potovanje po Srbiji in po srbski Bosni. Za zakljucek je napisal neke vrste potopisno razmisljanje, ki ga je januarja objavljal casopis Sueddeutsche Zeitung. Potopis nosi naslov Pravica za Srbijo!
Jedro njegove reportaze je naperjeno proti zahodnim sredstvom javnega obvescanja, in zahodnim intelektualcem, ki so pretirano demonizirali Srbe, jih medijsko spremenili v izvir vsega zla na tleh nekdanje Jugoslavije, v neke vrste sovraznike cloveskega rodu (ta izraz je ameriska propaganda uporabljala za Saddama Husseina). In ves ta proces demonizacije Srbov se je zacel ze z vojno v Sloveniji, se nadaljeval na Hrvaskem, do polnega izraza pa prisel v Bosni in Hercegovini.
Glede Slovenije Handke navaja stevilo padlih med desetdnevno vojno in polemicno poudarja, da so skoraj vse zrtve so bile na strani JLA, pa so evropski mediji kljub temu govorili s skrajno antipatijo o srbski JLA ter z neprikrito simpatijo o slovenskih borcih. Prehitro so bile dolocene in za zmeraj fiksirane vloge napadenih in napadalcev, cistih zrtev in hudobnezev, ugotavlja in pristavlja, da tisk in televizija uspesno zavajata svetovno javnost se danes.
Handke, na primer, prizna, da so srbski begunci, ki so bezali iz Krajine, na zunaj izrazali manj bolecine in obupa, kot pa v podobnih primerih hrvaski in muslimanski begunci. Po njegovem prepricanju najverjetneje zato, ker jim nihce ni rekel, kako naj pozirajo pred kamerami, da bo njihovo bezanje imelo vecji medijski ucinek.
Handke nikakor ne dopusca, da bi njegovo videnje stvari bilo oznaceno kot pro-srbsko. Hoce se le izogniti predsodkom, pristranskosti in demagoskemu udrihanju po Srbih. Hoce razdreti kulturno diktaturo nekaterih zahodnih pro-muslimanskih intelektualnih in novinarskih krogov, zlasti se pariskega kroga tako imenovanih nouveaux philosophes - novih filozofov.
 Handke – monomanicni terorist!
André Glucksmann, predstavnik teh novih filozofov, po vsem tem seveda ni molcal. Svoje mnenje je povzel v naslednjih besedah: Peter Handke? Monomanicni terorist!
Peter Handke naj bi bil zrtev monomanije, v kolikor probleme, ki jih ima sam s seboj, projicira na zgodovinske dogodke. Po eni strani je namrec psiholosko nagnjen k apriorni kritiki dominantne miselnosti (dominantna v tem primeru je obsodba srbskega nacionalizma), po drugi pa se se kar naprej lovi v kolektivnem spominu nemske nacije in si ne more oprostiti, da je Avstrijec ali Nemec skozi zgodovino tlacil in v nic deval juznega Slovana. Od tod njegova simpatija do Srbov. Po Glucksmannu torej naj bi Handkejeva logika bila naslednja: Ker jih vsi kritizirate in ker smo mi Nemci skozi zgodovino vedno grdo ravnali z njimi, zato sem na njihovi strani.
Njegova pro-srbska pozicija naj bi bila teroristicna, kot je bila intelektualno teroristicna podpora Sartra Stalinu. Slavni povojni francoski filosof Jean-Paul Sartre je namrec v imenu revolucije in antifasizma odobraval Stalinove metode. Ampak v imenu antifasizma, se ne bi smelo mizati pred grozotami, ki jih je povzrocal ruski komunizem, pa ceprav se je le-ta kitil se s tako globokim antifasizmom. Podobno zdaj: v imenu solidarnosti z zgodovinsko potlaceno juzno slovansko nacijo, z medijsko demoniziranimi Srbi, se ne sme mizati pred pokoli in etnicnimi ciscenji, ki so jih predstavniki tega naroda dejansko izvrsili v Bosni.
Ce nas polemika med Glucksmannom in Handkejem posebej ne vznemirja, obcudujmo vsaj njuno osebno strast in zavzetost za Bosno. Morda je prav to iskreno in strastno zanimanje zahodnjakov za bosansko hercegovska ljudstva porok, da se vojna med njimi ne bi nikoli vec ponovila.
 Tednik 1996






11.05.1999 / Nr. 19  
Handke: Das Interview

Exklusiv. Handke im Interview nach der Reise ins Kriegsgebiet: Es ist etwas so Schmutziges passiert wie seit Hitler nicht mehr.









 





Peter Handke: Het volk gelooft mij


De Groene Amsterdammer van 10 april 1996
Zijn tekst Gerechtigheid voor ServiE is op zn zachtst gezegd nogal kritisch ontvangen. De auteur, ter verdediging: Er is een gezag in mijn schrijven dat me goed doet. In gesprek met Peter Handke, naar eigen zeggen een van de weinige schrijvers die geen marionet is geworden.
door Thomas Deichmann

MENEER HANDKE, u hebt in de Europese wereld van literaten en media nogal een orkaan veroorzaakt met uw tekst Gerechtigkeit fuer Serbien. Men heeft u uitgemaakt voor terrorist, voor reactionaire romanticus, men verweet u een naief streven naar harmonie, en een waan van oorlog en bloed en bodem. Wat heeft u bewogen tot het schrijven van deze tekst? En was u voorbereid op dit soort reacties?
Peter Handke:
Mijn verwachtingen, als ik me daar nog iets van kan herinneren na die orkaan waarvan u sprak, die immers ook de herinneringen aan mijn oorspronkelijke bedoelingen een beetje beschadigen, waren dat ik de hoofden, de ogen en natuurlijk ook de harten wilde openen. Ik wilde proberen de dingen met taal en met beelden weer in evenwicht te brengen - dat was het eigenlijk. Helemaal op mijn eigen manier, zodat ik ook mezelf in het geding heb gebracht, niet om de blik af te leiden, maar om via mijn ik een zeker vertrouwen te wekken, wat veel journalisten, de meesten zelfs, niet doen. Die kunnen dat niet, of het hoort niet bij hun vak dat ze hun eigen bestaan een rol laten spelen. Maar ik ben schrijver, dat is misschien het verschil, en daardoor kon en moest ik mezelf erbij betrekken. Was u erg verrast toen die orkaan losbarstte? Ja. Ik was er een tijdlang gewoon kapot van.
Ik had nooit gedacht dat er zoveel verdorvens, zoveel weerzinwekkends kon bestaan, zon variatie aan gemeenheden en laagheden.
Aan de andere kant kennen we natuurlijk de uitspraak van OEdoen von Horvath:
Niets geeft een mens zozeer een voorproefje van oneindigheid als domheid. Er kwam geen eind aan de variaties. Zoals die van een collega-schrijver van wie ik zojuist las dat ik alleen maar aandacht zou willen trekken voor de première van mijn toneelstuk, die overigens pas volgend jaar in Wenen plaatsvindt. Of bij een verslaggever van de Oostenrijkse televisie, die beweerde dat ik niet alleen in het verhaal over ServiE mijn gevoel voor lijkenroof heb bewezen, maar dat ook al aan de dag had gelegd in het boek over mijn moeder, Wunschloses Unglueck. Ik ben benieuwd wat ik nog meer te horen krijg. Wilde u, toen u plannen maakte voor die reis, ook positie kiezen tegen meer algemene ontwikkelingen in het geestelijk klimaat in Europa, of ging het u alleen om de oorlogssituatie in JoegoslaviE? Nee, ik wilde me echt houden aan het probleem dat mij bezighoudt, en dat is JoegoslaviE. Natuurlijk richt ik me door mijn inductieve methode - ik ga bij het schrijven namelijk uit van kleine dingen - en daarnaast door mijn ervaring als krantenlezer ook enigszins op een algemene intellectuele situatie, niet alleen in Europa maar over de hele wereld, geloof ik. Ik had gevolgd wat de zogenaamde nieuwe Franse filosofen hebben uitgehaald. En ik raakte steeds meer ontzet, zo bruut en tegelijkertijd totaal verblind als men omgaat met feiten, met actualiteit, met problemen - bovenal met problemen. Eigenlijk zijn die lui, als pars pro toto, bij mij ook een rol gaan spelen.
U HEBT ER in een paar passages op gezinspeeld waar het u om gaat. U schrijft bijvoorbeeld: En met die manier van volwassen-zijn, dacht ik, als zoon van een Duitser, ik moet me afzetten tegen de geschiedenis van deze eeuw, die opeenvolging van rampen, me afzetten naar een andere geschiedenis. Kunt u dat nader toelichten?
Dat wordt problematisch. Ik kan niet boven mijn tekst uitgaan, ik kan dat ook niet nader toelichten. Ik wilde eigenlijk alleen iets aanstippen - maar wel heel nauwkeurig en aanschouwelijk. Als ik er iets méér over zeg, zou ik dat aanstippen weer afdekken. Wat ik in de afgedwongen discussies ook soms bijna heb gedaan. En dat wil ik vermijden. Even verderop schrijft u dat u geen reflex op de nacht van de eeuw meer wilt belichamen. Wat houdt dat begrip voor u in? Dat heb ik al een keer beschreven in een verhaal, in Langsame Heimkehr. De held van dat verhaal is een geoloog, en ook hij zou zich willen afzetten tegen de nacht van de eeuw, tegen het nazidom, en hij wil proberen op weg te gaan naar een nieuwe geschiedenis. Was dat ook in Gerechtigkeit fuer Serbien bedoeld als een bewust verband met het nazidom? Dat was bewust zo bedoeld. Je zou kunnen zeggen: het was geen citaat van mezelf, maar iets wat op dat moment uit mijn leven, mijn leven als schrijver, bij me terugkwam. Daarom heb ik het opgeschreven. In een andere passage beschrijft u uw gedachten over de oorlog in JoegoslaviE en de berichtgeving in de media: Zo verging het me ook bij de latere oorlogsverslagen, steeds vaker. Waar zat de parasiet die de realiteiten verschoof, of ze slechts als coulissen verplaatste: in de nieuwsberichten zelf, of in het bewustzijn van de ontvangers? Nu we een paar maanden verder zijn - waar zit die parasiet nu? Ik kan er geen antwoord op geven. Maar als u me vraagt hoe ik de dingen nu zie, dan zou ik zeggen: ik ben eigenlijk meer geneigd, door de afgelopen maanden, te geloven dat de parasiet in de nieuwsberichten zit. Ook doordat ik, juist door mijn verhaal, heel veel materiaal van deskundigen - voor zover men van deskundigen kan spreken waar het over JoegoslaviE gaat - toegestuurd heb gekregen, ben ik eerder geneigd te denken dat de parasiet in de overbrenging zit, en niet in mij. U spreekt ook over de bewustzijnsverandering bij de ontvangers. Is er de afgelopen jaren iets veranderd in de waarneming en in het bewustzijn van de maatschappij? Dat zou ik zelf ook graag willen weten. Op grond van mijn mijn ervaringen tijdens mijn lezingen - in Oostenrijk en Duitsland en een keer in Ljubljana, SloveniE - moet ik zeggen: ik heb als schrijver een merkwaardig soort populariteit veroverd, wat voor een schrijver van tegenwoordig vreemd is, zeldzaam ook. En door die populariteit zijn veel mensen naar me toe gekomen om te zeggen: Uit uw verhaal maak ik op dat men de ServiErs niet zo zou mogen behandelen als ze behandeld zijn. Het gaat hier om wat men het volk noemt, overal. Ik kreeg kortom sterk het gevoel, of eigenlijk meer dan een gevoel, een zekere overtuiging, dat er onder het volk, of bij de nieuwsconsumenten, de grote massa, hoe u het ook wilt noemen, door mijn lezing iets is gebeurd. Dat ze dachten: ja, zoiets, dat moest een keer gezegd worden, en wij zullen ons houden aan wat daar wordt gezegd. We laten ons niet meer van alles wijsmaken.
Dat heb ik overal gevoeld: dat de reactie op mijn verhaal bij de grote meerderheid van het volk totaal anders is, anders dan in de kritiek van de journalistiek, volkomen anders. Als je het in getallen uitdrukt: ik denk dat minstens negentig procent het belangrijk vindt dat het geschreven is, of ze het nou allemaal echt gelezen hebben of niet. Ook de journalisten hebben het namelijk niet echt gelezen.
Hoe bedoelt u dat? Het ergert me toch een beetje dat ik niet de indruk heb dat de tekst zin voor zin, woord voor woord - ik werk immers met woorden - gelezen is. Het wordt wel gelezen, maar het dringt niet goed door. Er schijnt een soort taboe te zijn, zoals Emir Kusturica heeft gezegd over zijn film: Ja, u zou toch ook geen water drinken als gezegd werd dat er ook maar een druppeltje vergif in zit. En juist de journalistieke stukken over Kusturicas Underground hebben dat vergif in zijn film gebracht. Zodat je haast kunt begrijpen dat ook naieve toeschouwers denken: daar hoor ik niet heen te gaan. En met mijn lezing over JoegoslaviE gaat het daar een beetje op lijken.
Er is sprake van een hek dat ik alleen door voorlezen - daarom houd ik ook lezingen - af en toe een beetje open kan zetten. Gevreesd moet worden dat er, ondanks de indruk die het maakt, ondanks de opening die zo ontstaat, de volgende dag weer wat over zon lezing in de krant staat. Zodat zelfs bij de mensen die geluisterd hebben, die iets heel anders hebben ervaren, dat hek weer dicht kan gaan.
Zoals het commentaar in de Sueddeutsche Zeitung na uw lezing in Wenen. Ja, om razend van te worden. Geen visitekaartje voor de krant, zacht gezegd. Het is echt niet overdreven als men zegt dat de media tegenwoordig een soort Vierde Rijk vormen. Met de taal van de media. Een taal vrijwel zonder leemten, waaraan je niet kunt ontkomen, die ontzettend tiranniek is. Natuurlijk kun je desondanks leven. Je mag het niet zo dramatiseren - of misschien wel, omdat het ingrijpt in het bestaan van individuele mensen, of beperkingen oplegt. Maar veel scheelt het niet. En in tegenstelling tot het Duizendjarige Rijk, dat maar twaalf jaar heeft bestaan, is het einde in dit geval niet in zicht. Die taal van het Vierde Rijk zal langer dan duizend jaar aanhouden, die zal tot aan het einde van de wereld duren, helaas, en het trommelvuur zal steeds minder leemten vertonen. BENT U DE AFGELOPEN jaren als literator... Ik zie mezelf niet als literator, ik ben schrijver. Er is een Franse term, homme de lettre, en die heb ik voor mezelf vertaald: ik ben een letterman. Bent u de afgelopen jaren als schrijver die maatschappelijke veranderingen in zijn werk persoonlijk weerspiegelt, in een nieuw evenwicht terechtgekomen? Ja, dat is weldadig, mag ik wel zeggen. Ik ben heel helder, hoe absurd en paradoxaal dat ook klinkt. En dat komt door deze, we moeten het een keer zeggen, tragedie met JoegoslaviE. Het woord tragedie wordt erg snel gebruikt, maar JoegoslaviE is echt een tragedie. Door die tragedie ben ik als schrijver - of als levend mens, voor mij is dat hetzelfde: een schrijvend en een levend mens - wakker geworden. Het heeft me goed gedaan, deze problematiek, de verdubbeling, dat dubbele probleem. Ik weet niet of het me jonger maakt, maar het blaast mij, en ook mijn schrijven, nieuw leven in. Wat betreft uw opvatting van de betekenis van de media: is daardoor ook voor schrijvers een nieuw tijdperk aangebroken? Ik kan niet namens anderen spreken, maar voor mij is dat zonneklaar. Men spreekt vaak van het einde van het oude tijdperk en het begin van een nieuwe eeuw. Heeft dat proces, dat heel algemeen en alomvattend is, ook effect op de wereld van de literatuur? Mijn basisopstelling is de volgende. Als ik echt niet meer weet hoe het verder moet, als ik mijn identiteit niet meer ken - wat ook wel eens goed is - dan zeg ik tegen mezelf: het vertellen blijft altijd nog bestaan. En ik was altijd al een problematische verteller. Ik heb altijd verteld in de vorm van problemen: problemen van gezichtspunt, problemen van taal, en dat heb ik spannend gemaakt. En waarschijnlijk daardoor ontstonden er ook parallellen met andere beroepen, of het nu om journalisten gaat of dokters of advocaten. Daardoor kunnen de mensen zich toch met mijn problemen identificeren.
En dat wordt, geloof ik, alleen maar concreter door JoegoslaviE. Concreter, en misschien ook ruimer, meer episch. Het ontwikkelt zich bij mij verder. Wat er bij de andere zogeheten collegas - ook een woord waar ik niet van houd - zal gebeuren, kan ik niet voorspellen. Wat mij betreft: ik verheug me, zou men kunnen zeggen, af en toe tenminste, op mijn verdere schrijvende leven.
In een interview met het Oostenrijkse tijdschrift Profil hebt u gezegd dat uw schrijversleven een sprong had gemaakt, dat daar nu geschiedenis bij kwam. Ook in Gerechtigkeit fuer Serbien zinspeelde u daarop. U vroeg zich af: Wie zal deze geschiedenis ooit anders schrijven, al is het maar met een paar nuances... Betekent dat nu dat u ook geschiedenisboeken gaat schrijven? Nee, zoals ik dat daar formuleerde, zijn de tegenstellingen een tikje te sterk uitgevallen. Ik ben natuurlijk altijd bezig geweest met geschiedenis. Alleen is het me niet vaak gelukt geschiedenis aanschouwelijk te maken in mijn verhalend schrijven. Het is zaak niet te declameren, niet alleen kennis te beschrijven en te ordenen, zoals een historicus doet. Dat is heel juist en heel belangrijk werk, maar om het vervolgens nog aanschouwelijk te maken - zoals Guenter Grass daar in de eerste driehonderd bladzijden van Die Blechtrommel werkelijk schitterend in is geslaagd, en ook Heinrich Boell in sommige essays - dat is mij niet erg vaak gelukt.
Dat is ook een Oostenrijks probleem. Oostenrijkse schrijvers staan - waarom, dat weet ik niet - taalkundig dermate ironisch tegenover de wereld - en zijn daardoor ook zo reflectief ingesteld - dat ze met de historie weliswaar iets van plan zijn, maar dat niet kunnen overbrengen in taalkundige zinnelijkheid. Tenzij ze een ideologische fase hebben doorgemaakt, in conservatieve zin, zoals dat bij Heimito von Doderer is gebeurd. Maar dat is eigenlijk de enige Oostenrijkse schrijver van deze eeuw die er enigszins in is geslaagd historie zinnelijk te verwerken in verhalende teksten. Dat interesseert mij inmiddels ook. Maar dan zonder ideologie. Ik moet zeggen, Doderer was natuurlijk achteraf een conservatief, wat overigens niet tegen hem pleit. Ik zelf wil proberen zonder enige ideologie in verhalende trant geschiedenis weer te geven.
Zoals ik in Hamburg heb gezegd bij mijn eerste lezing: het is ten aanzien van JoegoslaviE in de eerste plaats ook nodig een beetje in te gaan op de geologische geschiedenis. Daarmee bedoelde ik niet dat men op zoek moet gaan naar steentjes, nee, men moet de bodem kennen, de vormen van het landschap. En ook iets begrijpen van de geopolitieke situatie. Dat werd me niet in dank afgenomen. Een van de belangrijkste leeservaringen van mijn leven is een boek van een geoloog en geograaf geweest, over Yucatán, het Mexicaanse schiereiland. Hij probeerde aan de hand van de kalkformaties en de gaten in het landschap die door kalk ontstaan, aan de hand van de onderaardse putten, de complete onbekende geschiedenis van het Mayavolk te reconstrueren. Een heel interessante, af en toe speculatieve, maar over het geheel genomen op de bodem van het land zelf berustende poging om geschiedenis te schrijven. Dat is iets wat ik echt belangrijk vind.
Maar daarnaast moet ik natuurlijk meer gaan lezen, en dat heb ik mijn leven lang niet zo erg gewetensvol gedaan, vanwege de gruwel van de geschiedenis, het nazidom. Ik heb er ook plezier in, en ik heb het in wezen de afgelopen vier jaar al gedaan, zoals u misschien gemerkt hebt. Ik ben geen specialist, maar het is ook weer niet zo dat ik er totaal niets van weet. Ik heb mijn kennis, of welke andere kennis ook, nooit als wapen willen gebruiken.
Om terug te komen op de nieuwe situatie voor de schrijvers: Thomas Bernhard is in Oostenrijk sinds jaren een soort geinstitutionaliseerd literatuurschandaal geweest. Bij die controversen zijn de scheidslijnen altijd heel duidelijk: rechts vindt hem een nestbevuiler; links juicht hem toe. De scheidslijnen tussen rechts en links zijn in de politiek echter steeds vager geworden of zelfs geheel verdwenen. Doet een zelfde verschijnsel zich niet ook voor in de reacties op uw tekst? Ja, in mijn geval, als men het een geval wil noemen, kan men daar inderdaad van spreken. Er is sprake van een raadselachtige harmonische samenwerking, nee, ik moet zeggen: harmonische oplichterij, van de kant van totaal reactionaire persorganen die voor een oud-nieuw-Duitsland zijn, en van zogenaamd progressieve - vroeger zou je gezegd hebben: linkse - kranten, zoals de taz. Dat is een raadsel. Maar het is niet meer uit de wereld weg te denken. Ik houd niet zo van theoretiseren of politiseren, maar ServiE was waarschijnlijk een blinde vlek voor veel mensen, die verder geen enkel engagement, geen hartstochten en vooral geen visioenen hebben. Voor dergelijke lieden was de beeldbuis, die werkte met de kunstmatig verwekte agressor ServiE, precies wat ze nodig hadden.
Dat wordt het onsmakelijkst gedemonstreerd door Bernard-Henri Lévy en Alain Finkielkraut. Ik zag laatst een filmpje op de Franse televisie, waar die man met zijn gevolg van zogenaamd goedwillende mensen het Joegoslavische Instituut voor Cultuur in Parijs wilde bezetten. Dat instituut wordt beheerd door een oudere vrouw. Ik zal dat beeld nooit vergeten: hoe Bernard-Henri Lévy, die zichzelf tot volkscommissaris heeft uitgeroepen, erbij staat terwijl zijn mensen proberen die oude vrouw de sleutels af te pakken. Zij zegt: Dat gaat niet, wij zijn hier de huurders, u kunt hier niet naar binnen. En zoals die mensen met een onvoorstelbaar vriendelijk, zogenaamd vriendelijk, schijnheilig gezicht die vrouw geweld aandoen, naar haar hand graaien, en zoals Lévy erbij staat, in zijn elegante mantel, met de armen over elkaar, terwijl hij op dat moment denkt: Nu ben ik de heerser van de wereld. Mijn vrienden pakken bij die ellendige Servische vrouw die gruwelijke sleutels uit haar afschuwelijke Servische moordenaarshand, en ik grinnik met deftig gesloten lippen en sta erbij, terwijl ik me midden in de wereldgeschiedenis bevind. Dat filmpje is één keer even op tv vertoond, maar alle mensen zouden het moeten zien. Dat is paradigmatisch, symbolisch.
Zoals veel van die zogenaamd progressieve intellectuelen verloederd zijn. Ze zijn verblind, en ik zeg: Dat zijn de nieuwe Tartuffes. Mijn enige inspiratie bij mijn lezingentournee en bij het lezen van wat de kranten tegen mij schrijven, is dat ik een stuk wil schrijven dat
Der neue Tartueff heet. En daarin zouden de hoofdrollen gespeeld moeten worden door mensen als Bernard-Henri Lévy, en ook door mijn zogenaamde Sloveense tolk, de verdediger van Sloveense killers die de dood van Joegoslavische soldaten op hun geweten hebben.
Wat er ook gebeurd mag zijn, ik zie eigenlijk alleen maar stink- en brandbommen. Maar ooit zullen misschien de rook en stank tegen mijn standpunt zijn opgetrokken, en dan zal men mijn tekst kunnen lezen. Dat zal ooit wel eens gebeuren.
Op dat punt gaan literatuur en mijn gewone alledaagse menszijn heel goed samen. Ik heb er altijd naar verlangd gezag uit te oefenen in mijn schrijven. Dat is me meestal niet gelukt, en dat is maar goed ook. Maar nu heb ik voor het eerst, en ook al bij mijn artikel over SloveniE vijf jaar geleden, het gevoel: er is een gezag in mijn schrijven dat me goed doet. En deze keer, bij deze tekst over ServiE, eigenlijk nog méér.
Speelde dat convergentieproces tussen links en rechts ook al bij de negatieve reacties op Guenter Grass tekst Ein weites Feld? Dat kan ik niet beoordelen, want dat boek heb ik niet gelezen. Maar ik kan me wel voorstellen dat het feit dat hij het niet eens was met de manier waarop Duitsland één is geworden, er waarschijnlijk toch toe heeft bijgedragen dat men het boek op zijn minst met een scheef oog bekeek.
IS ER EEN PROCES gaande waarbij de grote namen van de Duitse literatuur van na de oorlog, Guenter Grass, Peter Handke, langzaam verdwijnen en geleidelijk vervangen door de namen van nieuwe schrijvers?
Als ik schrijf, heb ik het gevoel dat ik me op mijn toppunt bevind. En ik geloof: dat wéten de mensen die me lezen, die voelen dat ook. Maar het zou natuurlijk prachtig zijn; ik sta helemaal open voor de literatuur van de jongeren. Ik lees het een en ander. Ik ben, zo heb ik de indruk, nog een van de weinige schrijvers die geen marionet is geworden, ik ben open en niet alleen nieuwsgierig, maar ook bijna met genot aanwezig. Als ik geen schrijver was, zou ik mezelf lezer noemen, of rondloper. Het is niet zo dat de ouderen verdwijnen, daar geloof ik niet in, maar de aandacht voor literatuur is over de hele linie totaal veranderd. En verwrongen.
Niet dat ik terugverlang naar Gruppe 47. Volgens mij was dat iets akeligs, erg kleinburgerlijk. Maar zoals het nu is, die hysterische commentaren, dat is ook niet goed. De boeken worden praktisch onzichtbaar door al dat flitslicht en al dat gepraat erover. Ze zijn nog minder zichtbaar dan dertig jaar geleden. Dat is misschien helemaal geen probleem tussen jongere en oudere literatoren, het ligt gewoon aan de tijd van nu.
Solidariteit lijkt in het algemeen uit te zijn. Komt die trend ook voor onder schrijvers? Het verwonderde me dat niet één prominente schrijver zich in de controverse rond uw tekst heeft gemengd. Hadden schrijvers vroeger een andere onderlinge relatie? Ik geloof van niet. Ik heb eerder de indruk dat veel van mijn tijdgenoten en medeschrijvers denken: Ik zoek het wel in mijn eentje uit, waarom zou ik me daar ook nog in mengen. Dat men denkt: dat knapt hij zelf wel op. Die solidariteit van vroeger, tussen schrijvers, vooral van de Gruppe 47, die was eigenlijk nogal onoprecht, of nogal mechanisch. Ik heb het eigenlijk liever zoals het nu is. Ik heb de huidige trend onder intellectuelen samen met een collega in het tijdschrift Novo omschreven als totalitarisme met de zachte hand. Met zachte hand is misschien niet de juiste uitdrukking, week misschien, of sluipend, dat zou beter zijn. Of schijnheilig, rationaliserend, onhelder. Het heeft er alle schijn van dat een beroepsgroep zich inbeeldt het verstand in pacht te hebben. Ik heb ook ooit gezegd dat het er alle schijn van heeft dat een bepaalde groep aanspraak maakt op de doden van JoegoslaviE, en die groep, dat is de beroepsgroep van de journalisten. Dat die als het ware het medelijden, het medeleven beheerde. Toen heb ik in mijn woede gezegd: Laat uw doden toch bij het kadaster registreren, als uw eigendom. Want het verleent de journalistenstand een zeker rationaliserende profetenmantel als men zegt: het verstand staat aan onze zijde. Alsof verstand ooit heeft vastgestaan. Het verstand moet bij elk probleem opnieuw moeizaam worden bevochten. En dat heb ik gedaan, geloof ik. De situatie komt erop neer dat bepaalde vragen niet eens meer gesteld mogen worden, anders kom je in de papiervernietiger. Dat is toch ook een ondemocratische ontwikkeling. Men mag niet alleen geen vragen stellen; als je ze toch stelt, komt het niet eens meer tot een twistgesprek, tot een ruzie, tot een discussie. Elke grote krant laat zijn journalisten dan ordinair tekeergaan, schreeuwen, schelden, niet één keer, maar onophoudelijk. Elke krant heeft vier, vijf maal mijn lezing laten neersabelen, dat komt mij ook al heel verdacht voor. En elke keer met een nieuwe variant. En dan zegt zon journalist tegen mij: Wat heb je daar eigenlijk op tegen, ik moest toch ook de andere partij aanhoren? Audiatur et altera pars, dat is dan wel het summum van schijnheiligheid. Dat afranselen, vier, vijf keer - en dan zeggen, als voor een rechtbank: hoor en wederhoor! Dat zou bijvoorbeeld een van de scènes uit mijn Tartueff worden. Bent u ook van plan in het buitenland met deze lezing op te treden? In Groot-BrittanniE is nu ook een discussie over uw tekst begonnen. Dat heeft alleen zin als ik mijn tekst in het Duits kan voorlezen. In Ljubljana heb ik gemerkt dat ik, hoewel ik geprobeerd heb een paar passages in het Sloveens voor te lezen, het merendeel toch in het Duits moest doen, want dat is nu eenmaal mijn taal. De nuances dringen anders niet door. En mijn tekst bestaat volledig uit nuances. Vertalingen zijn natuurlijk mogelijk. Maar voorlezen, daarvoor moet je in zon taal leven.
Vertaling Tinke Davids

Dit interview verschijnt gelijktijdig in het Duitse tijdschrift Novo, tezamen met een beschouwing van Sabina Reul en Thomas Deichmann onder de titel:
Der sanfte Totalitarismus - Die Handke-Debatte: Wozu noch Literatur?







Peter Handke


Um das Gespraech bemuehten sich viele vergebens. Peter Handke, 56, juengst von seiner zweiten serbischen Reise ins wahlheimatliche Frankreich zurueckgekehrter oesterreichischer Autor von Weltformat, ist wegen seiner serbienfreundlichen Haltung und wegen seiner Verurteilung des Nato-Bombardements in eine oft gehaessig gefuehrte Diskussion geraten. Lesen Sie erstmals, was Handke ueber den Krieg, Milosevic, die albanischen Fluechtlinge, seine Kritiker und sein Serbien-Stueck Die Fahrt im Einbaum (Urauffuehrung: 9. Juni, Burg) zu sagen hat.
NEWS: Herr Handke, sind Sie Serbe, womoeglich Grossserbe, wie auch schon geschrieben wurde?
Handke: Alles, was nicht haesslich und schmutzig antiserbisch ist, muss sich heute gefallen lassen, als proserbisch bezeichnet zu werden. Fuer mich ist das Antiserbentum, das als Hauptschmutzstrom gegen ein Volk auftritt, ein Schimpfwort wie Antisemit geworden. Die Antiserben sind fuer mich auf andere Weise genauso uebel und unertraeglich wie die Antisemiten in ihrer schlimmsten Zeit. Ich bin nicht pro, ich bin mit den Serben, physisch, historisch, herzlich, gedanklich, mit den Fuessen, mit den Haenden. Da ist kein Moment Spiel dabei. Das ist Schwerkraft, Durchlaessigkeit, Blick. Ich brauche nicht mehr von der Liebe zu schwafeln. Ich bin mit ihnen. Und deswegen bin ich hier, in der Naehe von Paris, unruhiger als dort.
NEWS: Was war Ihr erster Eindruck, als Sie das Land betraten?
Handke: Das Eindringlichste war das Gefuehl der Todgeweihtheit der Soldaten. Die waren nicht in Trupps zu sehen, sondern einzeln, zum Teil getarnt, und haben irgendwelche Kasernen an der Save bewacht. So einer steht allein draussen im Gras, und der Himmel ist frei – ein Zeichen, dass die heute gut bomben koennen. Frueher hat man von Kaiserwetter gesprochen, heute von Bomberwetter. Es fand ueberhaupt keine Propaganda statt, und die Menschen waren auf eine Art vereinzelt, die vielleicht eine serbische Art ist, zusammen zu sein. Auch von den Versammlungen auf dem Platz der Republik hatte ich nicht den Eindruck, sie seien organisiert. Da gab es nicht nur Rockmusik, wie immer geschrieben wird, es gab auch Folk und Blues, und es wurden Gedichte von grossen serbischen Dichtern vorgelesen. Das Schlimmste dazu habe ich in Le Monde gelesen: dass auch die afrikanischen Staemme ihre jungen Leute, bevor sie sie in den Krieg schicken, mit Buschtrommeln aufheizen. Aber auf diesen Versammlungen gab es auch kirchliche Gesaenge und Gedichte von Ivo Andric.
NEWS: Sie nehmen fuer Ihre Haltung viel Haeme in Kauf.
Handke: In meiner Position, die keine Meinungsposition ist, sondern ein Standpunkt, kann ich nur eine Zeitlang mit dabeisein und dann erzaehlen, was ich gesehen, gedacht und gefuehlt habe. Ohne Fuehlen gibt es ja kein Denken. Am Anfang steht immer ein sprachliches Problem. Als ich am Anfang des Krieges hingefahren bin, hat man in der UEbersetzung aus dem Franzoesischen aus meiner einzigen halboffiziellen Stellungnahme folgendes gemacht: Er war da, um das Aroma des Krieges zu schnueffeln. Ich hatte aber gesagt, ich moechte das Land spueren. Das ist wie die Geschichte mit dem serbischen Ritter, zu dem ich geschlagen worden sein soll. Ich habe, als ich nach Frankreich heimkam, hier ein Fax von einer Organisation der Weltserben vorgefunden, die mit keiner staatlichen serbischen Stelle etwas zu tun hat. Das sind gutwillige, ungeschickte Menschen, die das gerade in dem Moment, in dem man sich mit so was laecherlich macht, an die Welt geben.
NEWS: In Europa sind heute die Friedensmarschierer von einst, die roten und gruenen Minister, fuer das Bombardement mit zustaendig.
Handke: Dieser Spanier von der Nato, dessen Namen ich nicht ueber die Lippen bringe, erklaert als Ausrede fuer den Krieg: Ich kann kein schlimmer Mensch sein, denn ich bin ein Achtundsechziger. Der amerikanische Dreckskerl, der englische Kunstturner, alle diese Verbrechertypen gehoeren der Generation an, die uns Make love not war vorgesungen hat. Deshalb, so erklaeren sie, koennen sie keine Kalten Krieger sein. Und jetzt sage ich Ihnen: Ich ziehe Kalte Krieger diesen verfehlten Hippies tausendmal vor. Brechts Spruch Der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch trifft heute auf die Flower-Power- und Make love not war-Gruenen zu. Nach landlaeufiger Meinung sind die Kreaturen, die aus dem Schoss krochen, die Rechtsradikalen. Aber die sind fuer mich Totgeburten, gefaehrlich nur wie Leichengift. Fuer mich ist das, was aus dem Schoss kroch, etwas anderes: die Gruenen, der Typ, der Bundeskanzler ist, und der Bombenminister. Das ist das grausig-ewige Deutschland.
NEWS: Nun wollen manche Leute OEsterreich bei der Nato sehen und die Neutralitaet aufgeben.
Handke: Das einzig Freundliche, was ich in Jugoslawien ueber den Westen gehoert habe, war auf OEsterreich bezogen. Die suchen ja wie die Ertrinkenden etwas, das ihnen Halt gibt. Und dass OEsterreich die Nato-Bomber nicht drueberfliegen laesst, ist fuer die schon eine Tat.
NEWS: Sie leben in einem Nato-Land. Moechten Sie nicht nach OEsterreich zurueckkommen?
Handke: Wenn ich die Leute hier in Frankreich auf dem Markt herumstehen und ihre leeren Hoeflichkeitsfloskeln austauschen hoere, wuerde ich gern jedem einen Tritt in den Arsch geben: Wissen denn die Leute nicht, dass sie Krieg gegen ein kleines Land fuehren? Aber nach OEsterreich komme ich nicht zurueck. Hier, in meinem Haus und in meinem Garten, ist fuer mich selbstproklamierte Enklave. Obwohl hinter den Zedern ein Militaerflughafen ist, wo alle Staatsoberhaeupter landen und leider nicht zerschellen und wo von morgens bis abends die Bomber starten. Heute ist es merkwuerdig still. Das mag ein gutes oder ein schlechtes Zeichen sein. Da kommt schon die Paranoia. Die sagt man auch den Serben nach. Aber es ist doch Wirklichkeit, dass sie bombardiert werden? Aussenminister Jovanovic sagte mir in seiner unnachahmlich vornehmen und zugleich urwuechsigen Art: Wenn ich mit meinen Kollegen rede – und er meinte die Pfeifen und Verbrecher, die sein Land niederkartaetschen –, dann darf ich das Wort Opfer nicht aussprechen. Denn der andere meint sofort, das sei der serbische Opferwahn. Aber es gibt doch Opfer und heulendes Elend noch und noch. Doch darueber ist gar kein Gespraech mehr moeglich. Fuer mich ist das, was in diesem Krieg auch sprachlich passiert, ein Verbrechen Rest- und Ex-Europas. Wenn die Nato einen Fluechtlingszug bombt oder eine Eisenbahnbruecke, ueber die gerade ein Zug drueberfaehrt, und sagt, das ist ein tragischer Irrtum, dann ist das Wort tragisch fuer immer verunglimpft.
NEWS: Sie haben sich auch gegen die Journalisten gewandt.
Handke: Ich sehe bei diesen Typen seit langem keine Arbeit mehr. Ich war in Jugoslawien, und ich habe zu dieser Zeit auch gearbeitet. Aber die Journalisten und Politiker? Ist Killen denn eine Arbeit? Diese Zeitungsratten verdienen mit ihrer Nichtarbeit, mit ihren Fertigsaetzen und Fertigbildern ein Heidengeld. Fuer diese mechanische Killerei und Schweinerei bekommen sie auch noch eine Pension. Unter den tausend Skandalen ist das einer der schlimmsten. Andererseits habe ich gerade in Le Monde gelesen, dass sich jetzt viele Fotojournalisten weigern, in diese Fluechtlingsgesichter zu fotografieren. Sie fotografieren lieber die Fotografen, die in Grossaufnahme in diese seltsame Mischung aus Erschoepfung und Verzweiflung hineinfotografieren. Man sollte dazu auch Tonaufnahmen machen, was die Dolmetscher zu den Fluechtlingen sagen und wie diese Fotos zustande kommen. Der ganze Grossmarkt der Welt ist Information. Deshalb kann man mit Bildern und Worten am meisten schwindeln und am meisten verdienen.
NEWS: Man ist soeben ueber Ihr Stueck Die Fahrt im Einbaum hergefallen, kaum dass es veroeffentlicht war.
Handke: Ja, in der Zeit und in der Frankfurter Rundschau. Wuerde ein Sport- oder Lokalreporter eine Landwirtschaftsausstellung oder ein Radrennen so grundfalsch wiedergeben, wuerden die sofort entlassen. Aber Kulturleute oder politische Journalisten duerfen jedes Zeug schreiben. Einer schreibt, der Verlag hat das Buch frueher herausgebracht, um Geld zu verdienen, ohne zu wissen, dass es seit Winter fuer diesen Termin angekuendigt war. Der Tatbestand der Verleumdung ist damit erfuellt. Es wird erzaehlt, ich haette das Massaker von Srebrenica geleugnet, obwohl diese Saetze im Stueck ein Irrer sagt. Der Lohnjournalismus ist kein Beruf mehr. Wenn es wieder einer werden soll, muesste man langsam auf dem Lokal- und Sportjournalismus aufbauen.
NEWS: Wie gehen Sie damit um, dass man nun Ihr Werk zu disqualifizieren versucht?
Handke: Ich habe das im Nachmittag eines Schriftstellers beschrieben: Das Werk ist unabnutzbar. Es ist aus Luft gemacht und kann hoechstens verzoegert werden. Ich selbst habe ja nicht den Funken einer Chance gegen den Journalismus. Aber andererseits hat der Journalismus keinen Funken Chance gegen mich. Was mich schmerzt, ist Jugoslawien.
NEWS: Man wirft Ihnen vor, nicht zwischen dem Volk und Milosevic zu unterscheiden.
Handke: Ich kenne Slobodan Milosevic ueberhaupt nicht. Ich hoere nur immer, dass er ein Diktator und ein Schlaechter ist. Ich glaube, das Problem ist, dass niemand diesen Mann kennt. Man mag mir das jetzt auslegen, wie man will. Aber er ist der gewaehlte Praesident Jugoslawiens und hat das Territorium des Staates zu verteidigen. Jeder an seiner Stelle in den letzten 10 Jahren haette genauso handeln muessen wie er. Ihm blieb keine Wahl. Man wirft ihm immer wieder vor, dass er 1989 auf dem Amselfeld zu einer Million Serben, die dort gefeiert haben, gesagt hat: Niemand mehr wird euch schlagen. Man sagt, da komme der Nationalismus der Serben her. Ich sage aber: Die Serben waren und sind das am wenigsten nationalistische Volk auf dem Balkan. Das serbische Land hat am meisten Minderheiten, Zigeuner, Ungarn und Albaner. Sicher hat Tito den Albanern 1974 eine so grosse Autonomie gegeben wie keiner Volksgruppe in Europa. Sicher waere es noetig gewesen, dass Jugoslawien den Kosovo-Albanern gleich bei Beginn des Bosnien-Kriegs die Autonomie von 1974 zurueckgibt. Das war den Albanern aber nicht genug – sie wollen ihren Staat, denn unter 20 Albanern im Kosovo ist vielleicht ein Serbe, wenn er sich heranwagt. Nur sind die Kosovo-Albaner mit ihrem Parallelstaat gescheitert, die Zertifikate ihrer Parallelschulen wurden nirgendwo in Europa anerkannt, denn das war absolut kindisch. Und diese Kinderei fuehrte zur Gewalt. Die albanische Bevoelkerung im Kosovo besteht aus Bauern in Doerfern und aus einer anderen Bevoelkerung, den Clans, die in riesigen Gutshoefen mit fast grossstaedtischem Getriebe leben. Und von dieser Clanbevoelkerung ging der Krieg aus, oder die Befreiung, wie Sie wollen. Ich war vor drei Jahren in einer kleinen Stadt. Da gab es noch eine einzige serbische Gaststaette, und die war beruehmt dafuer, dass dort der erste Terrorakt dieser wunderbaren Organisation, deren Namen ich nicht nenne (die UCK, Anm.), stattgefunden hat. Zwei Wochen vorher ging in der Strasse das Licht aus, und da kamen vermummte Leute zur Tuer herein und haben in einer Minute fuenf Leute erschossen. Und man hat auch noch gesagt, die Serben haetten das selber provoziert.
NEWS: Ist das von der Methode mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vergleichbar?
Handke: Ja, die Bombardierung Jugoslawiens kommt mir genauso vor: Seit soundso viel Uhr wird zurueckgeschossen. Genauso verlogen, brutal und schmutzig, wie die Deutschen den Zweiten Weltkrieg vom Zaun gebrochen haben, ist die Nato gegen Jugoslawien vorgegangen. Schon der Sprachgebrauch! Krieg im Kosovo, da koennte ich schon meinen Kugelschreiber entsichern. Fuer mich heisst das Der Krieg gegen Jugoslawien. Oder wenn in den letzten Jahren im Kosovo ein Polizist aus dem Hinterhalt abgeknallt worden ist, wurde der zum serbischen Schlaechter. Ich moechte einmal sehen, wie das ist, wenn in Kentucky ein Polizist von einem Eskimo oder einem OEsterreicher ermordet wird. Dem ist die Giftspritze sicher.
NEWS: Man hat Ihnen nachgesagt, die Bombardierung eines Autowerks ueber das Schicksal von Vertriebenen zu stellen.
Handke: Das ist nicht einfach ein Autowerk bei Kragujevac. Das ist eine Maertyrerstadt, die schlimmstverletzte im Zweiten Weltkrieg, in der Hunderte Schueler als Vergeltung fuer einen Partisanenangriff erschossen wurden. Dann wurde dort nach dem Krieg ein wunderschoenes Werk gebaut, das industrielle Zentrum, das Herz Jugoslawiens. Und unter dem Vorwand, dass da auch Pistolen hergestellt wurden, hat die Nato dieses Werk bombardiert und einer ganzen Region die Arbeit zerstoert, und dazu alle Werkzeuge. Man sagt ja: Der Mensch hat begonnen, ein Mensch zu werden, als er sich das Werkzeug angeeignet hat. Ausserdem hat man dort das Heizkraftwerk zerstoert, das die Haushalte von 150.000 Leuten versorgt hat. Ein weiteres Heizkraftwerk stand auf freiem Feld in Krusevac. Man sieht nur noch die Roehren, die in die Stadt fuehren, und man fragt sich: warum? Es wurde schon einmal zerbombt, und dann noch einmal. Ein Moench im Kloster Studeniza hat zu mir gesagt: Das ist wie die Ustascha im Zweiten Weltkrieg, als sie die Juden und Serben ermordet haben. Die kamen dann wieder, um die Leichen nochmals zu toeten. – Unter diesen Killern waren uebrigens viele Franziskanerpater, und man muss dem Papst immer uebelnehmen, dass er den Kardinal Stepinac, der sich im Krieg gegen das Volk der Serben ausgesprochen hat, vor ein paar Monaten seliggesprochen hat. – Oder nehmen wir die Schulen. Warum zerbombt man die Schulen auf dem Land? Die Kinder Jugoslawiens gehen nicht mehr in die Schule! Es ist alles vermischt: Krieg, Kindergeburtstag, Weintrinken und Kassettenbomben, die im Gras liegen wie Fallschirme und in die Luft gehen, wenn die Kinder sie aufheben. Und warum bombt man die Bruecken? Der deutsche Bombenheini sagt, man habe die Bruecken in Novi Sad gebombt, weil die fuer den Greuel im Kosovo bestimmt waren. Aber der ist 500 Kilometer entfernt! Ich bin bereit, denen allen Zyankali zu schicken. Fuer mich ist das Weisse Haus nicht mehr das Weisse Haus, sondern das Herz der Finsternis, und ich schlage vor, das Oval Office zur Bombenform zu verlaengern.
NEWS: Und das Elend im Kosovo?
Handke: Niemand weiss, was im Kosovo passiert, denn niemand kann hinein. Was aber gewusst wird, ist das Sterben der Zivilisten in Jugoslawien. Ich hoere von Massenvergewaltigen und Vertreibungen, und es steht auch immer: Wir koennen das zwar nicht beweisen, aber es wird sicher bewiesen werden. Ich habe da ein sprachkritisches Formbewusstsein, das mir sagt: Etwas ist falsch. Oder dass man von den Deportierten spricht. Fuer mich ist das eine Entwertung des Judenelends. Die Fluechtlinge, da die ankommen, die Vertriebenen, sagen doch woertlich alle das gleiche. Muss das deshalb glaubhaft sein? Man kann den Spiess auch umdrehen und sagen: Vielleicht koennte es deshalb auch unglaubhaft sein. Im uebrigen ist die Geschichte von den gottjaemmerlich von einer Grenze zur anderen Irrenden covered, gedeckt von jedem Medium. Allerdings nicht immer in gleichem Mass. Als von der Nato nach einem weiteren tragischen Irrtum 72 Leute in einem Fluechtlingszug geschlachtet wurden, abgeknallt von Computertypen, dachte ich: Jetzt wird dieser Krieg doch aufhoeren. Nichts da. Erst hat der deutsche Zuschlagsminister gesagt, das waren die Serben, denn sie haben die Bevoelkerung als Schutzschilde benutzt. Dann haben sie zugeben muessen, dass es nacktes Killen war.
NEWS: Warum aber fluechten die Albaner aus dem Kosovo?
Handke: Woher soll ich das wissen? Ich vermute, dass dort eine Art allgemeiner Panik stattfindet. Ein alter serbischer Moench aus der Naehe von Pristina hat mir erzaehlt, als die Nato-Bomben fielen, ist rundherum von der albanischen Seite die Beschiessung der serbischen Haeuser losgegangen, weil die dachten, wir unterstuetzen die Nato als Bodentruppen. Und da, sagt er, sei die Polizei natuerlich vorgegangen. Das Kosovo war in den ersten Tagen neben Belgrad und Novi Sad das Bomben- und Raketenziel. All das greift mit Psychose und Angst ineinander. Und warum soll man nicht auch sagen, was sich jeder vernuenftig denkende Mensch vorstellen kann: dass die Bomben den Exodus verursacht haben? Und wer kann der Polizei und Armee eines Staates verdenken, dass sie gegen eine terroristische Organisation losgehen? Ich moechte einmal sehen, ob da ein anderer Staat auf Erden sich nicht ebenso verhaelt. UEbrigens gibt es ja auch serbische Kosovo-Fluechtlinge. Man sollte vielleicht versuchen, auf den Karten den vierten Pfeil in Richtung Serbien hinzuzufuegen, unter all diesen panisch von Grenze zu Grenze Irrenden. Vielleicht fuegt auch jemand hinzu, wie viele Albaner friedlich in Belgrad leben. Aber es genuegt, dass der Kiosk eines Albaners angerempelt wird, und es steht in allen Zeitungen der Welt. Als vor drei Jahren in Belgrad ein Zigeunerjunge von Skinheads erschlagen wurde, war das der New York Times sechs Spalten wert. Aber wenn es ein Land gibt, in dem sich die Zigeuner geschuetzt fuehlen, ist das Serbien. Und dann kommen solche Pressemeldungen aus den USA, wo taeglich Menschen hingerichtet werden. Ich weiss nicht, ob in Belgrad in den letzten 20 Jahren jemand hingerichtet wurde. Natuerlich gibt es in Serbien Dinge, die man kritisieren kann. Aber ich bin dort immer Gast gewesen und kein Journalist, der hingeht, um zu kritisieren. Natuerlich werden auch dort, wie bei uns, viele Politiker nur an Machtspielen Interesse haben. Nicht einmal an Macht, denn die ist heute von Personen nicht mehr abhaengig, nur noch von Sachzwaengen, Apparaturen und Waffen. Die meisten Politiker kommen mir wie Traumtaenzer auf den Trampolinen der Macht vor. Sie bedienen nur noch die Vernichtungsmaschinen der Macht.
NEWS: Fuehlen Sie sich mit Ihrem Engagement nicht sehr einsam?
Handke: Ich bin einsam, und daher ist es auch laecherlich, was ich sage. Das ist ein physikalisches Gesetz: Wenn 1.000 Leute immer dasselbe sagen, und dann kommt einer und sagt, ich habe etwas anderes erlebt, dann wird der laecherlich sein. Aber es beschaeftigt mich fast ununterbrochen. Die Bombennacht in Belgrad vor unserer Heimreise war furchtbar. Es zittert einem noch am Morgen alles nach. Aber als wir dieses arme, gemarterte Volk verlassen haben, war schon an der ungarischen Grenze der Gedanke da: Wie konnte ich die verlassen?
NEWS: Wie erlebt man denn den Abwurf einer Bombe?
Handke: Es ist, als stuenden Sie in einem Trockengewitter, knapp bevor es beginnt. Es ist diesig und schwuel, und auf einmal geht der Donner los. Die Luft wird ein bisschen heller, und zugleich geht dieser Knall los, der fuenf Kilometer von Ihnen einschlaegt und den Sie doch unmittelbar durch Ihren Koerper gehen fuehlen, durch den Kopf und das Herz, herzzerreissend. Er ist messerscharf, und zugleich erfuellt er den ganzen Raum. Man fuehlt sich getroffen, obwohl man nicht getroffen wurde. Natuerlich sagen die Journalisten: Was ist das gegen die Toten im Kosovo? Aber ich will Menschen nicht aufrechnen. Ich will nicht wissen, wie viele AErmste der aermsten Menschen in Serbien von den Gutmenschen der Nato ermordet worden sind. Und was allein dieser Knall fuer ein Kind bedeutet. Jeder, der nur ein bisschen denkt, weiss, dass dieser Krieg gegen jedes Recht losgegangen ist. Ich kann auch das Wort Ethik nicht mehr aushalten. Es ist ein anderes Wort fuer Willkuer geworden. Sogar gewissenhafte Denker wie Juergen Habermas kommen ploetzlich mit Adverbien, wo man spuert, dass sie ueberhaupt nichts mehr denken. Zweifellos moralisch berechtigter Angriff. Zweifellos ist das meistgebrauchte Wort der Leute, die voll von Zweifeln sind. Oder im selben Artikel: Jugoslawien pocht neurotisch auf seine Souveraenitaet. Ich moechte gern sehen, was geschieht, wenn einer schreibt: OEsterreich pocht neurotisch auf seine Souveraenitaet. Dieser Denker hat mit diesen zwei Adverbien sein ganzes Denkleben verfehlt.
NEWS: Hatten Sie auf der Reise Angst?
Handke: Ja, einmal. Auf dem Heimweg ueber die Wojwodina, als wir Paramilitaers begegnet sind. Das war wie eine glaeserne Zelle jenseits der Ordnungsmacht, eine Art Giftzone, wo Militaer und Polizei nicht hinkommen, wo man den Tod spuert. Da dachte ich, wenn sie uns jetzt aufhalten, ist es vorbei. Ich habe an die Illegalitaet der Armee und der Polizei im Kosovo nie geglaubt. Aber von diesen sogenannt paramilitaerischen Typen – falscher Ausdruck, denn sie sind nicht neben dem Militaer da, von diesem auch kaum ueberwachbar, s. Machtvakuum – kann ich mir vorstellen, dass sie Verbrechen begehen. Und ich bin davon ueberzeugt, dass die Serben daran interessiert sind, alles, was an Verbrechen auf ihrer Seite passiert ist, aufzuklaeren. Was der Internationale Gerichtshof macht – Menschen zu kidnappen und nach Den Haag zu bringen –, hindert eher die Jugoslawen, das eigene Recht zu sprechen.
NEWS: Gab es auf der Reise ein Schluesselerlebnis?
Handke: Ja, in einem Dorf bei Novi Sad. Da kam eine sehr schoene Frau auf uns zu, die mich erkannt hatte und sich bedanken wollte. Nach einigem Zoegern hat sie sich zu uns gesetzt und zu erzaehlen begonnen. Sie ist AErztin in einem Krankenhaus fuer Krebskranke jenseits der Donau in Novi Sad. Und durch die Bombenangriffe haben die kein Wasser mehr. 600 Krebskranken ist eine Zisterne geblieben. Sie koennen nicht mehr ueber die Donau und trauen sich nicht mehr, die Strahlentherapien fortzusetzen, weil ein Bombentreffer katastrophale Folgen haette. Und so habe ich es auf meiner Fahrt durch Jugoslawien ueberall gesehen: uebermenschlich-tierisches Leiden. Diese AErztin, die den Traenen nahe und voellig verwirrt war, hat mich gefragt: Was will denn die Welt mit dem jugoslawischen Volk? Sind wir denn wirklich so schuldig, dass wir vernichtet werden? Es war wie beim Kafkaschen Angeklagten Josef K., der sich bei fortdauerndem Prozess immer schuldiger fuehlt. Nur, dass jetzt dieser einzelne Angeklagte durch ein Volk ersetzt wird. Es ist etwas so katastrophal Schmutziges passiert wie seit Hitler nicht mehr. Soviel nackte Boeswilligkeit gegenueber Jugoslawien und Serbien, dass dieser Planet fuer mich zerstoert ist, auch, was die ethische und rechtliche Struktur betrifft. Ich habe keine Lust, von Endzeit zu reden. Aber wer soll die Instanz fuer diese Verbrechen sein? Wo soll der Nuernberger Gerichtshof gegruendet werden, der ueber das zu Gericht sitzt, was diese schrecklichen Typen, Politiker wie Journalisten, fingerhakelnd angerichtet haben? Wo soll dieser Gerichtshof etabliert werden? Auf dem Bikini-Atoll? Gegen Hitler gab es eine Staatengemeinschaft. Und jetzt? Viele in Jugoslawien antworteten auf meine Frage Habt ihr geweint?: Das ist so schrecklich, dass man nicht weinen kann. Und es wurden in diesem Krieg von Fotografen so viele Traenenflaeschchen fuer Fluechtlinge gefuellt, dass ich vielleicht das an den Serben am meisten mag: dass sie nicht weinen koennen.

Interview: Heinz Sichrovsky



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