THIS BLOG FOCUSES, FIRST, ON THE QUESTION WHY THE SERBIANS AND MILOSEVIC WERE MADE EXCLUSIVELY RESPONSIBLE FOR THE DISINTEGRATION AND THE CRIMES COMMITTED DURING THE DISINTEGTRATION. I.E. IT IS QUESTION OF HOW AND WHY SUCH A HUGE MAJORITY OF WESTERN NEWS CONSUMERS ARRIVED AT THAT CONCLUSION AND THEN ACTED UPON IT IN A VARIETY OF WAYS, ONE OF THEM BEING ATTACKS ON THE ANYTHING BUT A PERSONAL SAINT, PETER HANDKE'S WORK, REALLY GANGED UP ON THE WORK.

Sunday, December 26, 2010

MARIE COLBIN'S OFFENER BRIEF AN PETER HANDKE VON 1999 DER GANZE TEXT

OFFENER 
BRIEF 
AN 
PETER 
HANDKE 
VON 
MARIE 
COLBIN 
IM 
MAI 
1999 

dieser 
brief 
wurde 
in 
der 
oesterr. 
zeitschrift 
format 
genau 
so 
gedruckt. 
Alle 
sagen, 
Du 
liebst 
das 
Land 
der 
Serben. 
Ich 
sage: 
Du 
liebst 
vor 
allem 
Dich 
in 
diesem 
Land! 
Auch 
ich 
liebe 
Tofu, 
die 
zugelaufene 
Katze, 
und 
deren 
Kinder 
– 
Buddha, 
Congo, 
Sanso 
und 
Patti 
Smith. 
Ich 
liebe 
dieses 
Katzenrudel 
sehr 
und 
trage 
dafür 
die 
Verantwortung. 
Nur, 
wenn 
Tofu 
einen 
Vogel 
bringt 
und 
ihn 
vor 
meinen 
Augen 
glühend 
zerbeisst 
– 
ihn 
lustvoll 
tötet, 
dann 
empfinde 
ich 
vor 
allem 
Liebe 
für 
den 
Vogel! 
Und 
wenn 
der 
Arme 
nur 
verletzt 
ist 
oder 
geschockt, 
dann 
eile 
ich 
und 
handle! 
Ich 
versuche 
alles, 
um 
ihn 
zu 
retten, 
ihm 
zu 
helfen, 
ihn 
zu 
heilen. 
Als 
vorbeugende 
Massnahme 
trägt 
Tofu 
nun 
eine 
Glocke 
um 
den 
Hals. 
Ein 
bimmelndes 
Warnsignal 
für 
die 
Vögel. 
Wo 
ist 
Dein 
„Warnsignal“ 
für 
die 
unzähligen 
massakrierten, 
gedemütigten 
und 
vertriebenen 
Kosovaren 
geblieben? 
Wo 
Dichter, 
sind 
da 
Deine 
Worte 
verlorengegangen? 
Bist 
nicht 
auch 
Du 
mitverantwortlich 
für 
diesen 
Krieg? 
Nichts 
hast 
Du 
im 
Vorfeld 
für 
den 
Frieden 
getan! 
Warum 
nicht? 
Einäugig 
wütest 
Du 
um 
Dich. 
Weiter 
und 
weiter. 
Handke 
– 
abgelichtet 
vor 
einer 
bombardierten 
Fabrik 
in 
Belgrad. 
Oh, 
welch 
eitles 
Getue, 
welch 
lächerliches, 
hohles 
Pathos! 
Der 
Indianer 
auf 
Kriegspfad, 
als 
letzter 
Serbianer. 
Fühlst 
Du 
Dich 
nun 
als 
Held 
in 
Deinem 
„Einbaum“ 
und 
paddelst 
so 
weiter? 
Erinnere 
Dich 
an 
unsere 
„Manöver-­-Geschichte“! 
Vor 
genau 
zwölf 
Jahren, 
am 
14.April 
1987, 
kurz 
bevor 
ich 
Dich 
für 
immer 
verlassen 
habe, 
gingen 
wir 
im 
jugoslawischen 
Karst 
des 
Weges. 
Plötzlich 
wurden 
wir 
aufgeschreckt 
durch 
rumpelnde 
Panzer 
und 
lautes 
Geknalle 
irgendwelcher 
Schützen. 
Wir 
gerieten 
mitten 
in 
einen 
gespielten 
Krieg. 
Du 
sagtest 
damals:“ 
Im 
Krieg 
ist 
alles 
besser. 
Da 
geht´s 
um 
was!“ 
Geht´s 
dir 
nun 
besser, 
Dichter? 
Ich 
glaube 
beinahe, 
ja. 
Irgendwie 
wirst 
Du 
diesem 
Krieg 
dankbar 
sein, 
denn 
er 
befriedigt 
auf 
perverse 
Weise 
Dein 
unstillbares 
Verlangen 
nach 
öffentlicher 
Anerkennung. 
Dein 
Ego 
bläht 
sich 
weit 
und 
breit, 
und 
es 
widert 
mich 
an. 
250.000 
TOTE 
und 
zwei 
Millionen 
Vertriebene 
aus 
Bosnien! 
Über 
eine 
Million 
Vertriebene 
aus 
dem 
Kosovo! 
Und 
Du 
festgebissen 
im 
Fell 
Deiner 
„Einaughaltung“ 
– 
rechtfertigst 
ein 
nationalistisches, 
chauvinistisches 
und 
rassistisches 
Regime. 
In 
einer 
absurden 
Verdrehung 
von 
Ursache 
und 
Wirkung 
legitimierst 
Du 
Völkermord 
und 
Deportation. 
Bewusst 
vertauschst 
Du 
die 
Rollen 
der 
Opfer 
und 
Täter. 
Und 
was 
ist 
zynischer 
und 
verletzender, 
als 
die 
Bilder 
des 
Grauens 
selbst 
verantwortlich 
zu 
machen? 
Schämst 
Du 
Dich 
gar 
nicht? 
Wenn 
Du 
einen 
Preis 
in 
Belgrad 
entgegennimmst, 
Dein 
Stück 
dort 
zum 
jetzigen 
Zeitpunkt 
inszenieren 
oder 
dich 
gar 
zum 
edlen 
„Ritter“schlagen 
lässt, 
so 
ist 
das 
Deine 
bewusste 
Zustimmung 
zur 
Blut-­-Politk 
des 
Diktators 
Milosevic! 
Das 
ist 
Dein 
Beitrag 
zur 
„ethnischen 
Säuberung“! 
Ja, 
ich 
höre 
Deine 
abgedroschenen, 
vulgären 
Phrasen:“ 
Ich 
scheisse 
auf 
Eure 
Menchenrechte. 
Ich 
scheisse 
auf 
Eure 
bedrohten 
Völker. 
Steckt 
Euch 
die 
Toten 
in 
den 
Arsch!“ 
Wer 
bist 
Du 
denn, 
dass 
Du 
Dich 
so 
wichtig 
nimmst? 
Bist 
weder 
gross 
noch 
edel 
oder 
gar 
bescheiden 
und 
aufrichtig. 
Ein 
eitler 
Schreiber 
bist 
Du, 
der 
sich 
sonnt 
in 
der 
Rolle 
des 
„einsamen 
Rufers“. 
Nur 
sind 
das 
Rufe 
nach 
Zustimmung 
für 
ein 
Verbrecherregime. 
Du 
bist 
ein 
Ideologe 
des 
modernen 
Balkanfaschismus. 

2 
Dein 
kitschiges, 
verklärtes, 
„Grasbüschel-­-Weltbild“ 
bekommt 
leider 
wieder 
einmal 
viel 
zu 
viel 
Aufmerksamkeit, 
und 
ich 
wundere 
mich 
sehr, 
auf 
welch 
banaler, 
Wein-­-seliger 
Grundlage 
Deine 
Befürworter 
sich 
auslassen. 
Dein 
kleines 
dramatisches 
Stückchen 
gibt 
dem 
Krieg 
nicht 
ein 
konkretes 
Gesicht. 
Es 
stellt 
sich 
nicht 
gegen 
die 
ungeheuren 
Ausmasse 
der 
Auslöschung 
von 
Individualität 
(selbst 
tote 
Gesichter 
werden 
mit 
Baseballschlägern 
unkenntlich 
gemacht), 
sondern 
ist 
Ausfluss 
deiner 
aggressiven 
Eitelkeit. 
Ich 
bin 
Pazifistin. 
Und 
wenn´s 
nach 
mir 
ginge, 
gäbe 
es 
nicht 
eine 
Waffe 
auf 
Erden! 
Jedoch 
weiss 
ich, 
solange 
es 
Männer 
gibt 
auf 
dieser 
Welt 
– 
Männer 
wie 
Dich: 
einäugig, 
unnachgiebig, 
machthungrig 
und 
Ego-­-breit 
-­-, 
wird 
es 
auch 
Waffen 
geben 
und 
somit 
Kriege. 
Ich 
höre 
noch 
meinen 
Kopf 
auf 
den 
Steinboden 
knallen. 
Ich 
spüre 
wieder 
den 
Bergschuh 
im 
Unterleib 
und 
auch 
die 
Faust 
im 
Gesicht. 
Nein 
– 
Du 
bist 
kein 
Mann 
des 
Friedens! 
-­--­- 
MARIE 
COLBIN 
IM 
MAI 
1999 
  

24 comments:

SUMMA POLITICO said...

Marie Colbin's letter, a decade old, requires a commentary from its here publisher, blog and webmaster, michael roloff.

1] The letter ends with the wound that Handke administered, his beating the shit out of Marie Colbin,
a matter that he seeks to justify as recently in a section of his novel MORAWISCHE NACHT 2007, a
book during which she haunts him as she did physically in Salzburg after he proved to be violent.
Handke is violent prone, he learned to be as early as a 2 year old when his stepfather Bruno,
a rapist and beater appeared in his life. If Handke understood this demon inside himself he
would not need to lie as he does in MORAWISCHE NACHT, at which point someone whom, especially much of his work,
I also love nearly as much as his mother did, makes me wretch. See my long review of MORAWISCHE
"Tough Love for Peter Handke" at the handke-revista--reviews and handke-discussion blog
for this. Handke hurts all those closest to him, often gratuitously. Sing sorrow! Handke can be
very dark and very German and as humorless as death! There is also the peace seeking,
and the often utterly deluded Handke.

http://handke-magazin.blogspot.com/2010/06/handke-magazine-is-over-arching-site.html

2-a] It is my assumption that the wound out of which Marie Colbin wrote her open letter
also made her go overboard in some of her accusations. There are two Handkes:
the writer with his pencil, and the wounded Handke who was wounded to the core,
authentic - for whatever that means about being right or wrong - passionately opposing
the one sided demonization of the Serbs and Milosevic. Some of the matters that Handke
SAID during the course of those impassioned times, are ipso facto utterly hideous;
and it is beyond dispute that he said them, the interviews are on this handke-yugo
blog too - a historical enterprise for me, a vain attempt at record keeping.

2-b] However, in his texts Handke is never racist, he does not deny, much as he
even admits he would like to, and he takes no side among the tribes and ethnicities or
religious factions. I know he didn't because I once had someone send him
my first two long pieces in which I tried to puzzle out, chiefly for myself,
what he was up to -- of course this was a marvelous opportunity for self-display,
but then so has every righteous occasion been for Handke, since age 2 the
psychoanalyst suggests! I came to all this after 3 years in Mexico, retreating
into 17the century time, with goatherds, with the Tupamares. Thus I was
OUT of that cycle. Handke caught my trap to find whether he had read my
pieces: an intentional misreading of a tribal dislike into his text.
Subsequently to satisfying myself that I had a good drift on Handke's
not entirely pure motives in this matter I turned to an examination of
the reasons for the disintegration. I have laid my findings, speculations down on this site;
in nuce these involve the hollowing out of socialism, western capitalist
economic warfare against the East block, the turning back to tribal
and religious identities, demagoguery, neo-liberal enterprisers of all kinds.

3] It is my guess that Marie Colbin who spent at least half a decade with
Handke, and who keeps performing his texts, albeit with a voice that
makes me reach for duct tape, know that there is more to his work
than that of a vain esthete!

4] Martin Krusche left a comment on my face book link to this letter, questioning Marie's sources,
here is his chance to add a comment to the discussion.


http://www.facebook.com/mike.roloff1?ref=name

der krusche said...

>>zwei Millionen Vertriebene aus
Bosnien! Über eine Million Vertriebene aus dem Kosovo!<<
wenn es nun hier wirklich um vertreibungen in den jugoslawischen kriegen ginge, warum lese ich hier nichts über die leute aus der krajina? was ist mit den "geloeschten" sloweniens? etc. etc.

ich vermute: weil wir westler uns letztlich einen scheiss interessieren, was dort im sueden wirklich gelaufen ist.

wir lesen ein bisserl darueber und dann wissen wir: aha, bosnien! aha, das kosovo! das war's.

das ergibt dann unsere debatten. naja, so isses eben auch nur geschwaetz ...

oder wir reden doch drueber, was da genau gelaufen ist, wer in was involviert war und an welchen schrauben innerhalb UND ausserhalb jugoslawiens gedreht wurde ...

da sind uns so manche ministerien und viele presseleute noch allerhand schuldig. das sind uns aber auch *promis* was schuldig, die ihre popularitaet ganz passabel in medienpraesenz uebersetzen koennen.

der krusche said...

>>Bist nicht auch Du mitverantwortlich für diesen Krieg? <<
das waere jetzt weiterzudenken. wie konnte in srebrenica aus dem "nie wieder!" nach auschwitz dieses "schon wieder!" werden?

wussten wir nicht ALLE aus diesen erfahrungen, dass ein KRIEG DERWORTE zu massakern fuehrt und dass er in der regel laengst beginnt, bevor eine soldateska zu waffen greift?

also wer ist zu mahnen? GANZ EUROPA steckt da mit drinnen. wir konnten lesen und hoeren. nicht nur die worte von machtpragmatiker milosevic. wurde tudjman gehoert? wurde izetbegovic gehoert?

hat man spaeter gehoert, wie dubravka ugresic, slavenka drakulic und andere verfolgt und diffamiert wurden fuer das, was sie schrieben? (man lese ugresic' *kultur der luegen*!!!)

man kann handke allerhand vorwerfen, das wurde auch reichlich getan. (von ihm waren wenigstens die GRUENDE zu erfahren.) die kontroversen um ihn und mit ihm werden wohl noch weiter laufen.

was mir jetzt aber fehlt: was ist mit UNS ALLEN, mit der RESTLICHEN verantwortung?

srebrenica war nicht von heute auf morgen moeglich, es hatte vorbedingungen. und blieb ncihts daran verborgen.

wir konnen sogar im tv sehen, wie die bosnjakischen maenner in busse verfrachtet wurden ...

eigentlich muesste es ja so lauten:
>>Sind nicht auch wir mitverantwortlich für diesen Krieg?<<

wofuer auch imemr handke einzustehen hat, DAS werden wir nicht unter den teppich kehren koennen ...

SUMMA POLITICO said...

I wanted to add one additional caveat to Marie Colbin's letter:
it appears she does not understand Handke's play VOYAGE BY DUGOUT: THE PLAY ABOUT THE FILM ABOUT THE WAR, now tranlated by Scott Abbott. I wrote at considerable length about it at the the handke-drama2.scriptmania site, to figure out the play for myself. The play does not take side, except for the "Slavic Spirit" that propels the canoe - in that sense it is similar for its positive endorsement of irrationality, as was Handke's THEY ARE DYING OUT. It is the last great play, so far, in the tradition of Brecht, Kipphardt, Weiss, Hochhut, Grass - plays that examine a social situation from a variety of critical perspectives. now it would be nice to hear from marie colbin what her thoughts are on all this a decade later, now that i have taken the trouble to make her famous letter available.

Scott Abbott said...

"Nichts hast Du im Vorfeld für den Frieden getan! Warum nicht? Einäugig wütest Du um Dich. Weiter und weiter. Handke – abgelichtet vor einer bombardierten Fabrik in Belgrad. Oh, welch eitles Getue, welch lächerliches, hohles Pathos! Der Indianer auf Kriegspfad, als letzter Serbianer. Fühlst Du Dich nun als Held in Deinem „Einbaum“ und paddelst so weiter? "

This passionate response to Peter Handke's response to the wars in Yugoslavia makes one kind of sense; but doesn't it miss another kind of sense?

Peter Handke, like the rest of us, can do little as a human being in the face of war. To pretend to do so gets you arrested (like David Rhode) or kidnapped (like David Rhode). But Peter has the advantage of being a writer (not a "Dichter" as Ms. Colbin calls him). His response to the language of the wars is the response of a professional writer who sees so-called professionals spouting provocative nonsense instead of writing sentences that work to figure things out.

Peter Handke is no hero. True. But he is a careful and consequent and dialectical thinker. And those who attack him for his sentences about the former Yugoslavia are neither careful nor dialectical.

SUMMA POLITICO said...

Let me add a few comments on Martin Krusche and Scott Abbott's comments, which leads me to one further caveat about Marie Colbin's 1999 ... explosion????

1] responsibility, if the word is to be taken seriously, would be/ have been in my case to play closer attention to the economic war that started to be waged against the East Bloc under Reagan - what might I have been able to do about that?

2] Handke in his writing is a great peace seeker, full of immense pathos, even; which struck me as odd at first, until I understood that to be peaceful for
someone with half a dozen impulses irruptions per day to run amok,
that is where that puzzling pathos comes in! the peace tree in DOERFER! Nova's last speech, so Hoelderlinesque that I too, translating it, ran out of oxygen! Now what have Hoelderin and Handke achieved, the German
soldiers put Hoelderlin into their Tornister when they set off to war,
Hitler's Christian soldiers. Politicians like Gorbachev, briefly have a chance, and Ronald Reagan went against his own hawks at the end of the cold war.
Although Reagan is revered here, it is not so much for his peace making ability, Gorbachev is despised because he destroyed an empire.

I cannot write everything again of mine that is on this Handke-Yugo blog.

I myself am glad that Peter spoke up, although I know that one anything but pure motive is his desire to display himself, to be in the news. But it is not so different from Peter Weiss marching through Harlem in 1966
in his campaign against the Vietnam war. Poets are God's fools! Salmon Rushdie who called Peter a fool back then in the early 90s is a far greater
fool for having bought the news-lines hook line and sinker, and not a writer for whom i have the least envy.

der krusche said...

>>Poets are God's fools!<<
eine feine metapher. aber natuerlich muss sich handke den debatten stellen, wo er in debatten hineingeht oder gegen welche angeht.

ich habe von suedslawischen intellektuellen einiges an kritik gehoert, die sich schwer entkraeften laesst. aber ich bin nicht sein anwalt, also kann ich diese aspekte momentan ruhig beiseite lassen.

mich interessieren anlaesslich der handke-kontroversen vor allem zwei punkte:
a) welche rolle spielen literatur und literaritaet in solchen ereignissen?
b) was leisten wir uns an heuchelei, die nicht vorhandene kenntnisse vorgibt, um uns angeblich problemen zuzuwenden, die uns doch offenbar scheissegal sind?

fussnote:
natuerlich intzeressiert mich auch, ob man handke vorwerfen muss, was ihm nun schon so lange vorgeworfen wird. und da bitte ich vorzugsweise: zeigts mir die quellen! nennts mir die zitate!

der krusche said...

arnold zweigs „erziehung vor verdun“ gehoert zu meinen wichtigen lese-erlebnissen. der roman war 1935 erschienen. remarques „im westen nichts neues“ kam 1929 heraus. (ernst juenger lasse ich hier beiseite. sollte ich vor allem tolstoj erwaehnen?)

spaeter konnen offenbar die fristen kuerzer werden. norman mailers „die nackten und die toten“ erschien 1949. heute scheinen mir filme schneller reaktionen auszudruecken. zu den jugoslawischen kriegen habe ich vor allem miesen schrott gesehen. dazwischen aber so feine werke wie „no man's land“ von danis tanovic. (auch seinen im kurdistan angesiedelten film „triage“ finde ich sehr bewegend.)

erreichen solche filme ein breiteres publikum? wohl kaum. nicht einmal dreck wie „savior“ (von predrag antonijević) macht von sich reden. remarque hat immerhin ein breites publikum erreicht und erhebliche politische reaktionen bewirkt.

was darf man also oder was MUSS man allenfalls von belletristik erwarten? darueber wuerde ich gerne etwas mehr erfahren. welche ansichten gibt es dazu?

ich schaetze publizisten wie norbert mappes-niediek. sprachkundig, mit der kompexitaet der balkan-angelegenheiten vertraut, immer wieder vor ort und dort mit verschiedenen intellektuellen in kontakt. aus seinenen texten, die freilich keine belletristik sind, beziehe ich gerne vorstellungen, womit wir es dort zu tun haben.

also: was kann literatur und was sollte sie koennen? vor allem angesichts solcher ereignisse ...

SUMMA POLITICO said...

evidently literature and writers of note can have some real influence on current events. i don't know: go back to buechner's DER HESSISCHE LANDBOTE, Zola's J'ACCUSE in the Dreyfus affair, an event that resounds even now. And recently the genius Handke going against a quickly established consensus that "the Serbs" and Milosevics are exclusively to blame have some real effect, at least within that narrow wavelength of the spectrum to whom these events matter. they are an extra-parliamentary opposition as it were. so much on that subject, i'll get to martin's other points anon. michael r.

franzangst said...

evidently Ms. Colbin was inundated by the media coverage of Yugoslavia during the 90s, and then lashed out at Handke for personal reasons, in a very confused manner. I wonder whether she is still as ignorant about these matters now. Franz Angst

SUMMA POLITICO said...

martin,
as to the evidence for some of handke's statements. look at the interviews on this site, there you find those gratuitous vicious comments about enzensberger and habermas. this business about "stuffing the corpses up your ass" was spoken in Vienna during a discussion subsequent to a reading of his JUSTICE FOR SERBIA text. Vulgar Handke can be indeed when impassioned and wounded. Of course he has a point when he puts in other words: "humanity hyenas." Again a subject I have addressed at length, the instrumentalization of Auschwitz is another way of putting it. you need to be a quaker and help outside the limelight in other words. i'll answer your other questions seperatly. michael r.

SUMMA POLITICO said...

Martin, what one can do under similar circumstances is to try to be as well informed as possible. that takes an immense amount of work since you need to discard so much chaff. then one needs to be skeptical about one's own judgment of this material. just because one matter was simple and clear [it does happen] does not mean that...who is responsible for the Cold War? Did it take two to Tango, or is one Tangoer dancing enough??? xx michael r.

der krusche said...

ja, wir koennten ueber eine reihe von handkes AUSSAGEN reden, die mehr als anfechtbar sind. etwa was den beschuss von dubrovnik angeht oder den vergleich serben/juden etc.

das muss man nicht herunterspielen, ich sehe jedoch, dass er in den meisten dieser faelle es selbst sehr schnell zurueckgenommen hat, dass er sich diesen fehlern gestellt hat.

eine andere sache ist dieses und jenes auftreten in serbien, da gab es meines erachtens etliche fehler, weil er damit den falschen leuten renommee und so auch legitimation verschafft hat.

ich bestreite auch gar nicht, dass in seinem oeffentlichen auftreten manches mehr als verzichtbar gewesen ist.

aber die qualifizoerten vorwurfe handke gegenueber sind erstaunlich rar. (ich denke zum beispiel an nenad popovic, dessen texte ich sehr schaetze.)

danach tut sich viel geschwaetz und gebruell auf. wass heisst denn ueberhaupt "serbenfreundlich" und "die serben" etc.?

ich bin der freund einiger serben wie nikola dzafo und der leute von "led art", die damals gegen das regime milosevic und dessen polizei oeffentlich agiert haben. das sind halt AUCH serben.

mir geht so vieles in diesen debatten unertraeglich schlampig ab, was mir zeigt: schlamperei, heuchelei, dieses ganze suedslawische malheur ist uns immer noch so scheissegal wie waehrend des kalten krieges ...

SUMMA POLITICO said...

Als ich deinen Kommentar las, Martin,

dachte ich anfangs, noch kaffeelos, halbverschlafen, hoffnungvoll dass sich Frau Colbin endlich geauessert haette... aber, ne.



Handke’s Gefühlsausbruchsvergleich der Leiden der Serben mit der Shoah spricht doch nur von seinem Verwundetsein, natürlich hat er dass schnellstens zurück gezogen. Auch der Versuch die Beschießung Dubrovniks zu verneinen spricht doch nur von dem allzu menschlichen, kindlichen Glauben dass man so etwas schönes wie diese Stadt in der ich einmal sechs schiene Sommer Wochen verbrachte doch nicht beschießen könnte, und die YouTube Videos davon sehen auch irgendwie wieder kindlich aus wie da die Geschosse von den mittelalterliche Mauern scheinbar abprallen, spritzen. Einige andere seine Ausbrüche sprechen aber von Handke’s Gehässigkeit, die über Enzensberger sprich von seinem niedrigen Neid ob dass da ein anderer ihm Platz am Licht weg nimmt und lag ihm schon seit Jahre vorbereitet auf der Zunge – ich wusste von diesem Hass schon seit 1980! „Geläutert“ war der Handke zu der Zeit wohl kaum. Handke wusste ja dass ich drei Enzensbergers, zwei Essay Sammlungen, diese auch noch übersetzt, und einen Gedichtband, verlegt hatte. Ich habe mich damals, in Salzburg, nicht auf ein Argument eingelassen, da Handke’s Bemerkung zu einem Enzensberger Gedicht, das ich garnicht kannte, aus dem nirgendwo kam – aber einem Nirgendwo das da wohl in ihm schon seit immer brodelte. Als Handke in 1966 in der Öffentlichkeit und bei Suhrkamp erschien hat Enzensberger versucht mit Handke Kontakt aufzunehmen, aber schon damals wollte der Handke nicht. Das ist wohl auch ein Grund warum Unseld den Handke nicht in seinem Gremium der Suhrkamp Kultur Testament Vollstrecker aufgenommen hat, Handke kann nicht in Gremien arbeiten, nicht einmal PRIMUS INTER PARES genuegt ihm scheinbar. "Meister der Dämmerung" ist gar nicht so ein schlechter Titel für die Biographie der das Schnösel Malte Herwig sich da abgebrochen hat, wenn er das auch gar nicht auf Handke's
unaufgeklärtheit in Verbindung bringt. Man muss schon ein ziemliche Phantast sein den Balkan da als
ein Land des Friedens zu bezeichnen wo so viele böse alte Geister zu jeder Zeit aus den nicht sehr tiefliegenden Graebern liegen.

Handke's Freunschaft mit der Milo Familie sagt nur etwas ueber sein Strebertum mit den Stars im selben Licht aufzutreten, zum Zeugen vor dem Gericht hat die Kurasch aber nicht gereicht, vide DIE TABLAS DES DAMIEL, eine dieser graesslichen Seiten dieses Feiglings. Alas.

der krusche said...

naja, handkes niedere reizschwelle, die seiner streitlust allerhand bahnen oeffnet, das interessiert mich hier weiter gar nicht.

sollte es hier heute noch klaerungsbedarf geben, dann muss sich handke selbst darum scheren.

zur gesamten kontroverse:
wenn man schon klarheiten sucht, dann waere doch, was jedes kleine bezirksgericht in oesterreich schafft, weil das eine grundlage unserer rechtskultur ist, nach den INTENTIONEN zu fragen.

ich wuerde aber auch gerne einmal darueber reden, welcher journalismus im deutschsprachigen raum vorherrscht und wie genau man es da seit etwa 20 jahren mit der intellektellen redlichekeit nimmt und mit fragen der professionalitaet.

SUMMA POLITICO said...

in the instance of the hatred between the Bosnian orthodox Serbs and the Bosnian Muslims the hatred is about 500 years old, between those who submitted to the Turkish Ottoman yoke and those who didn't. "there is a lot there, "an analust would say that would not be mentioned in a Bezirksgerericht i don't think. and so it was especially fierce as it can be only between brothers! the Kosova, too, had some special ancient and contemporary reasons why blood lust ran so high.

as to the western media treatment, once you had the bombardment of Sarajevo and a few camp photos, it played out on the background of the Shoah, and you get human rights hyenas like Susan Sontag playing "end game" there. and then everyone falls in line and if you take exception to the coverage you are 86ed as Handke was, who i would say is right in his feeling that a continued unified Yugoslav federation would have been/ was more fruitful. so the tribes and their demagogues are all to blame, and for having fallen for the inducements offered by western capitalism to become independent, and then entities within the EU. i think it is a great shame that someone like Habermas, who enjoyed both the respect and the mental and sociological and philosophical acumen to assess the complexity of that situation did not speak up but merely endorsed the bombardment in 1999. within a very short time, the newsmedia, roger cohen was the chief culprit at the ny times, and he sort of knows the region, decided on a one devil theory, and we were back in ..."darest Serbia." Handke went about his business in a very special personal manner that it took me at least quite a bit of time to unravel.
Someone like Richard Holbrooke, may he rest in paece, then tried to salvage what could be salvaged. But at that time the various "Weichen" / switches had been set ... and what's left is another moraine that the historians geologist dig around in.

what bothers me is that i take the trouble and post Colbin's letter,for historical and the record's sake, and the little bitch doesn't seize
the opportunity to amend her outcry of 1999.

now i will go work out and bake a bit in my special oven by the ship canal, with its idyllic view and my crows who will be crows no matter what.

der krusche said...

>>the hatred between the Bosnian orthodox Serbs and the Bosnian Muslims the hatred is about 500 years old, <<
das glaube ich UEBERHAUPT NICHT.

man muss mit den leuten dort reden. dann wird man zwar von ressentiments hoeren. na, die gibt es ueberall zwischen menschen verschiedener regionen oder wir-formationen. aber hass zwischen den ethnien? nein

mir haben etliche leute, serben und bosnjaken, erzaehlt, das sie noch wenige tage vor ausbruch des krieges gesagt haben: nein, das wird nicht geschehen, das sind ja unsere nachbarn.

gut, sie haben sich getaeuscht, es IST geschehen. aber man wird mir kaum dokumente vorlegen koennen, die besagen, dass es in bosnien einen HASS zwischen den ethnien gegeben habe.

der ging sehr schnell und sehr kurzfristig hoch, ich denke: nicht als quelle des krieges, sondern als konsequernz der kriegspolitik.

ich kann immer wieder nur betonen: fahrt hin und redet mit den leuten!

(naja, eine ausnahme muss schon erwaehnt sein: die albanischen leute im kosovo hatten wirklich miese zeiten in jugoslawien. da hat es sicher viel HASS gegeben.)

SUMMA POLITICO said...

let me tell you a story i have from my bosnian serb friend zeljko ducik who runs the tutatoo theater in chicago now.
scene: a serbian village, multi-ethnic, multi-religious; it is Sunday, the villagers demonstratively put tables out on the main street and all brake bread together - a single shot from a sniper, one person is killed, they all fall all over each other and start murdering each other. a tinderbox, no? his mother was one of the survivors w handke, in "am felsfenster morgen" notes, in the late 80s, how cold matters have become in Yugoslavia. x michael r.

der krusche said...

>>a single shot from a sniper, one person is killed, they all fall all over each other and start murdering each other.<<
ja, verstehe. und ich will auch gerne glauben, dass es es solche vorfaelle gegeben hat.

doch das fuhert zu einer fuer mich wesentlichen frage: wie haben die leute in diesem dorf den vorfall qualifiziert?

hielten sie es fuer ein verbrechen als einzelnen vorfall? oder war es teil einer serie von vorfaellen?

es erscheint mir naemlich extrem untypisch, falls man es als beleg fuer einen verbreiteten hass zwischen den ethnien deuten moechte.

zumindest kenne ich aus der juengeren literatur und aus persoelichen schilderungen nichts derartiges im sinne eines breiteren phaenomens.

als beispiel fuer vereinzelte verbrechen kenne ich es wohl. da gibt es manche geschichten, wie auch aus der vojvodina, wo ploetzlich die leute eines hauses mit durchgeschnittenenen kehlen aufgefunden wurden.

aber mindestens VOR den jugoslwaischen kriegen waren das doch eher verbrecherische einzelfaelle.

SUMMA POLITICO said...

i will send this series of speculations to zejliko, who unfortunately does not know german though he is directing a lot of early brecht in chicago these days.

my guess is that if a village decides to demonstratively break bread together on their main street, bringing out the tables, etc. that they know that a lot of terrible things have been happening nearby, as in fact did, prior to srebrenice, which was meant as a kind of final solution to "the troubles." if yugoslavia as a whole had been that determined not to let itself be destroyed.... however, that all it took was one shot, one murder for the villagers to regress, fall back into their tribal and religious identities... also manifests a lot. there's a great moral fable in that story. one wants to get to know the respective leaders of the factions in that village, etc.

got up at 3:15 am with 3 1/2 hour sleep, then went back to sleep around 9 am and slept off and on all day until i woke at 5 pm, checked the e-mail at the university library, then went to have a good long workout at proropbics, and a good schwitz, back at starbucks, all the kids, lot of middle easteners ammong all the japanese, seem very happy. xx michael r.

der krusche said...

>>my guess is that if a village decides to demonstratively break bread together on their main street, bringing out the tables, etc.<<
die leute haben natuerlich ein paar andere traditionen als wir.

bei den bosnjaken gibt es historisch gesehen ein ganz anderes verhaeltnis zwischen privatem und oeffentlichem raum wie bei uns.

"divaniti" ist bei uns voellig verloren gegangen. dieses gesellschaftliche leben am strassenrand.

unter anderem vermutlich, weil die automobilisten bei uns ueber hundert jahre die strassen als "ihren raum" an sich gerissen und alles andere verdraengt habe.

"idem na divan!" wird man im sueden noch hoeren koennen, bei uns (leider) nicht.

>>however, that all it took was one shot, one murder for the villagers to regress, fall back into their tribal and religious identities..<<
vorsicht! klischeefalle!

darum habe ich ja gefragt: wie repraesentativ ist dieser vorfall?

SUMMA POLITICO said...

you are quite right about the different tradition in the public sphere, you are too young to have witnessed the ku-damm turning into a malecon during the demonstrations thee in the late 60s...

let us not forget that Izetbegović
http://en.wikipedia.org/wiki/Alija_Izetbegovi%C4%87
was jailed for prolonged periods during Tito's time for seeking to establish an Islamic state....

zelijko is not answering, probably sick of the subject and doesn't want to think about it any more. we sent him scott's translation of VOYAGE BY DUGOUT, no reply so far best to my knowledge.

as implosions, disintegrations, re-arrangements go, that of the 2nd federation is certainly one of the most complex that i know of.

i seem to be suffering from sleeping sickness the first few days of the year while needing to finish up something about this restaurant, Elaine's, whose contemplation does not in every respect bring forth happy associations. x m.r

der krusche said...

>>was jailed for prolonged periods during Tito's time for seeking to establish an Islamic state....<<
mhm. butI dont think, that had a big impact on the short history of titos jugoslavia.

I remember, what writer dzevad karahasan told me: beachte den unerschied. tito war noch der "sohn der voelker und voelkerschaften". die neuen herren gaben sich als "vaeter der nationen" aus.

und damit stand milosevic keineswegs alleine. tudjman war ein sehr problematischer politiker. izetbegovic auch.

von slowenien wissen wir wenig, weil deren ausstieg aus dem verbund ganz anders lief.

doch generell muessten wir uns alle (in europa) ja auch fragen: wieso haben wir die ganze 2. haelfte des 20. jahrhunderts den strukturschwachen sueden so sehr im stich gelassen?

das war ja nicht nur ein jugoslawisches problem. dieses nord-sued-gefaelle nimmt aktuell wieder zu. das wird uns noch einige krisen aufbuerden ...

SUMMA POLITICO said...

i have been unable, so far, to persuade Marie Colbin to qualify her 1999
condemnation of Handke. I think it is humanely permissable to
be swamped by propaganda, or by one-sided news account. I would
posit that it happens to all of us on a daily basis. And if it hadn't
been for Handke taking such a different position I might have
just accepted as a sufficient truth that I could do nothing about, say, the New York Times version.
However, in an instance such as the disintegration of Yugoslavia, the regression of its various parts into tribal and religious identification it perhaps behooves one and all, including marie
colbin [who, judging by her review of Malte Herwig's HANDKE biography
see:
http://handke-discussion.blogspot.com/2010/12/full-length-review-of-herwigs-handke.html
and her review which is reposted on the discussion blog
is quite smart]
to rethink her 1999 statment.

It is evident from her performance of sections
from Handke's works

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Videos for marie colbin liest handke
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MARIE COLBIN LIEST PETER HANDKE - TEIL 2
9 min - Aug 19, 2010
Uploaded by MarieColbin
youtube.com

MARIE COLBIN LIEST PETER HANDKE - TEIL 7
6 min - Aug 20, 2010
Uploaded by MarieColbin
youtube.com
MARIE COLBIN LIEST PETER HANDKE - TEIL 1
8 min - Aug 19, 2010
Uploaded by MarieColbin
youtube.com

Marie Colbin, Sommer 2008
49 min - Jan 19, 2009
Uploaded by Marie Colbin
video.google.com
#
handke-drama: LINKS TO VIDEOS OF HANDKE PLAYS - MARIE COLBIN ...
Sep 23, 2010 ... MARIE COLBIN LIEST PETER HANDKE: http://www.youtube.com/watch?v=ucm7jT1MLfQ http ://www.youtube.com/user/MarieColbin ...
handke-drama.blogspot.com/.../links-to-videos-of-handke-plays-that.html -
#
Marie Colbin: Blick in die Vergangenheit | Nachrichten.at
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4. Aug. 2010 ... Marie Colbin liest bei den Festwochen Gmunden einen Monolog von Peter Handke. Bild: manfred siebinge. Mehr zum Thema. Werbung ...
www.nachrichten.at › Kultur
#
THE HANDKE-WATCH: COLBIN READS HANDKE BACK AT HIM/ and i leave a ...
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9. Aug. 2010 ... Marie Colbin las Peter Handke im Gmundner MYTHOS. ... ein despotisches Gesetz, gegen das es keine Widerrede gab“, liest und lebt Colbin. ...
handke-watch.blogspot.com/.../colbin-reads-handke-back-at-him.html - Cached
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that she continues to care for the work, and
she admit that of course that there is more to him than "just
a vain writer." It would be that "vain" is the chief pejorative
that Ms. Colbin tosses about, freely. Thus... and we need just a tad
of it to persist from one day to the next. If we are truly thoughtful
and curious... the exploration of narcissism is a difficult
as sub-atomic science, quantum theory.

I have been unable to find out what made for
Handke's beating her up so terribly. She mentions that at one
time she was carrying a child of his, which it appears she then
aborted or lost, and at one time Handke, according to her, proposed
their going to Paris, as Handke then fled to in 1987. Handke
of course lies nauseatingly in MORAVIAN NIGHT about the reason why he beat her.
He still calls her although it is evident from MORAVIAN that he feels pursued by her. Both parties seem equally impossible each in their own way. I concede defeat in being able to fathom Handke's perversity and guilt in this respect. If she has the same voice in daiy interchanges
that she does in her performances it would bring out the boston
strangler in me, although i would firs suggest a voice coach!

Ms. Colbin mention that she left Handke, as which woman has not,
however we do not know what she meant to accomplish by leaving.'
Evidently not a clean break - did she want him to pursue her
as she did him in Salzburg after the break and perhaps even now.
T'would not be the first time for such a maneuver.
every one have a good hair day now that it spring in seattle!

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